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Wichtige Frage - FIP und neuer Kater

Diskutiere Wichtige Frage - FIP und neuer Kater im Immunerkrankungen und Infektionen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo ihr! Ich habe mal eine Frage... Meine Nachbarin, hat 2 Kater... Wie sich letzte Woche heraus gestellt hat, hatte der kleine davon FIP...
  • Wichtige Frage - FIP und neuer Kater Beitrag #1
Lady1983

Lady1983

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Hallo ihr!

Ich habe mal eine Frage... Meine Nachbarin, hat 2 Kater... Wie sich letzte Woche heraus gestellt hat, hatte der kleine davon FIP... Er hatte bereits einen ganz ganz grossen Blähbauch (oder Wasserbauch???) Wie auch immer musste der kleine gestern leider eingeschläfert werden, er war von Durchfall geplagt und hat sich nur noch gequält...
Naja, nun meine eigentliche Frage: Sie hat einen 2. Kater der ca 12 Monate alt ist. Kann es sein, das er sich auch angesteckt hat, oder bereits FIP hat? Ist FIP ansteckend? Ich kenn mich mittlerweile gar nicht mehr aus, weil überall was anderes steht.
Ich weis nicht ob ich noch rüber gehen soll. Ich habe Angst das unser Katerchen sich auch anstecken könnte. :-(
Noch was, sie hat sich heute wieder einen "Kater" von SECHS Wochen geholt... Das ist doch viel viel zu früh oder? Kleine Mietzies sollten, laut meiner Info, mindestens 12 Wochen bei der Mutter bleiben... Sie sagt er frisst schon normales Katzenfutter und das ganz eigenständig. Könnte sich der kleine auch an FIP anstecken?

Ich hoffe ihr bringt ein bisschen Licht ins dunkel, da ich momentan nicht wirklich Ahnung habe was ich glauben soll...

Danke schon mal.
Cordula
 
  • Wichtige Frage - FIP und neuer Kater Beitrag #2
Ich empfehle dir diese Seite, dort ist auchein Link zu FIP, sehr ausführlich und gut erklärt, dort wirst du sicher alle Antworten finden...

Nur soviel...
Ich habe eine Katze an FIP verloren, wird nun auch die Zweitkatze erkranken und kann ich noch etwas tun, um sie nun vor der Mutation des Virus zu schützen?

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird bei der Zweitkatze das Virus nicht mutieren, denn es ist äusserst selten, dass in einem Haushalt zwei Katzen in Folge an FIP erkranken und sterben.

Ob nun eine Katze gerade an FIP erkrankt ist oder nicht: Der allgemeine Forschungsstand sagt aus, dass mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit lediglich das FCoV und nicht das mutierte Virus übertragen wird - entweder per Tröpfcheninfektion aber in der Hauptsache durch den Kot. Die Wissenschaftler sind noch nicht 100%ig sicher, aber es bleibt also eher eine minimale Wahrscheinlichkeit, dass das mutierte Virus übertragen wird. Prof. Dr. Hans Lutz sagte im Vortrag am 19.11.2003 am Paul Ehrlich Institut in Langen, dass diese Wahrscheinlichkeit so gut wie gar nicht vorhanden sei. In deren Augen ist es dann nicht das mutierte Virus sondern ein anderer Stamm der Coronaviren. Wäre die Wahrscheinlichkeit der Übertragung des mutierten Virus sehr hoch, würde es wohl nur noch halb soviele Katzen auf der Welt geben.

Wir wissen ja nun, dass das FCoV meistens dann mutiert, wenn das Immunsystem der Katze geschwächt ist. Das muss ein Besitzer nicht einmal vorher merken. Und bis es der Besitzer merkt, liegt lt. Lutz das Ereignis meistens schon mehrere Wochen bis Monate zurück. Sei es nun ausgelöst durch schlimme Erkrankungen wie Leukose oder FIV, kann es ja bekanntlich auch jedweder Stress sein und dazu zählen auch unbedingt Impfungen z.B. gegen Schnupfen oder Seuche. Es gibt unendlich viele Stress-Situationen für eine Katze, alles was das Immunsystem durcheinander bringt. Gerade die Lymphozyten reagieren sofort auf Immunstimulanz oder Immunsuppression. Geraten die B- oder T-Zellen aus dem Gleichgewicht, kann dies zur Mutation des FCoV führen. Nicht jede Katze hat ein gleich gut ausgeprägtes Immunsystem.

Hat man nun eine Katze, bei der das FCoV mutiert, wird während dieser Phase das Virus millionenfach über den Kot ausgeschieden. Die mit im Haushalt lebenden Katzen werden nun also mit dem Viruskontakt überhäuft. Der Besitzer merkt ja nun erst Wochen oder Monate später dass eine FIP-Erkrankung vorliegt. Bis dahin können die anderen Katzen ja zwischendurch mal geimpft worden sein, haben vielleicht eine kleine Erkältung oder Stress gehabt und sind nun dadurch geschwächt. Bei einem kleinen Prozentsatz dieser Katzen mutiert nun leider auch bei ihnen das Virus. Da aber auch dieser Prozess wieder Wochen oder Monate dauern kann, stirbt diese Katze eben auch wieder um einiges später an FIP als die erstverstorbene Katze.

Das heisst aber nicht , dass das mutierte Virus übertragen wurde, sondern dass die Zweitkatze nur einfach nicht mit dem millionenfachen Kontakt "klar" gekommen ist.

Dagegen werden Besitzer niemals etwas tun können. Selbst wenn man mal etwas findet, was das Immunsystem genau dahingehend stärken könnte .... bis man es an der Erstkatze merkt, fand die Ausscheidung in hohem Maße ja bereits statt und bei der Zweitkatze kann es schon zur Mutation gekommen sein. Selbst wenn mal was gefunden wird, was man vorbeugend geben kann, wenn man herausfindet dass die Katze nun erstmal mit dem harmlosen FCoV in Kontakt kam, würde ich mir doch immer überlegen, ob ich einer noch jungen Mieze ihr Leben lang prophylaktisch irgendwelche Medikamente geben würde ... Schließlich liegt die Gefahr, dass eine Katze wirklich an FIP erkrankt "nur" bei 5% (also bei 5% aller mit dem FCoV infizierten Katzen mutiert das Virus). Einer Katze jedoch prophylaktisch ein Medikament zu geben und ihre Selbstheilungskräfte dadurch runter zu fahren, weil es eben von aussen unterstützt wird, würde ich mir von daher genau überlegen ...

Zu dem Baby.

6 Wochen ist VIEL zu früh, das amr Ding braucht noch dringend Mutters Brust!

Ca. 50-70 % aller Katzen in Deutschland sind Coronavirus- positiv, die wenigsten davon erkranken jemals an FIP.

Wenn der Babykater vorher Coronavirsu- negativ war, ist er es jetzt sicher bald nicht merhund kann daher theoretisch auch irgendwann an FIP erkranken. genauso kann es aber sein, das er von der Mutter schon die Coronaviren übernommen hat denn wie gesagt... Sie sind sehr weit verbreitet und man kann sich kaum lebenslang vor ihnen schützen.

Coronaviren werden durch Blut oder Speichel, also direkten Kontakt übertragen, wenn du dort bist und die Tiere streichelst, sollte also nichts passieren.
Ausserdem... Vielleicht habt ihr es ja auch... Wir haben sie vermutlich, denn Odin kommt aus dem Tierheim. Ich habe den Coronavirentiter nie bestimmen lassen, denn er sagt ohnehin nichts aus bei einem gesunden Tier.
Darüber sollte man sich gar nicht zuviele Gedanken machen, es bringt sowieso nichts. Ein stressarmer Alltag bringt da sehr viel, wenn Dosi ständig in rauher Panik durch die Gegend rennt, sobald Kätzchen einmal Durchfall hat, ist auch das Stress- für die Katzen.
Du selbst kannst dich auch mit Coronaviren infizieren, gibt eine leichte Durchfallerkrankung, und sie dann auch an deine Katzen weitergeben oder schon weitergegeben haben...

Coronaviren sind NICHT = FIP
 
  • Wichtige Frage - FIP und neuer Kater Beitrag #3
Vielen Dank für die schnelle Antwort :D
Der Kater den sie jetzt haben, stammt von der selben Mutter wie der Kater der eingeschläfert werden musste.
Entweder hab ich da eine komische Anschauung (was ich eher nicht glaube) oder irgendwas läuft da schief...
Ich habe sie gefragt, warum die Kätzin denn dauernd Junge Mietzies bekommen "darf". Darauf kann zur Antwort, das sie schon lange Junge bekommt und dass das halt so sei und sie schon so alt wäre.
Hmmm angeblich wurde der Kleine ja bereits seit 2 Tagen von der Mutter nicht mehr gesäugt. Und daher frisst er schon selber hat sie gesagt...
Naja wie auch immer, ich bin auf alle Fälle beruhigt dass ich mir keine grösseren Gedanken um unseren Mietzerich machen muss ;-)
 
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