und ich bin neu in diesem Forum, hallo, alle zusammen.
Wir haben über die letzten 3 Jahre hinweg mehr und mehr auf die Katze unserer Nachbarn, Vali, aufgepasst, die Süße hat einfach entschieden, dass es bei uns schöner ist als bei Nachbars. Vali ist 6 Jahre alt. Da der Besitzer sehr schwer erkrankt ist, hat er uns die Katze dann letzten Monat offiziell überlassen, wir haben sie bei TASSO umgemeldet, für nächsten Montag einen Termin beim Tierarzt, um sie durchchecken zu lassen, sie ist kastriert/sterilisisert und mittelschwer die süßeste Freigängerin, die man sich vorstellen kann.
Vor 10 Tage wurde ich auf eine sehr magere, winzig kleine Katze aufmerksam, die durch unsere Wohnanlage geisterte. Die kleine war so schwach, dass sie eher krabbelte als lief. Ich hab sie dann erst mal gefüttert, das Tierchen war sehr verstört und ängstlich. Sie ist klein, aber offenbar ausgewachsen. Unseren Balkon nahm sie als Futterstelle sofort an. 2 Tage später sind wir dann an einem Such-Steckbrief vorbei gekommen, die Besitzerin suchte ihre Wohnungskatze, Tinka, die 14 Tage früher aus dem Fenster der zweiten Etage gefallen war. Nach dem Foto eindeutig die kleine, die wir gefunden hatten. Ich habe die Besitzerin sofort angerufen, sie kam, mit einem Spielzeug, um Tinka, die frei in der Anlage herumlief anzulocken. Das hat nicht geklappt, die Katze hat nicht auf die Besitzerin reagiert. Sie erzählte mir, dass sie Tinka aus sehr schlechter Haltung bei einem Freund aufgenommen hat, sie erst seit einem Monat habe. Tinka wollte ganz offensichtlich nichts mit der Frau zu tun haben - auf meinen Vorschlag, das Tier mit Futter anzulocken, gab sie zu, kein Futter zu haben, was aber egal wäre, Tinka frißt nämlich alles. Kastriert ist Tinka nicht (auf meinen Hinweis, dass sie wahrscheinlich trächtig ist, mußte ich hören, dass die Besitzerin gerne Kätzchen hätte, ein Bekannter habe ihr gesagt, damit könnte man Geld machen), war wohl noch nie eim Tierarzt, ungefähr 1 Jahr alt, mindestens 4 Besitzer, von so vielen weiß die Frau - es ist offenbar bisher nicht gut gelaufen, für Tinka.
Im Gespräch wurde mir auch klar, dass Tinka dringend einen Fürsprecher braucht - voila, hier bin ich

. Ich habe dann bei der Katzenhilfe angerufen, nach und nach fallen die Würfel, die Besitzerin sieht nach einem Bespräch mit der Dame vom Tierschutz ein, dass sie Tinka nicht richtig versorgen kann und ist bereit, sie in gute Hände abzugeben. Auf dem Balkon steht die Falle, Dienstag soll die Kurze kastriert werden, geimpft, entwurmt, dann soll sie wieder zu uns zurückkommen, da sie gerne draussen ist und offenbar ein echter kleiner Raubatz. Jetzt, da sie einen Fütterungsplatz hat, wirkt sie selbstsicherer, ist nicht mehr ganz so mager. Als reine Wohnungskatze sehen wir sie alle nicht, sie wird ihre Freiheit haben wollen. Menschen gegenüber ist sie immer noch total scheu, näher als 2 m komme ich nicht an sie heran, ist ja auch okay, ihre Entscheidung. Aber - sie möchte auch gerne in der Wohnung sein, kommt immer rein, schnuppert, sucht einen kuscheligen Platz. Und da liegt das momentane Problem.
Vali toleriert Tinka im Garten (Futterneid ist kein Problem, wir geben Tinka ein Markenfutter, das Vali nicht mag, Vali wird immer in der Küche gefüttert, Tinka natürlich in der Falle, die noch nicht "scharf" ist), aber nicht auf dem Balkon und schon gar nicht in der Wohnung. Gerade hat sie sie angegriffen, Fell flog, Tinka ist verschüchtert, Vali stocksauer, beide kreisen nun auf dem Balkon und der Treppe umeinander, Tinka faucht, Vali droht. Oh, jetzt gerade gab es eine echte Schlägerei, heftiges Kreischen, Fauchen, Tinka hat sich verzogen, Vali ist mit sehr buschigem Schwanz wieder im Garten. Weia.
Wenn Vali geht, weil es ihr hier zu stressig ist, dann werden wir sowas von kreuzunglücklich sein, andererseits möchte ich Tinka einen Unterschlupf bieten, ein Zuhause.
Kennt ihr Tipps, habt ihr Ideen? Die Frau von der Katzenhilfe meint, dass Tinka auch das ganze Jahr über draussen sein kann, aber das fändeich nicht schön, Vali bei uns im Warmen, Tinka draussen in der Kälte, ach neee. Ich überlege, Tinka in die Vermittlung zu geben und sie hier quasi als Pflegekatze zu lassen, bis sie vermittelt wird. Aber besser gefallen würde mir, wenn wir die beiden vergesellschaften könnten, trotz des Altersunterschiedes.
Vielen Dank, dies ist sehr lang, aber es brennt mir auf der Seele, bitte gebt mir einen Rat.
Gruß
MissJanet
Ah,jetzt hab ich die Fotofunktion wohl gerafft:
Man kann nicht erkennen, wie dünn sie noch ist, aber viel goldiger kann eine Katze für mich nicht sein.