Also, erstmal finde ich es toll, dass du daran denkst, dir eine dritte Katze anzuschaffen, damit es den beiden besser geht. :-D
Du hast ja eigentlich schon sehr viel versucht, aber ich habe nichts von Feliway gelesen. Hast du das mal probiert?
Wir haben es vor 2 Wochen besorgt, weil unser Kater sehr unruhig und schreckhaft wurde und Tapeten gekratzt hat. Das Feliway sondert das Gesichtspheromon aus, womit Katzen über das Markieren mit dem Kinn ihre Wohlfühlorte markieren.
Linus ist jetzt wesentlich ausgeglichener und kratzt nicht mehr.
Ich denke bei uns kam es von Rangordnungsproblemen. Wir haben im Juli ein 14-Wochen altes Geschwisterpärchen zu unserem damals 6 monatigen verwitwetem Kater genommen. Anfangs war Merlin der größte und die Sache war geklärt. Jetzt ist Linus ungefähr gleich groß und schwer und es sind wohl wieder ein paar Fragen offen.
Kann es bei euch auch sowas sein? Du hast geschrieben, dass eine der beiden zuerst sehr aktiv war und nun ruhiger wird. Könnte es sein, dass sie erst den Ton angegeben hat und die Sache jetzt etwas aus dem Gleichgewicht gerät, wo sie ruhiger wird?
Du hast ja schon sehr viel probiert, daher denke ich, das solche Überlegungen bestimmt schon eingeflossen sind, aber ich wollte noch mal nachfragen.
Ansonsten kann ich noch sagen, dass meine Katzengruppe sehr viel ruhiger ist, seit sie aus drei Katzen besteht.
Ich hatte erst nur 2. Dann ist Luna schwer krank geworden und letztendlich an ihrer Krankheit gestorben. Dann haben wir einen kleinen Kater dazu geholt (weil man ja immer liest 2 Kater sind besser als Katze und Kater). Die Jungs haben sich auch gut verstanden, aber es war etwas unentspannt. Nach einer Woche haben wir dann die kleine Schwester von dem Neuling dazu geholt und seitdem ist Frieden. Die kleine hat hier den Ausgleich gebracht und versteht sich super mit den Katern.
Hier mein Lieblingsartikel zu dem Thema:
http://www.caet.ch/_downloads/einzelkatze.pdf
Es geht zwar eigentlich um Einzelkatzenhaltung, aber die Autorin sagt am Ende auch ein paar Worte über Mehrkatzenhaltung:
'Ich möchte zum Schluss doch noch ein Wort zur Zweikatzenhaltung verlieren: Die Ten- denz, zwei Katzen zu halten, ist sehr ver- breitet. Eben aus jenem Grund, weil viele Menschen inzwischen aufgeklärter sind und realisiert haben, dass die Einzelkatze eine „arme Socke“ ist. Mir ist jedoch die Zweikat- zenhaltung ohne Freilauf auch nicht ganz geheuer. Ich möchte Ihnen auch sagen, wes- halb: Nach meiner Erfahrung wählen zu- künftige Besitzer/innen die Katzen gerne nach ihrem Aussehen, ungeachtet dessen, ob sie auch charakterlich gut zueinander passen. Es macht aber einen gewaltigen Unterschied, ob Tiere einander innig zugetan sind oder sich einfach nur tolerieren. Die Haustierhaltung zwingt also nicht selten Kat- zen ein Zusammenleben auf, das sie freiwillig niemals in dieser Form wählen würden. Ein zweiter Aspekt: Tiere machen gleich dem Menschen eine persönliche Entwicklung durch. Hat man nur zwei Katzen, so zeigen sie vielleicht im Laufe ihres Lebens sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Das, was an- fangs sehr gut zusammenpasste, will auf ein- mal nicht mehr funktionieren. Hat man mehr als zwei Katzen, wird der Verlust eines Art- genossen von den Tieren besser verkraftet, da sie nicht plötzlich alleine zurückbleiben. Man gerät dann auch als Besitzer/in nicht sofort in Zugzwang, ein neues Tier anzu- schaffen. Aus diesen Gründen neige ich mehr denn je zur Dreikatzenhaltung, wo im- mer es von den Platzverhältnissen und natür- lich auch von der finanziellen Lage her geht.'