Huhu und hallöchen,
ich weiß, es ist sehr spät aber meine Kopfschmerzen lassen mich gerade nicht schlafen.
Ich möchte meine Maus und mich hier gerne mal vorstellen, da wir beide ganz neu hier sind.
Ich selbst wurde ganz viiiiel früher als Katzenmama beschimpft, das ist aber auch schon Jahre her. Mittlerweile bin ich schon lange berufstätig und ich habe gemerkt, dass der Stress an der Arbeit mich sehr stark verändert. Trotz kleinem Aquarium und meinem Rentner Paul, einem 10 Jahre alten Nini, lebt man mehr und mehr für den Beruf. Man wird oberflächlicher, starrer, die Sensibilität lässt nach, man wird zum Teil schon verbissen. Irgendwann habe ich mich gefragt, was bloß mit mir geworden ist. Ich bin als Kind mit vielen Tieren aufgewachsen, aus beruflichen Gründen musste ich mich einschränken und spätestens mit dem Umzug nach Münster konnte ich weder Katze noch Hund halten.
Vor kurzem kam für mich die Erkenntnis, dass es so, wie es gerade läuft, einfach nicht mehr weiter gehen kann. Ich stamme vom Land, liebe Tiere über alles, schätze ihre therapeutische Art und hatte seit meinem Umzug Angst, mir ein Kätzchen zu zulegen. Ich wusste nicht, ob ich ihr gerecht werden würde aber nach langen Überlegungen und reichlicher Suche bin ich auf Shirin gestoßen. Ich habe die Leiterin des Tierheims bestimmt 10 Mal gefragt, ob die Dame wirklich alleine ohne andere Katzen sein will und ob sie mit meiner täglichen Abwesenheit an der Arbeit klar kommt. Die arme Frau musste eine Stunde lang meiner Fragen am Telefon Antwort stehen und sie war so hilfsbereit und lieb, danke nochmalls dafür an das Tierheim Gütersloh

Meine Maunz kam aus einer Haltung eines alten Herren, der sie fast ausschl. in den Flur gesperrt hat und sie daraufhin unsauber wurde. Dem Tierheim wurde erzählt, dass der alte Herr ins Koma gefallen sei und sie Katze nur 1x wöchentlich gefüttert würde, damit das Tierheim sie aufnehmen. Dort herrschte im Juni/Juli/August Aufnahmestopp wegen der vielen Notfälle.
Nach 2 Monaten Tierheim und 4,5 Jahren ungewisser Zeit beim Vorbesitzer zog Shirin dann bei mir ein. Ich muss schon sagen, dass von Anfang an eine sehr enge Bindung zwischen uns da war, Shirin kein Heimweh hatte, sehr anhänglich reagierte und sich super angepasst hat. Nach 2 Wochen ließ ich sie in den Garten. Was alles so schüchtern anfing, entpuppte sich Tag zu Tag mehr als Lottogewinn. Shirin taute mehr und mehr auf, ich ließ ihr Ihre Freiheiten und akzeptierte, wenn sie alleine sein wollte. ...... Mittlerweile hat sich raus gestellt, dass Madam weder Spielzeug kannte, noch Besucher oder Staubsauger. Sie wusste nix mit Fellmäusen anzufangen, lief bei der Türklingel weg und war überhaupt total unsicher.
Jetzt, nach schon drei Wochen, tobt Shirin mit ihren 4,5 Jahren,als hätte sie nix anderes gesehen. Nachbarn umgarnt sie, Staubsauger sind okay aber nicht böse und Leckerlis schmecken genial

Mittlerweile ist auch der Kratzbaum von 190cm eingetroffen. Tierheim sagte, da geht die nie dran: Liebe Leute, meine Katze wurde zur Wildkatze,als ich das Teil heute aufgebaut habe!!!
Nachts schläft sie auf meinem Bett/Matratze bei den Füßen- Sie sucht ständig meinen Kontakt, ist total liebesbedürftig und ist hier aufgegangen, wie ein frisch geformter Klos!!!! Gartenstuhl auf Terrasse ist ein Lieblingsplatz, sie sitzt super gerne im Garten und jagd Motten, hier drin aalt sie sich auf Teppich, Bett, Schränke und Kratzbaum und überhaupt, hat die Dame einiges an Selbstbewustsein zugelegt.
Ich kann jedem nur empfehlenen: Sucht Ihr eine Katze, geht doch mal ins Tierheim. Da gibt es tatsächlich so wunderbare Tiere, Ihr glaubt es nicht. Shirin hat in den 2 Monaten Tierheim kein Bedürfnis nach anderen Katzen gehabt aber ich überlege trotzdem, eine Zweitkatze anzuschaffen. Was meint Ihr?
Liebe Grüße, Euer Neuzugang Silke mit Shirin
