Hallo Blautanne,
Hat Jemand in solch einer Situation sich schon mal drei Katzen angeschafft und wie ist es ausgegangen?
also, da fallen mir jetzt spontan gerade zwei User ein, die eine dritte Katze angeschafft haben, um die häusliche Situation zu entspannen und zwar OceanSoul und Batidor. Soweit mir bekannt, hat es bei beiden gut funktioniert.
Sicher gibt es nie eine Garantie, dass es funktioniert, aber man muss sich die Wahlmöglichkeiten anschauen.
Dass es so wie es gerade ist nicht funktioniert, dass hast du ja selbst erkannt. Deshalb hast du ja den Thread hier eröffnet.
Also muss man etwas ändern. Nun, deine Idee dem Kleinen sein Verhalten abzugewöhnen, wäre zwar zielführend für deinen Großen, funktioniert aber leider nicht, denn der Kleine verhält sich eben wie ein ganz normales Kitten und das soll er doch auch dürfen, oder?
Die andere Chance ist, darauf zu setzen, dass dein alter Kater anfängt den Kleinen zu erziehen,
z.B. der Kleine wird von Großen runtergedrückt, auf den Bauch gedreht und mit einem Kehlbiss fixiert.
Klingt brutal, ist aber normale Erziehung durch die Katzenmamas und Geschwister.
Das ist für mich nur bedingt eine Chance. Denn dein großer Kater hat zwar ein Recht darauf sich seinen Freiraum zu erhalten und da auch erzieherische Maßnahmen anzuwenden, nur wäre dann der Kleine immernoch unausgelastet und auch wenn er die Grenzen des Großen akzeptiert ist er ja mit der Situation immernoch unglücklich. Verstehst du, was ich meine?
Die Frage ist: Was kann ich tun, damit alle Beteiligten, sprich beide Kater und du, wieder zufrieden sind?
Und da kommt man eben zu dem Kumpel für den Kleinen.
Für deinen kleinen Kater liegt der Vorteil auf der Hand: er hätte dann einen Kumpel, der mit ihm rauft und die beiden könnten sich gegenseitig auslasten.
Dein großer Kater hat den Vorteil, dass er wahrscheinlich nicht mehr so im Mittelpunkt der AUfmerksamkeit des Kleinen steht. Ich weiß, dass viele Angst haben, dass dann zwei Terrorzwerge auf den Großen losgehen, aber die Erfahrung zeigt, dass dem meist nicht so ist.
Katzen respektieren grundsätzlich die Grenzen ihres Gegenübers, wenn sie ihre Bedürfnisse anderweitig stillen können. Das dein Kleiner dies nicht tut liegt natürlich zum Teil an der fehlenden Sozialisierung, wie Geek schon sagte, zum anderen aber einfach auch daran, dass er ja gar keine Ausweichmöglichkeit hat.
Und du hättest den Vorteil, dass du dir um die Katzen keine Gedanken mehr machen müstest, weil du ständig miterlebst, dass sie eigentlich nicht glücklich miteinander sind.
Dann kommt man natürlich zu der Frage: Was ist denn der richtige Kumpel?
Das wurde ja schon hinreichend beantwortet. Ein gut sozielisierter, mindestens 12 Woche alter Kater.
Ich würde dir dann noch raten, wenn du dich dafür entscheidest, dass du nach einer Pflegestelle, oder einem Züchter schaust, wo du vereinbaren kannst, dass du das Tier wieder zurückbringen kannst, wenn es gar nicht geht. Wenn du ein
Tierheim in deiner Nähe hättest, dass dir ebenfalls eine längere Probezeit als nur zwei Wochen einräumt, wäre das auch ok. Aber diese obligatorischen zwei Wochen, die die meisten
Tierheim zulassen, reichen meist nicht, um eine wirkliche Zusammenführung zu gestalten.
So, das waren jetzt meine Gedanken zum Thema. Ich hoffe, sie konnten dir ein wenig helfen.
LG