Was tun.... (laaaaang)

Diskutiere Was tun.... (laaaaang) im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo ihr Ich stecke momentan in einer Zwickmühle... Vorsicht, jetzt kommt viel Text ;-) Unser kleiner Kater ist jetzt seit fast fünf Monaten...
  • Was tun.... (laaaaang) Beitrag #1
Schneetiger

Schneetiger

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Hallo ihr

Ich stecke momentan in einer Zwickmühle...
Vorsicht, jetzt kommt viel Text ;-)

Unser kleiner Kater ist jetzt seit fast fünf Monaten bei uns. Um es kurz zusammen zu fassen, wir haben ihn bei uns aufgenommen weil er und seine Geschwister das unschöne Nebenprodukt der halb wilden Bauerhofkatzen hier waren und wurde zum sterben vor die Tür gesetzt. Soweit wir wissen sind alle anderen Kätzchen gestorben, ich konnte sie leider nicht einfangen sonst hätte ich sie auch mitgenommen v.v
Er ist wie gesagt jetzt seit fast fünf Monaten hier, seit drei Wochen auch kastriert, gechipt, tätowiert und ist unser (und vor allem mein) Ein und Alles. Er hat sich von einem verwahrlosten knappen ein Kilo Bündel zu einem schönen schlanken drei einhalb Kilo Katerchen gemausert, das viel spielt, frisst und sehr kuschelbedürftig ist.
Unser Vermieter möchte eigentlich keine Tiere in den Wohnungen haben, da er vor einigen Jahren schlechte Erfahrungen mit Mietnomaden gemacht hat, die u.a. 20 Katzen im Haus hielten die alles demoliert und verschis... haben.
Als das kleine Bündelchen dann allerdings notgedrungen da war und er gesehen hat in was für einem Zustand er war und wie er sich an mich geklammert hat, hat er gemeint dass es schon erstmal ok ist, aber wenn er anfängt an den Tapeten zu kratzen oder wild zu pinkeln muss er weg.
Natürlich macht unser Katerchen sowas nicht :mrgreen:
Gut, die Tapete wurde anfangs ein paar mal angegangen, aber dass ist oberflächlich und mit etwas frischer Farbe schnell behoben :razz:

Unser eigentlicher Plan war, ihn Ende März/Anfang April jetzt dann raus zu lassen, da er momentan ein Einzelkater ist und es hier jede Menge Katzen gibt wo er sich dann auch einen Kumpel suchen kann. Wir wohnen zwar im ersten Stock, aber wir haben die Erlaubnis eine Katzentreppe/-leiter zu bauen und an unseren Balkon zu befestigen damit er rauf und runter kann. Ist nicht hoch, ca 3m.
Jetzt haben wir heute dann mal zum ersten Mal einen Ausflug auf den Balkon gemacht. Leider lief dieser nicht so toll :-( Das erste Mal ist er nach fünf Sekunden sofort wieder rein geflitzt nachdem unten ein Kind geschrien hat. Er saß dann fast fünf Minuten in der Tür und hat unschlüssig raus geschaut und geschnüffelt und ist bei jeden Geräusch zusammen gezuckt. Mein Freund und ich sind auf dem Balkon rum gelaufen, haben uns normal unterhalten und runter geschaut. Als Katerchen sich dann doch nochmal raus getraut hat, hat er sich so doll auf den Boden gedrückt, dass er schon fast gekrabbelt ist und blieb auch immer in der Nähe zur Tür. Sobald ein lauteres Geräusch von irgendwo kam war er sofort wieder drinnen. Wenn er sich doch mal etwas weiter von der Tür weg getraut hat, war er immer in der Nähe von einem von uns.
Nach zehn Minuten hatte ich dann das Gefühl dass das fürs erste reicht und habe ihn hoch genommen und bin mit ihm rein. Sein kleines Herzchen hat ganz doll gepocht und gezittert hat er auch. Wir haben ihn zu nichts gezwungen, einfach nur Tür aufgemacht und ihn schauen lassen. Leid getan hat er mir trotzdem wie er so gezittert hat :-(

Jetzt bin ich sehr unschlüssig ob unser kleiner Angsthase überhaupt zum Freigänger taugt oder ob wir ihn nicht lieber drinnen lassen sollten. Normalerweise ist er sehr aufgeweckt und frech, aber sobald jemand Fremdes kommt oder was neues, so wie heute der Balkon, ist er ein riesen Angsthase und gar nicht mehr so mutig wie sonst.
Da wir beide fast den ganzen Tag arbeiten und wir momentan nicht die Möglichkeit haben eine Katzenklappe zu installieren, wäre er bei Freigang also den ganzen Tag draußen.

Ich weiß, dass eine Katze nicht alleine gehalten werden soll und habe auch wochenlang versucht doch noch eines seiner Geschwister zu finden. Leider habe ich außer kalter Körperchen nichts gefunden ...:a020:
Ich habe auch schon mehrmals mit meinen Freund darüber gesprochen wie es wäre wenn wir noch ein Katerchen aus dem örtlichen Tierheim dazu holen, gerade wären sogar einige Kanditaten dort die vom Alter her gut zu ihm passen könnten. Aber mein Freund meint dann immer dass es schon ein Hände ringen war unseren Kleinen beim Vermieter durch zu setzten und dass er jetzt nicht noch wegen einer zweiten Katze bei ihm nach fragen will da er meint, dass das unserem guten Verhältnis zu unseren Vermieter schaden könnte.
Ich möchte aber, dass unser Kleiner ein schönes Leben hat und die momentane Einzelhaltung soll auf keinen Fall von Dauer sein.

Nun steht also die Frage im Raum Freigänger oder Wohnungskatze?
Wohnungskatze würde für mich definitiv auch zweite Katze bedeuten, aber wie dem Vermieter schonend beibringen ohne dass das Verhältnis leidet?
Oder doch an draußen gewöhnen und irgendwann den ganzen Tag raus lassen?
Oder wäre es das allerbeste für unseren Liebling, ihn wegzugeben zu jemanden wo er Gesellschaft hat und/oder Freigang wo er jederzeit auch rein kann... für mich fast undenkbar, aber ich möchte dass er ein glückliches Leben hat, denn gelitten hat er schon genug.

Ich bin wirklich ratlos...
Hatt vielleicht jemand eine Idee oder einen Denkanstoß für mich?... ich komm da grad nicht so wirklich weiter.

Entschuldigung für den langen Text v.v

LG
ein ratloses Schneetigerchen
 
  • Was tun.... (laaaaang) Beitrag #2
naja. ich weiß ja nicht, wie das Verhältnis zu eurem Vermieter ist, aber ladet ihn doch einfach mal ein und zeigt, wie gut die Wohnung ist und wie wohl dich der Zwerg fühlt. Im ruhigen Gespräch könnt ihr ihn einfach fragen. Man sollte wohl nicht lange um den heißen Brei reden. Und er scheint ja auch nicht generell abgeneigt zu sein

Ich finde es übrigens sehr sehr vorbildlich, wie viel Gedanken du dir um deinen Stinker machst. Auch als Freigänger wäre ein Partner sicher schön.
Zum Balkon kann ich dir noch sagen, dass unsere Maus am anfang panische Angst davor hatte. Wir wissen nicht, ob sie schlechte Erfahrung gemacht hat, aber sie hat sich einige Wochen lang nicht rausgetraut. Irgendwann ist sie einfach mal auf den Balkon gegangen und inzwischen fordert sie uns auf, dass wir die gesicherten Fenster öffnen. - In der alten Wohnung mussten wir dauerhaft die Balkontür offen lassen :mrgreen:
Ein Katerkumpel, sowie ein gesicherter Balkon wären doch ideal :)
 
  • Was tun.... (laaaaang) Beitrag #3
Vielen Dank für deine Antwort ^^

Unser Vermieter ist des öfteren mal da, da wir die ersten Mieter in der Wohnung sind nachdem er sie her gerichtet hat und es hier und da noch kleine Schönheitsfehler gibt die er immer gleich ausbessern will. Ich habe zwar schon gesagt, dass das auch machen kann (bin beruflich im Handwerk) aber er sagt immer dass das seine Pflicht als Vermieter ist ^^ Er ist echt putzig ^^
Klein Anton geht auch immer demonstrativ aufs KaKlo wenn er da ist um zu zeigen wie toll er das kann und unser Vermieter war auch total begeistert dass er das so ohne weiteres macht.
Wir wohnen hier sehr sehr ländlich und leider herrscht hier immer noch die Meinung vor, dass eine Katze ein Nutztier und Einzelgänger ist das man nicht als Haustier und Wohnungstier halten kannn :-(
Etwas problematisch ist auch (bzw sieht mein Freund dass so), dass das Pärchen das über uns wohnt auch gerne eine Katze hätte bzw er hätte gerne eine. Das lehnt unser Vermieter aber strikt ab, weil das Tier ja nicht raus könnte und wenn die beiden mit dem Argument kommen sollten, dass wir ja auch eine haben müsste unser kleiner Schatz auch weg :-(
Ich finde das Argument von meinem Freund bzw auch vom Vermieter kindisch, außerdem will von unseren Nachbarn sie auch gar keine Katze, weil sie genau weiß dass die ganze Arbeit an ihr hängen bleiben würde :mrgreen:

Was mich halt sehr gewundert hat gestern war, dass der kleine Schisser so Angst hatte obwohl er draußen gelebt hat bevor wir ihn gefunden haben.
Mir wäre ja Wohnungskatze mit Kumpel und gesicherten Balkon auch wesentlich lieber, da hier in der Nähe eine große Straße ist wo schon öfter eine der wilden Katzen überfahren wurde bzw auch eines von Antons Geschwistern.

LG
Schneetigerchen
 
  • Was tun.... (laaaaang) Beitrag #4
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich eher umziehen würde als mir von einem Vermieter (egal wie nett er sonst auch sein mag) derart in mein Leben reinreden lassen würde. Aber das ist meine persönliche Ansicht. Das mag wohl jeder anders sehen.

Grundsätzlich sollte man ein Tier nie zu etwas zwingen. Wenn der Kleine raus möchte, dann wird er das von allein tun. Wie alt ist er eigentlich? So genau hab ich das deinem Beitrag nicht entnehmen können.
 
  • Was tun.... (laaaaang) Beitrag #5
So eine wunderschöne Wohnung, nette Nachbarn und sonst auch sehr nette Vermieter werden wir so schnell nicht mehr freiwillig weg geben ^^
Ich bin auch der Meinung, dass wenn wir uns mit Vermietern und Nachbarn zusammen setzen und ich ihnen erklären könnte warum ich eine zweite Katze möchte und wie "moderene Katzenhaltung" aussieht wären alle Beteiligten zu überzeugen... Hauptproblem ist momentan eigentlich eher mein Freund, der ein fürchterlicher Pessimist ist >.<
Ich dachte ja immer ich wär schlimm mit meinem Pessimismus und meiner Vorsicht, aber er schlägt mich um längen. Er sieht zwar ein, dass Anton einen Spielgefährten braucht und setzt auch so alles um was er in Büchern und Zeitschriften liest, aber er will partou nicht mit dem Vermieter darüber reden weil er immer Angst hat ihn zu verärgern.
Wobei sich mir da gestern Abend eine recht schöne neue Möglichkeit aufgetan hat damit unser Vermieter mal wieder kommen muss und mit einer kleinen Notlüge ("Der Kater hat ja sooooooooo Angst raus zu gehen" *auf Tränendrüse drück*) könnte ich ihn evtl überzeugen ohne gleich wieder mit meinem Freund zu streiten ^^
Hab auch schon überlegt, ob man es irgendwie einrichten könnte unsere Wohnung und die Wohnung unserer Nachbarn für die Katzen zu verbinden... aber das ist wohl eher ein Hirngespinst.

Klein Anton ist etwa 6-7 Monate alt. Ganz genau lässt es sich leider nicht sagen :/

LG
Schneetigerchen
 
  • Was tun.... (laaaaang) Beitrag #6
Damit man sich zu der Geschichte den kleinen Kerl auch mal vorstellen kann ;)
Drei Tage nachdem wir ihn rein geholt hatten und einige Wochen später. Die aktuellsten Fotos sind alle auf dem Handy und da fehlt grad ein microSD Adapter :(
 

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  • Was tun.... (laaaaang) Beitrag #7
Hallo,

also ich bin sicher kein Freigängerspezialist - mein Gaston war damals bereits 10 Jahre, als wir das erste Mal eine Wohnung mit Garten hatten. Und auch er hatte Anfangs Angst - hat sich nicht mal getraut, eine Pfote ins Gras zu setzen ... Aber mit viel Geduld, Zeit und Gewöhnung an alles Neue fand er es am Ende ganz klasse und war dann bei schönem Wetter viel draußen, hat sich im Gras sogar gewälzt, was er am Anfang nicht mal antasten wollte ...

Ich weiß nicht, aber ich würde deinem kleinen Kerl einfach erstmal mehr Zeit geben, sich an die neuen Geräusche und alles zu gewöhnen. Immer mal wieder einfach nur die Tür offen lassen - ohne ihn rauszudrängen, mal die Geräusche von draußen mehr ins Wohnungsleben lassen, das wird sicher bei schönerem Wetter einfacher, aber irgend wann gewöhnt er sich schon daran - mit Zeit und Geduld. Und wer weiß - wenn er sich erstmal daran gewöhnt hat, alles aus sicherer Entfernung zu beobachten - vielleicht siegt dann die Neugier und er will doch raus auf den Balkon ... Ich würde da nach dem ersten Versuch nicht aufgeben ... Vielleicht sind mit mehr Zeit alle anderen Sorgen dann ganz unnötig ...
 
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