Ich habe ein rießiges Problem mit meinem Kater Lucky (4Jahre, BKH, Wohnungskatze).
Ich habe noch 2 weitere Stubentiger (ein Kater und eine Katze, EKH), die sind kerngesund.
Zu Vorgeschichte:
Er hatte als ich ihn zu mir bekommen hatte, ziemlich lange Clamydien (konnte kaum aus den Augen kucken, wahrscheinlich von der Züchterin bekommen) die ca. 1 Jahr lang mit Antibiotika behandelt wurden, bis die Beschwerden verschwunden sind.
Er hatte schon seit ich ihn bei mir habe immer Probleme mit Magen-Darm-Erkrankungen, wurde auch immer behandelt, hauptsächlich mit div. Antibiotikums (hab hier leider nicht mehr alle Namen im Kopf), Metamizol und Cereni.
Er hat jetzt ca. seit 1 Jahr Dauerdurchfall (breiiger Kot, teilweise mit Schleim oder Blut, muss mehrmals am Tag absetzten, manchmal wässrig und explosionsartig rausschießend) mit Erbrechen und ich bin mittlerweile am Verzweifeln, weil nichts was ich bisher probiert habe dauerhaft geholfen hat (mit Ausnahme von Antiboitikagabe).
Jedoch hat es sich immer weiter verschlimmert. Anfang dieses Jahres wog er nur noch 3kg und ich bin mit ihm in die Tierklinik gefahren, da mein Tierarzt meinte, man sollte es genau abklären lassen, nicht das es etwas Schlimmeres ist. Die haben ihn komplett durchgecheckt:
- Bluttest
Ergebnis: Alpha-Amylasen erhöht (1126 nkat/l), Mittlere Hämoglobinkonzentration der Einzellerythozyten zu wenig (18,9 mmol/l, Mittlere Hämoglobinkonzentration der Erythrozyten zu gering (15,3%) und Leukozyten extrem erhöht (14,5 G/l)
- Urintest;
- Kottest;
Ergebnis: Keine Schilddrüsenunterfunktion, nichts mit der Leber, Niere, keine Würmer, Parasiten.
- Ultraschall;
Ergebnis: Die Darmschlingen waren verdickt und die Lymphknoten an der Bauspeicheldrüse waren extrem groß, weswegen schon dieser Hodgkin-Krebs in Verdacht kam.
- FIV-Test: negativ;
- FELV-Test: negativ;
- FIP-Test: negativ;
Diagnose: Nicht genau feststellbar!
Also bekam er von denen ein Antibiotika (Clavaseptin), das ich ihn über 5 Wochen geben musste, zwischenzeitlich wurde der Fortschritt der Behandlung mit weiteren Ultraschalluntersuchungen kontrolliert.
Mit der Enddiagnose, dass es kein Krebs ist (Gott sei Dank) und er wahrscheinlich an IDB leidet was sie aber nur bei einer Biopsie feststellen könnten. Damals und heute wäre eine Narkose für ihn denke ich sehr bedenklich und ich habe auch mit mehreren Tierarzt´s gesprochen, die der Meinung sind, das dies zu keinem Ergebnis führen würde, da in 99% der Fälle die Diagnose IDB herauskommen würde (die wie mir ein Tierarzt sagte, nur aussagt das sie nicht wissen, was mit ihm los ist). :evil:
Dafür hab richtig Geld gelassen, aber was tut man nicht alles für den Tiger.
Nach dieser Behandlung in der Klinik ging es ihm ca. 3-4 Wochen wieder gut und er nahm stetig wieder zu.
Nach diesen Wochen das gleiche Spiel wieder: Durchfall und Erbrechen, teilweise mit Blut.
Dann haben wir in der Zeit in der er jetzt schon krank ist einiges ausprobiert:
- einige Tierarzt-Wechsel hinter uns gebracht.
- Heilerde, Moorliquid, Pancres-Enzyme (Ohne erkennbaren Erfolg);
- Mittel zum Darmflora aufbauen: Bene-Bac, Entero-Chronic und noch einige mehr (mit mal besseren und mal schlechteren Erfolgen);
- Colostrum (er ist mir zwar Aktiver vorgekommen, aber das war auch schon alles);
- Kortison (was gar nix brachte);
- gekochtes Huhn mit Reis oder Kartoffelbrei mit Hüttenkäse (was er gar nicht frisst);
- Diätfutter vom Tierarzt (RoyalCanin, Vet-Concept) (was er aber auch nur 2-3 Tage nimmt und danach Futter verweigert);
- Ausschlussdiät d.h. ohne Getreide, Zusatzstoffe, Hefe, ohne Rind und so (hab ich versucht, jedoch nur mit dem Erfolgt das er gar nichts mehr essen wollte);
- Das Trinkwasser habe ich durch Mineralwasser ersetzt, da es ja auch sein könnte, das er hier gegen was allergisch ist (Ohne Erfolg);
- Fast all meine Pflanzen entsorgt, weil er ja evtl. daran knabbern könnte, wenn ich es nicht mitbekomme (Ohne Erfolg);
- Dann hab ich eine Kinesiologin für Tiere mehrmals kommen lassen, die hat ihm Schüsslersalze, Bachblütenmischungen verschrieben. (Hat auch etwas gebracht zumindest wurde es besser, jedoch nach 3 Wochen war wieder alles da, trotz das ich ihm die Sachen weiter verabreicht habe);
- Danach ab zur Homöopathin mit der dann Leptandra, Podophyllum, Colocynthis, Arsenicum album, Nux vomica (Ohne Erfolg).
---So, hoffe ich hab jetzt nichts vergessen J---
Im November hatte er dann nur noch 2,5 kg und war mehr Tod als lebendig. ;(
Als letzte Hoffnung der Tierarzt hat sie ihm dann Tylosin verschrieben, da bekommt er jetzt 3 mal täglich 0,2 ml von dieser Injektionslösung ins Maul verabreicht (Spritzen kann ich ihn nicht, das bringe ich nicht übers Herz), das hilft im Moment ganz gut und er hat auch wieder etwas zugenommen, obwohl er sich zunehmend gegen das verabreichen sträubt (ich kanns ihm ja nicht verübeln, das Zeug schmeckt echt grausig. Die Injektionslösung ist eben nicht dafür gemacht Oral verabreicht zu werden). Und zusätzlich noch das Entero-Chronic zum Schutz des Darmes und täglich den Inhalt von ½ Weihrauchkapsel (soll unter anderem auch bei Morbus-Crohn-Patienten helfen, da bin ich im Moment aber noch beim Probieren).
Laut Tierarzt soll ich das Tylosin versuchen langsam heruntersetzten (nur noch 2-mal am Tag usw.), aber jedes Mal wenn ich mit der Dosierung runter gehe, geht es ihm nach ein paar Tagen wieder schlechter und da er ja eh nicht so viel wiegt (im Moment hat er wieder ca. 3-3,5kg) kann ich auch nicht viel ausprobieren.
Er bekommt von mir 5-6 mal am Tag kleine Mengen Nassfutter im Moment frisst er nur das Gourmetfutter mit viel Soße, alle anderen Futterarten die ich ihm anbiete, verweigert er total, oder frisst nur das nötigste.
Trockenfutter mag er gar nicht mehr (ist ja eh nicht so gut bei Durchfall hab ich gelesen).
Und er nimmt eben nicht wirklich zu! Das macht mir schon wieder große Sorgen!
Habt ihr einen Rat, was ich noch probieren könnte? Ich kann ihn nach nicht sein Leben lang das Tylosin geben.
Vieln Dank schonmal