Hallo zusammen,
mein Name ist Oskar, und ich denke darüber nach, einem tierischen Mitbewohner ein neues zu Hause zu geben. In meiner Situation hätte das sowohl für die Katze als auch für mich Vor- und Nachteile, daher hätte ich gerne mal die Meinung von erfahrenen Katzenprofis. Die Situation ist folgende:
Ich bin 30 Jahre alt und lebe allein. Ich besitze ein Einfamilienhaus mit ganz viel Platz (
rd. 100m²) und einem relativ großen Grundstück drum rum (etwa 800m²). Das Ganze liegt zwar in der Stadt, aber eher in einem Wohngebiet am Stadtrand. Das Grundstück ist zur Straße hin offen, ich könnte es auch nicht "katzensicher" abriegeln.
Da ich allein lebe, gehe ich relativ viel arbeiten. Zu der normalen 40-Stunden-Woche kommt ein zweiter Job, und so bin ich oft von 7 Uhr morgens bis 11 Uhr abends unterwegs. (zwei bis drei Tage die Woche)
Mir stellen sich folgende Fragen:
- macht eine Katze überhaupt Sinn, wenn sie zwei bis drei Tage in der Woche den ganzen Tag ohne mich auskommen müsste?
- Wie lang kann man eine Katze überhaupt allein lassen (genug Futter naturlich vorausgesetzt), falls ich mal mehrere Tage nicht da bin (also sicher keine Woche, aber für eine oder zwei Nächte?)
- Ist ein reines Wohnungstier besser (gut 100m² Wohnfläche plus Keller) oder sollte sie Freigang haben? (Hier ist ja Platz, aber die wird nicht auf dem Grundstück bleiben wollen. Ich möchte sie aber weder von der Straße kratzen noch Stress mit den Nachbarn haben). Eine Katzenklappe wäre bautechnisch möglich, wenn auch nicht so einfach. Einerseits finde ich, Katzen gehören nach draußen, anderseits möchte ich sie aber auch etwas unter Kontrolle haben, damit ihr nichts passiert
- macht es Sinn, besser zwei Katzen zu halten? Nicht dass der einen allein langweilig wird. Anderseits befürchte ich auch ein wenig, dass sie sich gegenseitig auf dumme Ideen bringen

- welche Kosten muss ich Eurer Meinung nach kalkulieren? Die Schätzungen die ich bis jetzt gefunden habe, gehen von 30 bis an die 100 Euro pro Tier und Monat. Bei zwei Katzen fällt das natürlich doppelt ins Gewicht.
- Macht es Sinn, die erste Woche nach dem Einzug des/der neuen Haustier/e erstmal Urlaub zu nehmen, damit man sich sozusagen aneinander gewöhnt? Oder nehmen die das dann gleich als Dauerzustand an und randalieren, wenn ich nach ner Woche wieder arbeiten gehe?
- Muss ich mir, wenn ich eigentlich genug "katzenspezifische Einrichtung" habe, Gedanken um meine Tapeten und Polstermöbel machen? Brauche ich ggf. bei zwei Tieren auch zwei Kratzbäume, damit jeder sein "Revier" hat?
- Was empfiehlt Ihr als "Erstausstattung"? Wenn ich danach bei Fressnapf & co frage, verkaufen die mir ja alles mögliche... Brauche ich für eine Freigängerkatze weniger "Zeug" in der Wohnung?
- Und zu guter letzt, wie erzieht man eine Katze? Wie bringe ich Ihr z.B. bei, dass sie zwar aufs Sofa darf, aber nicht auf den Tisch? Und hält sie sich dran, wenn ich nicht da bin?
Was für mich feststeht, sind aber schonmal zwei Dinge: es wird/werden Tier/e aus dem Tierheim und es wird/werden gerne ältere Tiere. Vielleicht sind die etwas ruhiger, vor allem aber sollten sie schon mal Stubenrein sein.
Wie sind Eure Erfahrungen mit aus dem Tierheim vermittelten Tieren? Ich denke mir, die sollten ihre Tiere gut genug kennen, um eins (oder halt auch zwei) zu finden, das zu mir passt, wenn ich meine o.g. Lebensumstände erkläre. Oder sind die eher so drauf, dass sie jedem alles mögliche "aufquatschen", Hauptsache sie sind die Tiere los? Müssten ja dann damit rechnen, dass sie sie zurückbekommen. Müssen sie die eigentlich zurücknehmen in so einem Fall?
Ich glaube das ist erstmal alles, was ich grade so im Kopf habe. Aber bevor ich micht (und das bzw die Tier/e) unglücklich mache, hätte ich gern erst Eure Expertenmeinung.
vielen Dank
Oskar