Hallo!
Wir haben seit einem Monat eine alte Katze. Sie ist ziemlich dick und hat bei der Vorbesitzerin immer soviel Trockenfutter bekommen wie sie wollte. Sie hat jetzt etwas über 6 Kilogramm. Glücklicherweise hat die Katze immer genug getrunken, manchmal zu viel, denn uns wurde die Information gegeben, wenn sie zuviel trinkt, käme es wieder raus. Würde man dagegen drauf achten, dass sie nicht zuviel trinkt, würde sie sich nicht erbrechen.
Die erste Woche haben wir an einem Tag 50 g Trockenfutter gegeben, um sie langsam daran zu gewöhnen, dass sie jetzt nicht mehr soviel fressen kann wie sie möchte. Zudem wollten wir ihr den Streß mit dem Umzug nicht noch mit neuem Futter erschweren. Sie hat aber zu keinerzeit gemeckert oder getrauert, im Gegenteil sie war sofort anschmiegsam, neugierig und putzmunter.
Vor 3 Wochen haben wir angefangen Nassfutter zu füttern, weil ich Trockenfutter nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann (zuviel Getreide, zu wenig Fleisch, zu trocken etc.)
Das hat ausgesprochen gut geklappt. Nach nur wenigen Tagen war sie komplett umgestellt, sprich wir konnten ihr das Trockenfutter komplett entziehen und die Nassfutterdosis auf 200 g pro Tag erhöhen. Mehr als 200 g am Tag möchte ich ihr aufgrund ihres Gewichts auch nicht geben. Ich gebe ihr diese Dosis verteilt auf 2-3, manchmal sogar 4 Portionen, wobei der Napf tagsüber weniger gefüllt ist, als nachts. (man will ja nicht nachts nochmal aufstehen müssen..)
Wir sind also sehr glücklich was die Futterumstellung angeht. Seit wenigen Tagen bekommt sie auch 5-10 "Zahnies" am Tag, weil sie Mundgeruch und furchtbar gelbe Zähne hatte, außerdem steht sie total auf die Dinger. Die werden als Belohnung, sprich Leckerlis gereicht.
Neben dem Nassfutter, steht auch der Napf mit Leitungswasser und neuerdings Katzengras zur Verfügung. Obwohl sie jetzt schon länger Nassfutter bekommt, trinkt sie viel Wasser. Ich habe aber ehrlich gesagt nicht das Gefühl, dass sie ZU viel trinkt, genau richtig eben. Es ist ein normaler Napf, und ich fülle ihn, nach zwei Tagen hat sie fast alles ausgetrunken und dann wechsle ich das Wasser normalerweise aus. Muss dazu sagen, dass wir kein kalkhaltiges Wasser haben oder so, das Wasser ist gut, daher find ich es unbedenklich, wenn es mal 2 Tage steht. (sonst würde ich wahrscheinlich Mineralwasser geben oder so). Seit gestern habe ich etwas Natriumhydrogencarbonat (Bullrich Salz) ins Wasser gegeben, das soll ihren Magen entsäuern und jetzt komm ich zu unserem Problem:
sie erbricht regelmäßig (alle paar Tage, ungefähr nach 4-5 Tagen) Flüssigkeit. Also einmal in der Woche. Es sind dann immer 3 kleinere Pfützen, mal leicht bräunlich (wegen des Futters nehm ich an), mal klar und schaumig. Ich habe anfangs vermutet, dass sie Katzenhaare rauswürgen möchte und es nicht schafft, aber nachdem, dass nun schon ne Weile geht und ich NIE Katzenhaare in der Flüssigkeit gesehen habe, bekomm ich Sorgen.
Meine erste Maßnahme war es ihr Katzengras zu reichen. Mittlerweile ist es auch schon richtig lang und viel geworden und steht einmal auf der Fensterbank und einmal neben ihrem Wassernapf. Wir versuchen es ihr auch schon mal so in den Mund zu stecken oder, dass sie dran riecht und bemerrkt, dass sie es fressen soll.. aber sie ist absolut nicht an dem Katzengras interessiert und scheint gar nicht zu verstehen, dass es extra für sie zum Fressen da ist, sie guckt dann weg und den Topf beachtet sie von alleine niemals. Wir versuchen es ihr aber natürlich weiter schmackhaft zu machen und geben nicht auf.
Natürlich will ich mit ihr zum Tierarzt, weil ich ja nicht viel über ihre Gesundheit weiß, und wenn die Vorbesitzerin sagt, sie ist gesund muss das ja nicht stimmen. Ich habe den Impfpass und da steht nix besonderes drin. Nun ist sie aber erst einen Monat hier, musste schon neues Futter ertragen, ne kleinere Wohnung, neuer Geruch etc. Auch wenn es scheinbar wenig Streß für sie war und sie sich scheinbar sehr wohl fühlt (sie schläft zwar viel – aber mit 12 Jahren ist das wohl normal – ansonsten spielt sie schon mal, kuschelt sich seeehr gerne an – jeden Abend kommt sie auf die Couch, sie kommt auch schon mal ins Bett, sie schnurrt viel, sie geht normal aufs Klo, kein Durchfall, keine Verstopfung nix. – also sie fühlt sich scheinbar sehr wohl, es geht ihr augenscheinlich sehr gut und drum will ich ihr erstmal den Gang zum Tierarzt ersparen. Auch weil ich irgendwie hoffe, dass dieses Erbrechen daher kommt, dass sie jetzt Nassfutter bekommt und dann nicht mehr ganz soviel trinken muss. Also ich denke bzw hoffe, dass es harmlos ist und sie einfach zu viel Flüssigkeit aufnimmt und sich das alles einpendeln muss. Ich wechsle alle 2 Tage die Futtersorte (also ich verfüttere LUX, aber davon alle Fleischsorten) und es liegt nicht an einer Fleischsorte. Sie kann ja tagelang das Futter fressen und das kotzt sie, egal ob sie an dem Tag vorher Huhn, Fisch, Kaninchen, Truthahn oder Ente gefuttert hat, egal ob sie grad Stückchen hatte oder es fein war. Es ist immer nach ein paar Tagen, es ist NIE an zwei darauffolgenden Tagen und es sind auch nur 3 kleinere Pfützen an einem Tag, was mich hoffen lässt, dass es nix mit der Niere oder ein Magengeschwür ist oder solche Sachen.
Ich gebe ihr wenn sie sich erbricht, dann ein kleines bisschen Butter oder auch mal Joghurt, damit es leichter für sie ist, sich zu erbrechen weil ich ja immer die Hoffnung habe, dass sie Haare erbrechen will.. und wie gesagt, das Katzengras frisst sie ja(noch?) nicht.
Ja, fürs erste sind das glaube ich genug Informationen... vielleicht hat ja jemand einen Rat... wann ich mit ihr zum Arzt gehe um sie komplett durchzuchecken weiß ich noch nicht, weil sie zu Weihnachten für die Weihnachtstage auch schon woanders hin muss (mit meinem Freund- ich bin dann sogar ein paar Tage weg – und zu mir hat sie den meisten Bezug.) Das könnte also schon wieder Streß für sie bedeuten und ich weiß nicht wie gut dass eine alte Katze verträgt

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