Hallo Vehne,
wenn man Tierheimkatzen hat, ist die Vorgeschichte einer Fellnase oft im Dunkeln, so ganz genau wird man wohl nie herausbekommen, was die Ursache eines Panikverhaltens ist. Als Neudosine hatte ich mir vor vier Jahren auch 2 Tierheim Kätzinnen geholt und war dann die nachfolgenden Wochen oft verzweifelt. Die Panik brach hier nicht wirklich nachvollziehbar aus - ganz selten ist es leider auch heute noch mal da. Aber dennoch hat sich hier eine wundervolle Beziehung aufgebaut. Meine Saskia, noch Chefin hier im Katzenhaushalt, ließ sich dier ersten 6 Wochen gar nicht anfassen. Schritt für Schritt mit jeweils einem Riesenrückschritt haben wir hier die Beziehung aufgeabaut und weiterentwickelt. Schön fand ich dabei, dass Saskia trotz aller Panik und Unsicherheit um die Beziehung gekämpft hat und heute, auch wenn sie nicht auf dem Arm getragen werden möchte und nicht auf den Schoß kommt, eine Schmusekatze geworden ist, die lautstark die für sie notwendige Zuwendung einfordert. Diese Zuwendungen sind schon anders, als ich mir ursprünglich vorgestellt habe, ganz oft bin ich traurig, dass sie bestimmte Schritte des Vertrauens nicht machen kann, aber meistens freu ich mich über die Vielfältigkeit, mit der sie inzwischen ihre Gefühle ausdrücken kann.
Lerne einfach, deine Fellnase mit ihren Ängsten zu nehmen. Fordere nicht mehr, als sie geben kann und freu dich über die Schritte , die sie tut. Das kann total glücklich machen.
Gruß Regina