Hi Littlefoot,
miteinander kuscheln, spielen und sich putzen? Gibt es hier auch nicht…
Meine beiden Zwucks sind nicht auf einander, sondern (irgendwie muss ich sagen leider) stark auf mich bezogen. Lucky kann es momentan überhaupt nicht dulden, wenn ich mich mit Daisy beschäftige. Die kriegt sofort eins drauf oder wird gejagt. Der Junge verhindert es auch, dass sie ins Schlafzimmer kommen „darf“. Vermenschlicht gesprochen würde man vielleicht von Eifersucht reden. Ich glaube aber, dass Lucky mich als „sein“ Revier betrachtet, er köpfelt auch wie verrückt und markiert (mich) sozusagen dadurch (und knabbert auch an meinen Haaren).
Ich hingegen versuche ganz stoisch, meine Aufmerksamkeit gerecht zu verteilen und dabei – auch im Tonfall – Daisy nicht zu bemitleiden. In den letzten Tagen wurde es mir manchmal zu bunt, und ich habe Lucky sozusagen „stimmlich (NEIN!)“ in seine Schranken gewiesen, zumindest habe ich es versucht…
Ich frage mich mehr und mehr, ob die Berichte im Forum über schon erwachsene Katzis, die sich „lieben“, repräsentativ für die „Welt“ der Zweier-Konstellationen in Wohnungshaltung sind. Also ist das eher die Ausnahme oder die Regel in der über das Forum hinausgehenden Realität?
Noch mehr frage ich mich, ob es eigentlich für meine Katzis gut ist, dass ich alleine lebe und sie unstrittig in meinem Fokus sind. Wären da noch mehr Personen (und nicht nur ich mit meinem ständigen Hutzliputzli hier, Hutzliputzli da), würde sich die Aufmerksamkeit mehr verteilen, und die Katzis wären auch mal „ganz normal“ außen vor, wenn Mensch mit Mensch interagiert. Vielleicht wäre das entspannter (für die Katzen)?
Gut, auf beide Fragen weiß ich natürlich keine Antwort, aber gerade die letzte Frage treibt mich um. Ich bin meistens abends nach der Arbeit daheim, und dann dreht sich alles „um die Katz“. Meine Wohnung hat ca. 80 qm, aber wenige separate Räume. Wir hocken also weitgehend zusammen in dem offenen Trakt von Küche, Arbeitszimmer, Esszimmer und Wohnzimmer. Das Fehlen getrennter Rückzugsbereiche (getrennt – aber mit geöffneten Türen – sind nur Bade- und Schlafzimmer) könnte zu zusätzlichem Stress führen.
Auch trägt die dunkle Jahreszeit vielleicht zu Problemen bei. Im Sommer war die Terrassenknasttür immer auf, wenn ich zuhause war; nun wesentlich seltener (aber schon mindestens 2X pro Tag). Das schränkt natürlich das Revier ein.
Während ich gerade schreibe, ist es ganz ruhig, „man“ hat auch nebeneinander gefressen. Vielleicht sind das auch insgesamt schlicht Tagesschwankungen, deren negativer Ausschlag nicht überbewertet werden sollte?
Herzlich und nachdenklich grüßen
die zwei Zwucks und ich