Hallo zusammen,
zuerst einmal möchte ich sagen, dass dies ein ganz wundervolles Forum ist. Ich fühle mich durch das Lesen der Beiträge von Gleichgesinnten in meiner Trauerarbeit wirklich gut verstanden und nicht allein! Das ist immerhin ein kleiner Trost...
Vor drei Wochen musste ich meinen geliebten Kater Moritz, der knapp 11 Jahre alt wurde gehen lassen. Moritz lebte 8,5 Jahre bei mir. Er ist mir zugelaufen und hat mich - nachdem er insgesamt 3 Mal von seiner eigentlichen Besitzerin, die rund 4 km entfernt wohnte, ausgebüchst ist- zu seiner "neuen" Katzenmama gemacht.
Es ist für mich immer wieder aufs Neue erstaunlich, wie sehr ein Tier um sein Glück kämpft und oft denke ich, auch wir Menschen könnten uns davon eine Scheibe abschneiden und unsere Lieblinge durchaus auch für uns hier und da Vorbildfunktion haben sollten. ;-)
Vor einigen Wochen hatte Moritz plötzlich mit eine Lähmung an der rechten Vorderpfote. Wir gingen natürlich sofort zum Tierarzt. Mittels Kortison war die Lähmung nach ca. 2 Wochen fast ganz weg, die Diagnose lautete Verletzung des Nervs (plexus brachialis).
Kaum 10 Tage später haben wir dann einen Knoten im Bereich der Schilddrüse ertastet. Obwohl wir wegen des gelähmten Beinches über Wochen hinweg 2mal wöchentlich beim Tierarzt waren und Moritz immer wieder dort abgetastet wurde, stellte die Tierärztin nichts fest. Der Knoten wuchs in nur ein paar Tagen heran und es war klar, dass er raus musste.
Also haben wir Moritz schweren Herzens operieren lassen, der histologische Befund sagte aus, dass es ein haselnussgroßer, bösartiger Tumor an der Schilddrüse war. Die Ärztin konnte ihn allerdings komplett entfernen.
Nachdem unser Liebling die OP gut überstanden hatte und die Wundheilung der 10cm langen Narbe hervorragend heilte, waren wir zunächst hoffnungsvoll.
Leider hatte Moritz dann ca. 7 Tage nach der OP immer weniger Appetit, der Tierarzt war zunächst der Meinung, dass er wegen der langen Narbe nichts aß, da er auch Schluckbeschwerden aufwies. Da ich den Verdacht hatte, dass noch irgendetwas anderes im Argen lag und dies der Ärztin auch sagte, hatte sie ihn nochmals genauer untersucht (mittels Kurznarkose). Dann der Schock: Seine Nierenwerte waren sehr, sehr schlecht. Er wurde noch während der Kurznarkose eingeschläfert....es war furchtbar und noch weine ich jeden Tag um ihn. Er fehlt mir so unglaublich und ich kann mit all denen, die dasselbe durchgemacht haben oder gerade durchmachen, so sehr mitfühlen.....
Ich wünsche euch allen ganz viel Kraft....und uns allen wünsche ich von Herzen, dass es unsere Tigerchen dort, wo sie jetzt sind, gut haben...
Traurige Grüße
Kerstin