Zu den Kleinen einer wilden Mama kann ich nur sagen: hier gilt genau das Gleiche wie bei Babies einer zahmen Mama: man sollte sie auf keinen Fall zu früh trennen.
Klar, dass man bei den Babies der wilden Mama deutlich mehr Sozialisierungsarbeit hat, man muss diese Babies wirklich ganz besonders aktiv an Menschen, und zwar vor allem an verschiedene Menschen gewöhnen.
Ich hatte ja eine wilde Mama mit einem Wurf hier bei mir zuhause. Die Babies wollten schon mit so ca. 2 Wochen zu mir und gucken, was das für ein seltsamen Wesen ist, die neugierigen kleinen Kerlchen ... die hatten überhaupt keine Angst vor mir, allerdings hat die Mama gebrüllt und geschimpft, wenn die Kleinen zu mir kamen ... Die Bande war bei mir im Bad untergebracht, da konnte man perfekt Kontakt aufnehmen ;-)
Ich hab die Babies so oft in die Hand und auf den Arm genommen, wie nur ging. Sobald ich ins Bad kam, hingen die schon an mir dran wie die Kletten - und die Mama war richtig "böse" (also, sie hatte Angst um die Kleinen ...). Aber recht bald merkte sie, dass ich den Kleinen gar nichts tat, und hat sich beruhigt. Nur einmal gabs Saures, als mir ein Winzling zwischen die Füße rannte und ich (nur mit Socken!) ihm ein bisschen auf den Schwanz getreten bin

der hat gequiekt, und die Mama ist schier ausgerastet vor Wut, da sie glaubte, ich würde ihr Baby misshandeln ... zum Glück konnte ich schnell klären, dass es ein Versehen war, und dann war alles wieder ok.
Die Kleinen haben - obwohl sie längst schon Futter nahmen - bis zum 3. Monat bei der Mama genuckelt (jeden Abend war Nuckelstunde). Der eine kleine, Ismael, hat bis zu seinem 4. Monat genuckelt! Natürlich war das ein psychologisches Bedürfnis, kein ernährungsmäßiges :wink:
Sie brauchen also ihre Mama wirklich, auch die Wilden!
Alle Babies sind super zahm und lieb, und sind vermittelt. Da ist niemand wild geblieben :wink:
Die Mama ist bei mir, die ist sehr, sehr ängstlich, aber ich darf immerhin schon etwas näher rankommen ;-)