Wie sollen wir mit der Katze umgehen

Diskutiere Wie sollen wir mit der Katze umgehen im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo ihr Lieben, ich hoffe, ihr könnt mir einen Rat geben, was wir mit einer unserer beiden Katzen machen sollen. Wir haben zwei noch eher...
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juliaa

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Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, ihr könnt mir einen Rat geben, was wir mit einer unserer beiden Katzen machen sollen. Wir haben zwei noch eher junge Katzen, beide knapp ein Jahr alt, zwei Kater. Die eine der beiden ist eine Bauernhofkatze, die ertränkt werden sollte, aber über die Schwester vom Bauern mit ca. 10 Wochen bei uns gelandet ist (Mogli).

Anfangs war er schon ängstlich, aber wir haben eine sehr gute Verbindung aufgebaut und er war ein starkes, fröhliches Kätzchen. Er wurde mit ca. 5 Monaten kastriert, nachdem er nur noch miaut hatte und aggressiv war, das wurde dann wieder besser, er war wieder ganz lieb nach ein paar Wochen.

Dann aber (da war er so ca. 4-5 Monate) hat er seinen Charakter aufeinmal völlig geändert und war sehr ängstlich und so untergeordnet, dass er sogar Angst vor Spielzeug hat und sich immer lieber zurück- oder raushält. Vor allem, wenn mein Freund oder der andere Kater da sind, mit dem er sich eigentlich ganz gut versteht, von dem er aber schon leicht unterdrückt wird- wenn er gestreichelt wird und der andere das sieht, springt er ihn an oder wird ganz mies drauf, aber tut ihm sonst nichts. Wenn wir alleine sind, kommt er oft wonnevoll an und genießt es, sich ewig streicheln zu lassen, sobald einer von den anderen dazukommt, haut er ab. Ich krieg ihn da auch nicht mit viel Geduld und Liebe raus, versuchs jetzt seit über drei Monaten. Er kommt auch gar nicht mehr zu uns ins Wohnzimmer oder zu mir ins Zimmer, sondern haut irgendwo hin ab, wo er seine Ruhe hat. Im Garten ist er entspannter, aber auch immer auf der Flucht, wenn man ihm zu nahe kommt.

Zu einer typischen Situation:
Er läuft rum, tendenziell wie immer auf der Flucht, ich nehme ihn mir hoch, alles ok, denke, es wäre vielleicht nicht schlecht, wenn er bei mir im ersten Stock ist, immer noch alles ok. Dann sind wir in meinem Zimmer, lässt sich streicheln und alles und nach ein paar Minuten plötzlich PANIK, riesen Pupillen, Ohren angelegt, Schwanz eingeklemmt und macht sich zu ner Kugel, miaut laut rum. Ich hab ihn dann einfach mal 10 min in Ruhe gelassen, dann langsam angenähert und gestreichelt. Er schnurrt, grad schön isses, ich geh raus, er rennt hinterher, will weiter gestreichelt werden. Wir sehen uns 10 min später wieder- PANIK, Angsthaltung und Flucht.

Es kann auch sein, dass ein paar Tage alles ok ist, er von selbst ankommt und total vertrauensvoll ist und dann wieder ein paar Paniktage folgen, er gelegentlich auch nicht nach Hause kommt oder nur zum Fressen rein und wieder weg.

Vom Charakter her ist er (konstant) eine ganz süße, sanftmütige Katze, die sich eher die Pfoten vor Augen hält und "in sich selbst versteckt", als jemand eine zu hauen. Er ist schon ängstlich, aber wenns um sein Revier geht oder seine Rechte (Fressen/Raus/Streicheln/Ruhe lassen) auch ein totaler Macho, dann is nix mehr mit Angst.

Ihm gehts hier echt super, großes Haus, gutes Fressen, Liebe, Katzenfreund (schmusen schon und spielen), Freigang. Trotzdem hab ich zunehmend mehr das Gefühl, dass er total unglücklich ist, hier nicht sein will und vielleicht in Einzelhaltung besser aufgehoben wäre. Kann das sein?

Ich denke, es ist wichtig, jetzt eine Entscheidung im Sinne der Katze zu treffen, er ist jetzt noch in der Entwicklungsphase und es soll sich nichts weiter negativ manifestieren, was ihn dann zu einem unglücklichen, verkorksten Tier werden lässt- und genau so entwickelt es sich trotz aller Mühe zunehmend, trotz Bachblütentherapie und sehr liebe- und geduldvoller Zuwendung. Der Tierarzt ist eher ein trockener Typ und meint, dass Katzen genauso Psychosen usw. haben können wie Menschen auch, er, wenn es nicht besser wird, Regupsychon und in der Folge bei Nichtansprechen Härteres verschreiben würde. Aber ich glaube nicht, dass es nur am Organismus der Katze liegt, sondern er hier mit der Situation ein gewaltiges Problem hat.

Was sagt ihr?

Vielen Dank für eure Hilfe

Julia
 
  • Wie sollen wir mit der Katze umgehen Beitrag #2
Ja schade, dass sich keiner meldet, vielleicht war der Text zu lang oder ihr schreibt "Neuen" nicht... :-(
 
  • Wie sollen wir mit der Katze umgehen Beitrag #3
Oder es ist einfach überlesen worden ;-)

Ich kann nur von meinen reden: meine Kleine ist auch eine Panikkatze gewesen. Mit ihren inzwischen 2,5 Jahren hat sie sich zur schreckhaften und allem aus dem Weg gehenden Katze gewandelt. Mit ihrem Bruder versteht sie sich schlechter denn je, knurrt wenn sie ihn nur sieht. Und er ist totunglücklich, weil er mit niemandem spielen darf.
Wenn ich die Möglichkeit hätte würde ich wohl einen von beiden auf einen anderen Platz vermitteln (sie als Einzelkatze, ihn zu einem passenden Kater).

So wie Du das beschreibst fürchte ich fast, dass sich das nicht wirklich lösen lässt. Es könnte durchaus noch besser werden. Oder auch schlechter. Das weiß man halt vorher nicht. Aber wenn er soo heftig reagiert seh ich nicht viel Chancen dass er in der Konstellation wirklich glücklich wird.

Grundsätzlich könntest du mal das Zylkene ausprobieren. Aber Wunder wird es auch keine bringen. Meiner Kleinen hat es aber immerhin soweit geholfen dass sie knurrt statt sofort zu flüchten.
 
  • Wie sollen wir mit der Katze umgehen Beitrag #4
Hallo Juliaa,
ich hab dein Post auch übersehen, tut mir leid.
Bei mir läuft es ganz ähnlich, ich habe zwei Schwestern und es klappt auch nicht richtig bei den beiden. Jetzt war sogar eine Katzenpsychologin mal da und die hat mich ermutigt, nicht gleich aufzugeben. Vor allem soll ich mein Verhalten auch überprüfen: Reagiere ich "unnormal", wenn beide Katzen im Zimmer sind? Das würde sich übertragen, auch soll ich keine "trösten" wenn es Gefauche und so weiter gibt.
Ich hab jetzt noch Feliway-Stecker eingesetzt.
 
  • Wie sollen wir mit der Katze umgehen Beitrag #5
Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für eure Antworten. Tut mir leid zu lesen, dass es euch genauso oder ähnlich geht. Ich gehe morgen oder übermorgen mal mit ihm zum Tierarzt und dann soll der mal schaun, was er meint, wahrscheinlich wird er ihm Regupsychon verschreiben, nachdem Bachblüten nur im Ausnahmefall, wenn man sie ihm (wie er es hasst) direkt ins Maul getropft hat, den Erfolg hatten, dass er wie von einer fremden Macht gegen seinen Willen gezwungen angeschnurrt kommen muss ;-)

Ich hab auch schon überlegt, ihn vielleicht zu einer Freundin zu geben, wo er der alleinige Star wäre und auch ein Haus und Garten hätte. Bei ihr ist es ruhiger und sie ist seeeeeeehr gelassen und tierlieb. Aber ich kann mich, auch wenn ich ihn ehrlichgesagt in Gedanken schon mindestens fünfmal ausgesetzt habe (Witz! würde ich nicht übers Herz bringen, aber es frustet schon manchmal so) nicht einfach von ihm trennen. Denn er ist irgendwie wie ein verlorenes Kind und wenn er nicht gerade garstig sein muss, die mit Abstand süßeste Katze der Welt, er sieht aus wie eine Mischung aus Angorakaninchen und Katze und auch wenn er gestört ist, gehört er ja doch zu uns.

Ich hatte ja die Hoffnung, dass der Winter uns alle wieder näher zusammenbringt, weil sie es letztes Jahr schon sehr genossen haben, am warmen Kamin mit uns gemeinsam im selben Raum zu sein...

Habt ihr schonmal was von depressiven Katzen gehört?

Lg Julia
 
  • Wie sollen wir mit der Katze umgehen Beitrag #6
Habt ihr schonmal was von depressiven Katzen gehört?
Lg Julia

Ja, das gibt es in der Tat. Dann ziehen sich Katzen sehr stark zurück, schlafen viel usw., weil sie mit ihrem Leben unglücklich sind.
Aber das mit dem Tierarzt finde ich erstmal gut und dass Du schon eine Möglichkeit hättest, wo er hin könnte, ist doch auch beruhigend.
 
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