... "Katzen sind absolut keine Tiere für mich! Die liegen eh nur rum und schlafen oder sie nehmen einem die Bude auseinander - kaputte Gardinen,zerkratze Möbel... Außerdem sind sie hinterhältig und schleichen einem um die Beine, nur um dann die Krallen auszufahren wenn man sie steichelt."
Steinigt mich, aber dies war bis vor knappen 3 Jahren meine vorherrschende Meinung über Katzen. Ich hatte prinzipiell nichts gegen Katzen und sicher gabs auch welche die ich niedlich fand. Aber mir eine Katze anschaffen?! Never.. Ich bin halt eher ein Hundemensch.
Bis sich eines Tages ein kleines Katzenkind in mein Herz schlich - und das kam so...
Ich bekam ein Einladung zum Frühstücken bei einer Bekannten, kam dort hin und wurde direkt an der Tür von einer Katze begrüßt -denn komischerweise kamen Katzen immer direkt zu mir obwohl ich mich keinerlei großes Interesse an ihnen zeigte, vielleicht auch gerade deswegen?! Wer weiß ;-)
"Komm mal mit, ich zeig Dir was." sagte sie... Und dann sah ich sie auch schon, ein Haufen kleiner Katzenbabys

Bei Tierbabys werde ich natürlich - typisch Frau - sofort schwach. Mein Gott waren die süüüß. Richtige kleine Fellknäule und eins kam auch direkt mit einem absolut hinreißenden "mauuuu" auf mich zu.
"Die hat noch kein neues zu Hause, ein paar sind schon weg und die anderen werden auch bald abgeholt...Willst Du sie haben?!"
Tja, was soll ich sagen?! Von diesem Moment an war ich also Katzenmutti :razz: Eine Entscheidung, die ich bis heute noch nicht eine Sekunde bereut habe, im Gegenteil - wieso hatte ich mich nicht eher mal mit Katzen angefreundet?!
Zu Hause angekommen musste ich erstmal meine Hündin und das kleine Kätzchen bekannt machen, was Gott sei Dank völlig reibungslos verlief. Die Katze war so klein, dass meine Hündin direkt meinte sie bemuttern zu müssen

(Dies legte sich jedoch, nachdem die Katze ihr über den Kopf gewachsen war)
Da ich mich bei der Nameswahl für das kleine Wesen sehr schwer tat wurde sie in den ersten Tagen stets nur "Katzenkind" gerufen, bis ich sie dann auf Cleopatra taufte. Da mein Freund um mich zu ärgern immer CleoPETRA zu ihr sagte und der Name auch recht doof zu rufen war, wurde aus Cleopatra schnell eine Cleo. Wobei ich sagen muss, für mich ist und bleibt sie das Katzenkind und ich nenn sie auch heute noch oft so
Mit der Zeit wurde das Katzenkind natürlich auch größer und in meinen Augen auch immer hübscher -faszniert beobachtet ich ihr Wachstum und die Veränderung ihres Aussehens: Ihre bernsteinfarbenen Augen wurden immer orangefarbener und das einst leicht getreifte Fell verwandelte sich in ein glänzendes blaugrau...
Ich habe sie zu einer sanftmütigen und bildhübschen Katze heranwachsen sehen und möchte diese Ehrfahrung nicht mehr missen. <3
Wenn ich, mein inzwischen 3 Jahre altes, Katzenkind jetzt so anschaue, erfülltes es mich immer noch mit Glück und stolz sagen zu können, dass sie mich "ausgesucht" hat damals und das ich uns diese Chance gegeben habe.
Nie hätte ich gedacht das Katzen solch wundervolle, treue und liebe Wegbegleiter sein könnten, aber sie hat mich eindeutig eines besseren belehrt. Und manchmal kann ich gar nicht glauben, wie unheimlich gutmütig und lieb sie ist. Noch NIE hat sie jemanden "absichtlich" verletzt oder gar angefaucht. Sie liebt Hunde und Kinder, lässt sich von jedem streichelt. Nichtmal mit den Hasen meines Sohnes gibt es Probleme - sie kann sich im selben Raum sein wo die Hasen frei laufen, die werden nicht gejagt oder so, eher geputzt
So, nun beende ich meinen Roman mal
