Hallo allerseits,
(vorweg: Sorry, ist ein bisschen lang geworden...)
nachdem wir unseren Umzug "auf's Land" nun endlich hinter uns gebracht haben, brauche ich mal wieder Euren Rat... Der Dicke hatte die Vorbereitungen eigentlich ganz gut weggesteckt und in der alten Wohnung auch im größten Kartonchaos noch geschmust & gespielt, als wäre nichts. Der Umzugstag selbst war dann natürlich der reinste Horror! Ab in die Box, Kurzbesuch beim Tierarzt, zwei Stunden Autofahrt, dann in fremder Umgebung (zunächst im Bad eingesperrt) mit - durch die Handwerker und Möbelpacker - sehr fremden und teilweise auch lauten Geräuschen/Stimmen... Kein Wunder, dass der Arme komplett durch den Wind war und seine Box fast 24 Std nicht verlassen hat! :sad: Dann aber hat er laaaangsam erst das Schlafzimmer und dann den Flur oben sowie das Ankleidezimmer erkundet und bewegt sich dort - nach nunmehr vier Tagen - auch schon halbwegs selbstverständlich. Allerdings ist ihm die Treppe nach unten extrem suspekt, er schielt höchstens mal durchs Geländer und starrt mir entgeistert nach, wenn ich mal wieder nach unten entschwinde... Jetzt weiß ich nicht, was ich machen soll: Ihm die Zeit lassen, bis er freiwillig den Versuch startet, oder ihn ruhig mal auf dem Arm mit hinunter nehmen? Mein Arbeitszimmer ist unten (technisch habe ich oben keine Möglichkeit zu arbeiten), d.h., ich sitze mindestens 12 Stunden am Tag unten und er oben! Bisher war er gewohnt, den Großteil des (Arbeits-)Tages auf meinem Schoß oder Schreibtisch zu verbringen. Diese erzwungene Einsamkeit würde für mich also eher dafür sprechen, ihn mal hinunter zu tragen... ABER: Wir werden in den nächsten Tagen (und wohl leider auch Wochen) immer wieder für ganze Tage Handwerker im Haus haben, was den Dicken ohnehin in Panik versetzen wird, da er schon in vertrauter Umgebung ein Problem mit fremden Menschen hat. Wäre es daher vielleicht doch sinnvoll, ihn vielleicht doch erstmal oben in Ruhe (im wahrsten Wortsinn) zu lassen, bis er sich entweder sicher genug fühlt für weitere Erkundungen, oder der Trubel nachlässt? Sein Rückzugsraum ist unser Schlafzimmer, dort liegt er jetzt meistens unter der Bettdecke und schläft.
Was meint Ihr, was das Beste für ihn ist: Auf halbwegs sicherem Terrain viel allein zu sein oder eine stressige (neue) Umgebung kennen zu lernen, in der er bei mir sein kann (ist sehr stark auf mich bezogen)? Vielleicht noch wichtig zu wissen: Er ist ca. 11 Jahre alt und eher ruhig, schläft und döst also ohnehin sehr viel.
Ich freue mich auf Eure Ratschläge!
Ulrike
Noch was: Es ist KEINE offene Treppe, sondern eine ganz normale alte Holztreppe, eher rauh als glatt.