Hallo zusammen.
Ich bin neu in diesem Forum.
Bin auf der Suche nach Hilfe über dieses Forum gestolpert und habe hier viel lesen können was mir Hoffnung gab. Vielleicht kann auch die Geschichte meines Katers jemandem weiter helfen.
Chewbacca ist ein XXL Maine Coon und inzwischen 11 Jahre alt.
Unsere Krankengeschichte begann im März 2012.
Chewbacca war schon immer ein wenig kränklich und hatte öfters Schnupfen. Laut
Tierarzt eine Immunschwäche. Dann bekam er Antibiotika und etwas zur Stärkung und es ging ihm wieder super. Dann hat er in unserem Garten den Mäusen das Leben zur Hölle gemacht.
Im März hörte Chewbacca auf einmal auf zu fressen und magerte deutlich von 11 kg auf fast 8 kg ab.
Da Chewbacca ein Freigänger ist und in der Nachbarschaft Gesang gegen Fressen tauschte haben wir es nicht ganz so schnell mitbekommen. Bei den Nachbarn gab es ja auch meistens was "besseres".
Der
Tierarzt stellte eine Auto-Immunerkrankung der Zähne fest. Chewbacca bekam eine Vollnarkose und es wurden ihm 3 Zähne gezogen und er wurde lange mit Antibiotika behandelt.
Er erholte sich sehr schnell, aber ab da lief ein wenig sein rechtes Auge und auch die rechte Nase. Was sich dann aber nach ca.nach 4 Wochen dank Antibiotika wieder gab.
Ca. 3 Monate später hatte Chewbacca plötzlich ein Othämatom ( ein Blutohr )..
Wir haben dieses Ohr mehrmals punktieren lassen was sich der Kater auch ohne grosse Gegenwehr gefallen lies. Da der
Tierarzt als Ursache eine Entzündung der Ohres vermutete haben wir etwas zum Spülen und eine Salbe fürs Ohr mitbekommen.
Da uns die Schönheit des Katers nicht so wichtig war, haben wir bewusst auf eine OP verzichtet. Uns war einfach immer nur wichtig das er keine Schmerzen hat. Wir wussten durch einen Hund den wir einmal hatten wie aufwendig diese Op und die Nachsorgen für diesen Weg der Behandlung sind ). Chewbacca hat sich sehr gut mit seinem "Hängeohr" arrangiert und es hat ihn nie belastet. Es war ihm eine zeitlang sehr unangenehm weil das Ohr ja schwerer war und herunterhing. Aber Schmerzen schien er nicht gehabt zu haben.
Nachdem das Othämatom soweit reizlos war fing wieder die Nase an zu laufen. Das war ungefähr in der Mitte November .. im Nachhinein kann ich den Zeitpunkt nicht mehr so genau fest machen.
Laut
Tierarzt war das Zahnfleisch unauffällig und er schloss weitere Veränderungen der Zähne aus.
Wir liessen sein Blut untersuchen und auch das Sekret der Nase.
Der
Tierarzt fand zwar erhöhte Leukozyten im Blut aber alles andere sah super aus.
Vom Nasensekret wurden Kulturen angelegt aber die ergaben nichts auffälliges.
Auch ein Allergietest gegen Schimmelpilze wurde gemacht, aber auch dieser war negativ.
Um sicher zu gehen sollten wir aber ein CT machen lassen, er würde einen Tumor in der Kieferhöhle vermuten. Danach könnten wir die Nase endoskopisch Untersuchen lassen und von einem evtl. vorhandenen Tumor könnten Proben entnommen werden.
Da ein CT aber sehr kostenintensiv ist haben wir uns nach alternativen Methoden umgehört.
Wir haben den Zustand für unseren Kater nicht als dramatisch eingeschätzt, weil er gut fraß und auch ansonsten sehr agil war. Es war eben nur die Nase die immer ein wenig lief.
Nachdem aber auf einmal Blut aus der Nase lief ( immer nur das rechte Nasenloch ) mussten wir doch reagieren.
Chewbacca wuchs auf einmal eine "Blase" aus der Nase. Da die Feiertage vor der Türe standen konnten wir unseren
Tierarzt nicht erreichen ( Urlaub ) und suchten einen anderen
Tierarzt auf. Dieser gab uns direkt für den nächsten Tag einen Termin für eine OP.
Chewbacca wurde am 27.12.2012 mit einer leichten
Sedierung operiert. Der
Tierarzt entnahm aus der Nase einen Tumor der sich leicht entfernen lies. Und er zog ihm den Eckzahn vorne rechts. Laut
Tierarzt war dieser sehr schwer vereitert und schon halb zerfressen.
Die Wunde wurde gespült.
Wir nahmen Chewbacca direkt nach der OP mit nach Hause. Leider kam Chewbacca nicht wirklich aus der Narkose hoch. Anfangs dachten wir das Torkeln wäre auf die Narkose zurück zu führen. Aber auch am nächsten Morgen wurde es nicht besser.
Wir sind dann mit Chewbacca sofort wieder zum
Tierarzt, dieser vermutete einen "Schlaganfall" und er bekam direkt Vitamin B gespritzt.
Chewbacca hat einfach weder gefressen noch getrunken. Also mussten wir schauen das er Flüssigkeit bekam und haben ihn ( auch wenn er das gar nicht wollte ) zwangsgefüttert und sind jeden Tag zu unserem Tierarzt damit er durch Infusionen Flüssigkeit bekam.
Wir haben uns mit unserem Tierarzt über das Vestibülar Sydrom unterhalten von dem wir hier im Forum erfahren hatten. Und er gab uns recht, auch er hatte dies direkt vermutet.
Die Tierärztin sah aber keinen Zusammenhang zwischen der OP und dem Syndrom. Ich fand den Zufall ein wenig seltsam zumal ich jetzt des öfteren gelesen habe das eine Zahn-OP der Auslöser war.
Heute ist der 7.te Tag nach der OP... und eben hat er sein erstes Wasser selbstständig getrunken. *jipieeeee
( Er hat noch ein wenig Schwierigkeiten den Kopf grade zu halten wenn er an den Napf will, also haben wir ihm den Napf von unserem
Golden Retriever gegeben der ist grösser )
Das gibt uns Hoffnung. Wir haben hier viel gelesen das es den Katzen mit dem Vestibulär Syndrom nach einiger Zeit besser ging.
Und es ist tatsächlich so. Nach drei Tagen hörte das Zittern der Augen auf. Er fing wieder an bewusst Gegenstände zu fixieren.
Er torkelt immer noch, aber er kippt nicht mehr bei jedem Schritt um wie in den ersten Tagen.
Seinen Kopf kann er teilweise wieder sehr grade halten. Manchmal legt er ihn aber ganz schief zu Seite. Aber sein Kopf zittert auch nicht mehr so.
Er schläft immer noch viel, aber er schafft den Weg zu der Katzentoilette von alleine.
Er ist sehr verschmust und braucht im Moment alle Liebe die er bekommen kann.
Jetzt muss er nur noch von alleine wieder fressen...
Aber wir haben wieder Hoffnung das uns unser sanfter Löwe noch erhalten bleibt und auch bald wieder auf seine 4 Pfoten kommt.
Ich glaube wenn ich hier im Forum nicht so viel gefunden hätte, dann hätten wir wahrscheinlich aufgegeben.