Hallo,
seit zwei Tagen wohnt unsere neue Katze bei uns. Sie ist schon 12 Jahre alt und hat bereits ein bewegtes Leben mit vielen Umzügen und zwei schlimmen Stürzen hinter sich. Sie verkriecht sich tagsüber gerne, aber ab und zu kommt sie auch gucken, frisst normal und benutzt ihr angestammtes Klo (Zubehör, Futter und Streu haben wir vom Vorbesitzer übernommen).
Streicheln ging bisher nur ganz vorsichtig - sie kommt schnurrend und maunzend an und gibt Köpfchen. Da sie aber fiese Beulen hat (Tierarztbesuch ist angemeldet und findet diese Woche statt), gehe ich davon aus, dass sie Schmerzen hat, oder es zumindest unangenehm findet und bin sehr vorsichtig mit dem Anfassen. Sie erschrickt sich vor neuen Geräuschen, nimmt aber meine beruhigenden Worte sehr gut an und entspannt sich sichtlich dabei (Körperhaltung). So weit finde ich ihr Verhalten in Anbetracht der Umstände gut und normal. Jedoch gibt es eine Besonderheit und dabei bitte ich um Rat:
scheinbar mag sie Hände und vor allem schnelle Handbewegungen nicht! Sie verspannt sich, kriegt große Augen und sieht kratzbürstig aus. Meine Mann hat sie schon gekratzt, da er ihre Körpersprache nicht schnell genug beachtet hat. Mich versuchte sie zu kratzen, als ich ihr den Kratzbaum zeigen wollte - sie mochte es absolut nicht, als ich mit den Fingernägeln daran gekratzt habe, schlug nach mir und knurrte lange.
Wie kann ich dieses Verhalten interpretieren?
Meint ihr, sie hat Angst vor der Hand, weil sie vielleicht Schmerzen damit verbindet? Sie wurde früher nicht geschlagen, aber es kann ja sein, dass es wegen dieser Beulen ist? Warum schlägt dann aber ihre Stimmung so plötzlich um (ich sehe es ihr zum Glück an, aber auf Dauer wäre es ja schöner, wenn wir eine Lösung finden)?
Vielen Dank fürs Lesen!
PS.: sie hat sowohl schon allein, als auch mit anderen Katzen und auch mit Hund gelebt, mit und ohne Freigang. Nach der Eingewöhnungsphase kriegt sie bei uns Freigang im großen Garten.