Guten Tag zusammen,
Seit einem Monat haben mein Freund und ich Billie bei uns, eine 2 jährige Hauskatzendame. Sie kommt aus dem Tierheim und war wegen schlechter Haltung beschlagnahmt worden. Sie war zwar recht scheu, aber schon nach einer Woche hat sie sich streicheln lassen. Nur sie konnte nicht Miauen, sah dabei sehr angestrengt aus und dann kam maximal ein gequetschter Pieps. Weil ich angst hatte, es könnte an einer Erkältung liegen, bin ich mit ihr zum Tierarzt (seit sie in der Transporttasche sass konnte sie miauen wie ein Weltmeister). Der sagte, das sei nur Schüchternheit und sie sei überhaupt nicht verschleimt, hätte aber tränende Augen. Er gab mir Augentropfen und zeigte wie man sie reintun müsse, wir sollte es am besten zu zweit machen, ach und wenn wir sie bislang nicht hochgenommen hätten, dann sei jetzt ja der richtige Zeitpunkt dies zu üben. Eine Woche lang, zwei, besser dreimal am Tag, sollten wir die geben. Den Tierarzt besuch hat Billie mir nicht allzu übel genommen, war vielleicht war sie auch noch etwas verwirrt als sie zu hause aus der Tasche krabbelte, hat sich aber gleich streicheln lassen.
Mit den Tropfen haben wir es genau einmal geschafft. Sie faucht, kratzt und beisst nicht, hat aber totale Panik und ist weg. Hab dann beim Tierarzt angerufen, wie dringend die Tropfen sind, weil ich es übermässige Quälerei finde, zumal uns das Tier fast nicht anders kennt. Wie soll man so eine Bindung aufbauen? Abgesehen davon sind wir keine ,professionellen Tiergreifer'. Es hiess von der Artzhelferin, wir sollte das Tier beobachten und wenn es nicht besser wird, sie für drei Tage zum Tierarzt bringen. Hab sie dann halt beobachtet und fand es nicht schlimmer, meist hatte sie saubere Augen.
Seit 5 Tagen kann sie raus und geniesst es. Habe aber seit zwei Tagen bemerkt, das Billie morgens wieder schwarze Rinnsaale in den Augenwinkeln hat. Was würdet ihr machen? Das Experiment mit den Augentropfen möchte ich nicht wiederholen. Wie soll man das bei einer so misstrauischen Katze ohne Quälerei hinkriegen? Von meinem Freund lässt sie sich zwar einmal am Tag ausgiebig streicheln, ich darf sie seit zwei Wochen kaum berühren (hab ihr Vitaminflocken über's Futter gestreut, da war's wieder vorbei mit uns)... Drei Tage zum Tierarzt ist auch nicht toll. Hat jemand Erfahrung mit Alternativmedizin?
Entschuldigt den ewig langen Text, aber ist ja quasi auch eine Vorstellungsrund
Gruss von Billie und Anja