Kätzchen braucht Gesellschaft!

Diskutiere Kätzchen braucht Gesellschaft! im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo ihr Lieben, ich habe seit Anfang November 2012 eine 2 Jahre alte Katze, Stalki. Hat sich super schnell eingewöhnt und ist total auf mich...
  • Kätzchen braucht Gesellschaft! Beitrag #1
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Dine90

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Hallo ihr Lieben,
ich habe seit Anfang November 2012 eine 2 Jahre alte Katze, Stalki. Hat sich super schnell eingewöhnt und ist total auf mich fixiert (daher auch ihr Name ;-) ). Sie ist eine reine Wohnungskatze.
Mir zerbricht es ein bisschen das Herz, dass sie hier so alleine ist, und deshalb habe ich mir überlegt ein zweites Kätzchen aufzunehmen. Habe allerdings in dieser Hinsicht nicht viel Erfahrung, aber umso mehr Fragen, und suche nun euren Profi-Rat :)
1. Ich habe das Angebot eine 20 Wochen alte Katze aufzunehmen, da diese aufgrund von einer Allergie nicht mehr gehalten werden kann. Liege ich richtig wenn ich davon ausgehe, dass die Kleine dann das Glück des "Welpenschutzes" bei Stalki genießen könnte?
2. Wie sollte die Zusammenführung am besten vor sich gehen? Hab echt ein bisschen Schiss, dass da was schief geht und ich den Beginn einer wunderbaren Freundschaft vermassel :-D

Ich danke euch schonmal für eure Antworten, ihr helft mir wirklich sehr! :)
 
  • Kätzchen braucht Gesellschaft! Beitrag #2
Noch mal hallo, Dine :-D.

Hallo ihr Lieben,
ich habe seit Anfang November 2012 eine 2 Jahre alte Katze, Stalki. Hat sich super schnell eingewöhnt und ist total auf mich fixiert (daher auch ihr Name ;-) ). Sie ist eine reine Wohnungskatze. [...]

Hier erst einmal die Frage: Weißt du, ob Stalki bevor sie zu dir kam schon Katzengesellschaft hatte?

1. Ich habe das Angebot eine 20 Wochen alte Katze aufzunehmen, da diese aufgrund von einer Allergie nicht mehr gehalten werden kann. Liege ich richtig wenn ich davon ausgehe, dass die Kleine dann das Glück des "Welpenschutzes" bei Stalki genießen könnte?

Nein, da liegst du falsch. Katzen kennen keinen Welpenschutz.
Es gibt durchaus Katzen, die sehr sozial mit anderen Katzen umgehen und auch Rücksicht auf die Kraft ihres Gegenüber nehmen (das heißt, sie gehen mit einem Kitten nicht ganz so wild um), aber das kann man nicht pauschalisieren.

Genell sagt man: gleiches Alter, gleiches Geschlecht und gleicher Charakter sind Faktoren, die die Chancen eines guten Miteinander erhöhen.
Ich persönlich bin der Meinung, dass der ähnliche Charakter dabei das Wichigste ist. Die Katzen sollten auf jeden Fall ein ähnliches Spielverhalten haben.
Das gleiche Geschlecht erhöht die Chancen, dass ein ähnliches Spielverhalten vorliegt (Katzen spielen anders als Kater, die doch meistens lieber raufen) und das Alter ist in sofern entscheidend, dass eine Katzenomi eben keine Lust mehr hat mit einem Jungspund rumzubalgen.
Bei deiner Konstallation könnte es 1. passieren, dass deine Katze etwas rabiat mit dem Kitten umgeht, wenn sie nicht sehr sozial ist, oder 2. dass der Jungspund sie nervt, wenn sie eher eine ruhige ist.

Also, schau dir die Katze genau an, die du nehmen könntest. Wichtig ist, dass sie zueinander passen.

Weißt du wie lange besagtes Kitten bei ihrer Mama bleiben durfte bevor es in die neue Familie kam und kennst du die Leute persönlich und bist sicher, dass eine Allergie auch wirklich der Abgabegrund ist?

2. Wie sollte die Zusammenführung am besten vor sich gehen? Hab echt ein bisschen Schiss, dass da was schief geht und ich den Beginn einer wunderbaren Freundschaft vermassel :-D

Das hängt jetzt ein bisschen von deiner Antwort auf die Fragen ab, ob Stalki schon immer ohne Katzengesellschaft gelebt hat, bzw. wie gut sozialisiert die andere Katze ist.

LG
 
  • Kätzchen braucht Gesellschaft! Beitrag #3
Noch mal hallo, Dine :-D.



Hier erst einmal die Frage: Weißt du, ob Stalki bevor sie zu dir kam schon Katzengesellschaft hatte?



Nein, da liegst du falsch. Katzen kennen keinen Welpenschutz.
Es gibt durchaus Katzen, die sehr sozial mit anderen Katzen umgehen und auch Rücksicht auf die Kraft ihres Gegenüber nehmen (das heißt, sie gehen mit einem Kitten nicht ganz so wild um), aber das kann man nicht pauschalisieren.

Genell sagt man: gleiches Alter, gleiches Geschlecht und gleicher Charakter sind Faktoren, die die Chancen eines guten Miteinander erhöhen.
Ich persönlich bin der Meinung, dass der ähnliche Charakter dabei das Wichigste ist. Die Katzen sollten auf jeden Fall ein ähnliches Spielverhalten haben.
Das gleiche Geschlecht erhöht die Chancen, dass ein ähnliches Spielverhalten vorliegt (Katzen spielen anders als Kater, die doch meistens lieber raufen) und das Alter ist in sofern entscheidend, dass eine Katzenomi eben keine Lust mehr hat mit einem Jungspund rumzubalgen.
Bei deiner Konstallation könnte es 1. passieren, dass deine Katze etwas rabiat mit dem Kitten umgeht, wenn sie nicht sehr sozial ist, oder 2. dass der Jungspund sie nervt, wenn sie eher eine ruhige ist.

Also, schau dir die Katze genau an, die du nehmen könntest. Wichtig ist, dass sie zueinander passen.

Weißt du wie lange besagtes Kitten bei ihrer Mama bleiben durfte bevor es in die neue Familie kam und kennst du die Leute persönlich und bist sicher, dass eine Allergie auch wirklich der Abgabegrund ist?



Das hängt jetzt ein bisschen von deiner Antwort auf die Fragen ab, ob Stalki schon immer ohne Katzengesellschaft gelebt hat, bzw. wie gut sozialisiert die andere Katze ist.

LG

Erstmal danke für deine Antwort.
Über Stalki weiß ich leider so gut wie nichts. Ich habe sie damals von einer alten Frau übergenommen, die ins Altersheim gezogen ist und die Katze sonst ins Tierheim gekommen wäre. Im Umgang mit anderen Katzen weiß ich somit leider nicht wie sie sich verhält. Vom Charakter her ist sie aber eine sehr neugierige und verspielte Katze. Sie braucht immer ein bisschen um aufzutauen wenn neue Leute ins Haus kommen, aber irgendwann siegt dann einfach die Neugierde ;-)
Von den Leuten die die Kleine abgeben möchten weiß ich wirklich sicher, dass es an der Allergie des Sohnes liegt. Die mögen die Kleine wirklich sehr, aber die starke Allergie macht dem Ganzen leider einen dicken Strich durch die Rechnung! Ich werde mir auf jeden Fall mal einen Nachmittag Zeit nehmen um das Kätzchen zu beobachten und genau nachzufragen bezüglich Aufwachsen usw. Worauf sollte ich beim Beobachten besonders achten?
Liebe Grüße
 
  • Kätzchen braucht Gesellschaft! Beitrag #4
Erstmal danke für deine Antwort.
Über Stalki weiß ich leider so gut wie nichts. Ich habe sie damals von einer alten Frau übergenommen, die ins Altersheim gezogen ist und die Katze sonst ins Tierheim gekommen wäre. Im Umgang mit anderen Katzen weiß ich somit leider nicht wie sie sich verhält. Vom Charakter her ist sie aber eine sehr neugierige und verspielte Katze. Sie braucht immer ein bisschen um aufzutauen wenn neue Leute ins Haus kommen, aber irgendwann siegt dann einfach die Neugierde ;-)
Von den Leuten die die Kleine abgeben möchten weiß ich wirklich sicher, dass es an der Allergie des Sohnes liegt. Die mögen die Kleine wirklich sehr, aber die starke Allergie macht dem Ganzen leider einen dicken Strich durch die Rechnung! Ich werde mir auf jeden Fall mal einen Nachmittag Zeit nehmen um das Kätzchen zu beobachten und genau nachzufragen bezüglich Aufwachsen usw. Worauf sollte ich beim Beobachten besonders achten?
Liebe Grüße

Also, dann würde ich bei Stalki erst mal vom worst case ausgehen und annehmen, dass sie ihre komplettes Leben alleine verbracht hat und vielleicht auch zu jung von Mama und Geschwistern weggekommen ist. Das macht es dann bei der Zusammenführung schwieriger, heißt, es kann um einiges länger dauern, als wenn die Katze an andere Katzen gewöhnt ist. Es heißt aber nicht, dass eine Zusammenführung nicht trotzdem funktioniert.

Wie gesagt: Frag bitte nochmal, wie das bei der anderen Katze aussieht. Es wäre schon mal ein Vorteil, wenn sie bis mindestens zur 12. Woche bei ihrer Familie geblieben wäre, besser länger.
Jetzt lebt sie auch alleine bei der Familie?
Wenn beide nicht richtig sozialisiert wurden, dann wird es umso schwieriger.

Also, ich würde es jetzt so machen:
Als erstes würde ich mir meine Katze genau anschauen. Also mich gezielt fragen, wie meine Katze denn eigentlich spielt, woran sie richtig Spaß hat. Dann würde ich mir ehrlich!!! die Frage stellen, ob ich denke, dass sie mit einem kleinen Quälgeist, der wahrscheinlich die nächsten Wochen und Monate erst so richtig aufdrehen wird klarkommt. Der Grundcharakter ist auch wichtig: also, ist meine Katze eher dominat, oder schüchtern, ruhig, unausgeglichen usw...
Das würde ich wirklich sehr gezielt machen, denn im Alltag macht denkt man doch relativ selten so über die eigene Katze nach.

Dann würde ich die andere besuchen gehen und dort genau das gleiche machen (natürlich ein bisschen mit Hilfe der bisherigen Besitzer).

Wichtig ist dann,
- dass das Spielverhalten zusammenpasst, sonst gibt es früher oder später Stress zwischen den Katzen
- dass du kein absolut quirliges Kitten zu einer schon relativ ruhigen Katze setzt
- das der Grundcharakter passt (wobei du aufpassen musst, wenn deine Katze sehr dominat ist. Da passt dann nicht unbedingt ebenfalls dominat, sondern selbstbewußt, aber genügsam).

Das einfachste ist wahrscheinlich, du setzt dich einfach hin, und versuchst zu FÜHLEN, ob die beiden Katzen zusammenpassen. Dabei musst du aber wirklich ehrlich zu dir sein und darfst dich nicht davon blenden lassen, dass du jetzt gerade diese Kleine aber gerne hättest, dann funktioniert das auch.
 
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