Hi liebe Katzengemeinde,
ich würde gern mal in die Runde fragen, in welchem Rahmen Katzenliebe und Tolleranz noch normal ist?
Zur Situation:
Mein Mann hat damals zwei ältere Katzen mit in die Beziehung, sowie in die gemeinsame Wohnung gebracht. Die beiden sind ca.14 Jahre alt und leben seit ca.12-13 Jahren bei ihm.
Wir sind eine klassische Patchworkfamilie. Ich habe zwei (Kindergarten und Grundschulalter) Kinder, er einen Sohn, im Teenie-alter, der nur alle zwei Wochen an den Wochenenden bei uns ist.
Seit 1,5 Jahren habe ich (ich schreibe bewusst "ich") ein Marthyrium durchzustehen, was mich nervlich völlig an meine Grenzen bringt. Der ältere Kater (Kastriert von anfang an) pinkelt was das Zeug hält, alles voll.
Ich habe schon Sachschäden erlitten, da knallt man hinten über.
Matratzen aller Betten komplett durchgepisst,die Sofagarnituer trieft oftmals nur noch vor sich hin, Laptop, Handys, Festnetztelefone, Schuhe, meine gesamte Fachbüchersamlung für meinen Beruf, Dokumente und Zeugnisse, Laminatböden quillen auf, Holzmöbel generell vollpepisst und durchtränkt vom Urin, Spielsachen der Kinder (Lerncomputer, Magnet-Mal-Tafeln, Elektrospielzeug, Kuscheltieren, usw.)..das sind alles Dinge, die ich kostenmäßig nicht ersetzen kann. Ich habe auf all diese Dinge lange und über Jahre sparen sparen müssen...und schwupps...ist alles dahin! ich kann das nie nie nie wieder alles neu(oder gebraucht) anschaffen, weil ich zum einen das Geld dafür nicht habe, und zum anderen grade die vielen (echt teuren) Fachbücher für meinen Beruf gar nicht mehr nach kriege
von den ganzen Decken und Klamotten spreche ich noch gar nicht. Es vergeht kein (!!) Tag, an dem ich nicht mindestens 1-2 Zusatz Maschienen rein an Wäsche habe, die ich allein wegen den Katzen waschen muss. Da ich berufstätig bin, schlaucht mich die ganze Zusatzarbeit der Schadensbeseitigung durch die Katzen mitlerweile enorm. Ebenso wie die Existenzangst, weil meine finanzielle Situation es absolut nicht zulässt, diese Ausmaße neu anzuschaffen. Die Kinder sind ebenfalls mega fertig, was ihre Spielsachen anbelangt, jedoch lieben sie das Tier auch sehr.
Wir sind schon von Pontius nach Pilatus gefahren mit dem Kater. Katzenhilfe regelmäßig um hilfe gebeten, Tierarzt rauf und runter abgeklappert, Urin untersucht (ergab zwischendurch mal eine "leichte" Blasenentuündung. Jedoch auch nach der Behandlung dieser, wurde es nicht besser), Blutbild checken lassen, Zähnebeim Tierarzt machen lassen, mehrere Katzenklos aufgestellt, Höhere Kratzbäume, Kuscheleinheiten ohne Ende (die Kinder sind fantastisch zu den Katzen- wirklich Bilderbuchmäßig!) , Katzen dürfen im Bett schlafen (kennen sie so vom Leben mit meinem Mann) Den Kater immer wieder raus gelassen, damit er auch freigang hat. Wir müssen aber immer dabei sein, weil wir an einer vielbefahrenen Strasse wohnen. Geht somit immer nur ein paar Stunden pro Tag. Fellywell, Bachblüten, etc. Mein Mann hat Unsummen in die Untersuchungen gestopft. Aber es höööört einfach nicht auf!!!
Und genau da liegt mein Problem. Während ich nervlich völlig am Ende bin, reagiert mein Mann nur noch mit ignoranz des Problems!
er will es nicht mehr hören, und schon gar nicht sehen. Ich solle nicht so "rumpupen" wegen meinen zerstörten Sachen. Meine kleinen Kinder würden schliesslich auch mal in die Hose pullern und es landet was davon im Bett (nachts mal einpinkeln). Da würde schliesslich somit auch einen "schaden" entstehen.
Oder, meine Tochter hat auch schonmal ihr Kinderbuch vollgekritzelt, so daß man auch das als Schaden werten kann.
Um die zerstörten Dokumente soll ich mich halt kümmernm, daß ich die wieder von den Ämtern nachbekomme, und sowieso bin ich ja quasi selber schuld, weil ich die Aktenordner zwar im Regal stehen habe, aber die Katzen dort eben ran komme. Ich könne ja schliesslich alles in abschliessbare Schränke verstauen (die ich aber leider gar nicht besitze...wo wir wieder beim Thema "ich habe nicht soviel Geld um ständig neue Möbel zu kaufen" wären)
Ich soll ihn jedenfalls mit dem gejammere in Ruhe lassen. schliesslich würde ich ja sehen, daß er viel Geld investiert um das Tier immer wieder untersuchen zu lassen.
er liebt die Katzen über alles, und sagte mir, er mache keinen Unterschied zwischen den Katzen und meinen Kindern.
Meine Kinder machen mal was kaputt, somit dürfen es seine Katzen auch (die relation dazu ist jedoch unterirdisch! Das steht in absolut keinerlei Relation!!!)
Ich bin auch ein Tierlieber Mensch! Wirklich und absolut!! Aber irgendwo hört bei mir die Tolleranzgrenze auch auf. Ich kann echt nicht mehr. Und ich habe das ganze jetzt 1,5 Jahre mitgemacht ohne eine Forderung zu stellen. aber mitlerweile leben wir in einem Puma-Käfig.
Mein Mann sagt, er riecht den gestank schon gar nicht mehr (weil wir ja schliesslich auch täglich in dem Pisse-Muff leben müssen. Das kriegt man gar nicht bewältigt bei der Masse an Urinverlust).
IHN stört der Pisse-Mock gar nicht mehr sagt er. er schläft sogar fantastisch in dem Dunst.
Während Bekannte und Freunde meiner Kinder nur noch die Nase rümpfen, wenn sie zu besuch kommen.
Keiner kann das Verhalten meines Mannes verstehen. daß er seine Tiere liebt, ist verständlich. Aber wieviel katzenliebe ist denn noch normal. Das was hier passiert, kann doch nicht zu tollerieren sein.
Hättet ihr einen Rat wie ich nochmal mit ihm reden kann? Ich weiss nicht, welche Lösung ich anstrebe. Ich möchte ihn auch nicht vor die Entscheidung stellen. Aber zumindest, daß er das schreckliche Ausmaß der Situation erkennt.
Zu hilfe :-(