Wenn ein Mensch auf der Welt Dein Leid verstehen kann, dann bin ich es. Unser 7-jähriger Kater Kuhfleckchen ist letztes Jahr ebenso plötzlich von uns gegangen. Morgens bevor ich zur Arbeit fuhr war er noch auf der Wiese im Jagdfieber, abends als wir nach Hause kamen, lag er fürchterlich schreiend im Keller (wo sich die Katzenklappe befindet), Hinterläufe lahm und robbte auf uns zu. (Ich habe vor kurzem meinen ersten - ausführlichen - Bericht hierüber geschrieben, wenn Du ihn lesen möchtest...) Ich wollte ihn die Treppe hochtragen, er bekam kaum noch Luft, wir haben ihn nur noch tot zum Tierarzt bringen können. Ich hoffe so sehr für Dich, dass Du anders mit dem Schicksal umgehen kannst als ich. Glaube mir, ich kann mit niemandem mehr reden, ich heule im Moment nur noch für mich alleine, keiner kann es mehr hören. Dieses Katerchen, mein erstes, war mein Baby (wir haben leider keine Kinder bekommen). Ich werde überhaupt nicht mehr fertig damit, seit über einem Jahr gehe ich mit dem Gedanken ins Bett, wache morgens damit auf und habe den ganzen Tag damit zu kämpfen. Ich werde noch krank, mein Kätzchen hat alles mitgenommen... Wir haben drei Monate nach dem Tod unserer Liebsten ein Katzenpärchen aus dem Tierheim adoptiert. Sie sind jetzt 1 Jahr alt und unser Sonnenschein. Ohne sie wäre ich schon lange vor Kummer eingegangen. Ersatz gibt es nicht, aber man liebt sie genauso. Ob Du jetzt zu Deiner Lilly jemand "Neues" dazu tun kannst, kann ich Dir leider nicht beantworten, ich war noch nie in dieser Situation. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, mit Deiner Trauer besser umgehen zu können als ich. Das Kätzchen war mein Lebensmittelpunkt. Unser schönes, mühevoll gebautes Häuschen ist nur noch leer. Ich habe schon ein ganzes Jahr nicht mehr Klavier gespielt (war mein einziges Hobby), aber dazu muss man gut drauf sein. Ich kann nicht mehr... Alles Gute für Dich