Hallo und guten Abend,
ich bin ganz neu hier und erst seit eben angemeldet. Ich habe hier allerdings schon oft Rat gefunden, deshalb war die Anmeldung wohl unausweichlich
Zu mir, ich bin 21, Studentin und lebe noch bei meiner Familie. Ich habe hier allerdings praktisch meine eigene Etage und auf ca. 30 m² Wohn- und Schlafzimmer. Hier lebt nun seit Oktober 2011 mein kleiner Schatz, ein schicker Perserkater namens Fynn (keine Sorge, er kann auch in den Rest des Hauses, sowie Garten und Balkon, hier fühlt er sich aber mit Abstand am wohlsten). Der war ein Notfall und eine absolute Spontananschaffung aus einem überfüllten Tierhaushalt, in dem er immer total untergegangen ist, weshalb er die bisherige Einzelhaltung in vollen Zügen genießt.
Lange Rede... Jetzt hat sich meine Familie nach mehreren Jahren ohne Katzenhaltung doch wieder zu Katzen entschlossen. Zwei sollten es sein.
Wir haben leider schon sehr schlechte Erfahrungen mit Katzenzusammenführungen gemacht. Unsere erste Katze kam zwar von einem Bauernhof, stellte sich aber als totale Einzelgängerin heraus und hat den Katzenkumpel, den wir ihr geholt haben vehement abgehlehnt und ihn jedes mal verkloppt, wenn er ihr zu nahe kam. Das ganze ließ sich dann über die Jahre nur provisorisch lösen, da er die meiste Zeit draußen war und per Katzenklappe in den Keller konnte. Im Endeffekt blieb uns dann aber schweren Herzen nichts anderes übrig als sie zu meiner Oma aufs Land zu geben (aus dem Dorf, aus dem sie kam). Obwohl es ihr dort sehr gut ging (soweit wir das beurteilen konnten), möchten wir so etwas natürlich verhindern, weshalb ich es wunderbar fände, wenn ein paar von euch ihre Erfahrungen mit mir teilen würden
1.) Ein Neuzugang ist schon da, ein ca. 8 Monate alter
EKH Kuhkater names Shiro (jap. für Weiß). Die Zusammenführung ging vorsichtig von statten und als sie sich dann das erste mal begegnet sind, war meiner auch total ruhig und ist nur interessiert auf den Neuen zugegangen. Der hatte allerdings panische Angst und nur gefaucht und sich versteckt. Mittlerweile (wir haben ihn seit Karfreitag) werde ich aus den beiden aber absolut nicht mehr schlau und obgleich das Internet mit Informationen zu Zusammenführungen schier überflutet ist, finde ich leider nur recht wenig zu Katzenverhalten untereinander. Es treten aktuell die folgenden Situationen auf:
- Sie gehen sich aus dem Weg und schlafen an verschiedenen Stellen
- Sie starren sich gefühlte Ewigkeiten einfach nur an
- Sie jagen sich durch die Wohnung oder rennen auf den anderen zu und "erschrecken" ihn
- Sie traben sich gegenseitig hinterher wie Entchen
Was leider immer öfter vorkommt: der Kleine wird mutig und greift meinen Großen an. Er setzt sich dazu häufig über ihn (auf Stühle etc.) und klatscht ihm dann eine, wenn er vorbei geht (allerdings nie mit Krallen).
Ich werde aus dem Verhalten leider nicht so ganz schlau und würde mich über etwas Rat freuen. Fynn scheint auch überhaupt kein Territorium zu beanspruchen (abegesehen davon, dass er sich an allem reibt...) und greift praktisch nie von sich aus an. Will der Kleine einfach nur raufen und Fynn ist einfach zu alt? (Wird dieses Jahr 7 Jahre) Kastriert sind sie natürlich beide.
2.) Wie gesagt sollen es ja zwei neue werden, da der Kleine ja auch jemanden in seinem Alter braucht. Die zweite ist eine Dame und, wenn alles glatt läuft, in 2 1/2 Wochen bei uns. 10 Monate alt und aus Spanien (sie kommt an dem Tag erst mit dem Flieger), wird also wahrscheinlich am Anfang extrem gestresst sein. Von ihrer Pflegestelle wird sie als sehr verschmust und sozial beschrieben (sie ist eine
Siam/
EKH Mix), aber nichts desto trozt ist das ja sicher eine Extremsituation für sie. Wie können wir sie am besten an ihr neues Zuhause und dann auch an die beiden anderen Katzen gewöhnen?
Ich entschuldige mich für den furchtbar langen Text

Ich bedanke mich aber im Vorraus schon für jeden, der sich die Zeit nimmt und vielleicht einen kleinen Tip hat
