Moin zusammen,
ich habe mich hier frisch angemeldet um hoffentlich von euch etwas Rat zu bekommen - ich bin mittlerweile mit meinem Latein am Ende.
Kurz zur Geschichte und den Familienmitgliedern an sich. Hier wohnt Sally - eine Schäferhund Rotti Mix Dame - Mutter und Beschützerin aller Katzen hier. Dann Petrie (EHK Mix) , welche nachdem sie bei den Nachbarn 2008 aus dem Fenster gefallen und dann auch noch vom Auto überfahren wurde aufgrund ihres gebrochenen Kiefers / Hüfte / Vorderbein bei uns "abgeladen" wurde ... ist ja ne Menge Arbeit sich um so ein Tierchen zu kümmern bzw aufzupäppeln . Mittlerweile gehts ihr wieder prima und sie ist die Königin hier.
Dann gibts noch Ruby, den kleinen Sonnenschein (Siam EHK Mix) welche ich vor 2 Jahren zur Gesellschaft von Petrie geholt habe. Damit war die Familienplanung eigentlich abgeschlossen, aber ihr wisst ja wie das manchmal so ist ... Im Dezember 12 überschlugen sich dann die Ereignisse.
Da ich gelernte TAH und THP bin (und meinen Nachbarn das wissen und mir immer mal wieder was "vor die Türe" stellen), hat mich meine Nachbarin darauf aufmerksam gemacht, dass im Keller "irgendwas schwarzes" die gelben Säcke aufreisst und die Dosen ausleckt. Also Näpfe runtergestellt und gewartet. Nachts um 23.00 Uhr kam dann auch das schwarze - eine so ausgemergelte Katze wie ich sie noch nie gesehen habe, ca noch 1kg schwer. Ganz klar, eingefangen und ab zur Tierklinik. Dort auch herausgefunden, warum sie die Säcke aufgerissen hat (und sich dabei die Vorderfüße komplett zerschnitten hat) - Madame hat keine Zähne mehr. Die Tierarzt und ich waren uns eigentlich einig, dass sie wohl die Nacht nicht überleben würde - sie hat auch kaum die Augen mehr aufbekommen. Ich solle sie doch da lassen .... Woraufhin ich dann die Katze wieder eingepackt habe mit dem Kommentar "wenn sie schon sterben muss, dann soll sie wenigstens nicht alleine sein" und dann mit ihr die Nacht im Bad inkl alle 2h Astronautennahrung gebend verbracht habe. Und in dieser Nacht habe ich hier versprochen, wenn sie es packt, darf sie bleiben. Es war ein harter Kampf, aber mittlerweile düst sie hier durch die Wohnung, stopft alles in sich rein was sie unter die Nase bekommt - sieht daher aus, als wäre sie schwanger - und verträgt sich super mit den anderen.
So ... 2 Wochen später habe ich mehrfach eine schwarz weiße Katze bei uns vorm Büro rumhuschen gesehen. Aufgrund der Witterungsverhältnisse wollte ich natürlich mal schauen, ob sie ok ist. Ist aber immer abgehauen - bis ER dann einige Tage später als ich auf den Parkplatz fuhr vor meinem Auto stand. Da sah ich dann erstmal, dass er total unterernährt, voller Flöhe und weiß der Geier noch alles war. Da ich ja schon ein Pflegekind daheim hatte, welches noch nicht ganz über dem Berg war bin ich schweren Herzens mit ihm zum Tierheim gefahren. Dort kam die Antwort "wir sind schon total überfüllt, der scheint nicht vermittelbar zu sein - da wird morgen der Tierarzt kommen müssen". Ich weiß, was das dann heißt - also Kater wieder eingepackt.
Bin dann selber mit ihm zum Tierarzt, dort haben wir dann rausgefunden, dass er taub ist, ein leichtes Kippfenstersyndrom und einen zum Glück nur leichten Nierenschaden hat. Daheim ist mir dann aufgefallen, dass er vermutlich geschlagen worden ist da er extreme Angst vor der Hand hatte (ich schätze, er ist vor Angst auch aus dem Fenster abgehauen ... hätte ich an seiner Stelle auch gemacht). Nun gut, ich versuchte dann ihn mit den anderen zu vergesellschaften - Fehlanzeige, er hat ständig meine Mädels aufs übelste verhauen. Ich habe dann natürlich erstmal auf allen Kanälen versucht, seine Besitzer ausfindig zu machen (hätte selbstverständlich erstmal gecheckt, ob die Vermutung der Misshandlung stimmte), es hat sich jedoch niemand gemeldet. Dann habe ich mich auf die Suche nach einem neuen Heim für ihn gemacht - eigentlich bin ich immer der Meinung, alles was mir vor die Füße fällt macht das nicht ohne Grund und gehört dann zur Familie, aber die anderen gehen einfach vor.
Ich habe dann letzte Woche auch ein nettes Pärchen gefunden ... die mich heute baten, ihn wieder abzuholen. Da Problem ist das gleiche, welches ich hier auch hatte - er ist extrem laut. Er schreit den ganzen Tag rum. Anders kann man es einfach nicht nennen. Sobald ich ihn rumgetragen habe oder er mit im Wozi sein durfte (musste ja stundenweise tauschen, er ins Wozi und die anderen raus und umgekehrt) war eigentlich alles soweit ok. Nachts hat er dann jedoch auch wieder angefangen ... in einer abartigen Lautstärke.
Wir haben folgendes schon versucht > Feliway Stecker, Nachtlicht, abendliches extrem spielen damit er müde wird ... Nun weiß ich nicht mehr weiter. Ich muss ihn nachher wieder abholen und das ganze Spiel fängt von vorne an. Ich habe Sorge, dass die anderen irgendwann verhaltensauffällig werden, wenn sie wegen ihm so eingeschränkt werden.
Was soll ich denn nur mit dem Kerl machen ?
Liebe Grüße,
Nina & Fellnasen