If I had a friend
All on this earth
You've been a friend to me.
Eigentlich wollte ich warten.
So schnell wollte ich keine neue Katze.
Aber dann segelte eine Schneeflocke vom Himmel herab.
Der Knirps wurde aus einer Tiermessi Wohnung herausgeholt und ist vorübergehend bei einer netten Dame untergekommen, die aber auf Dauer nur Platz für eine Katze, seinen Bruder, hat. Sie suchte dringend nach jemand, der den zweiten Kater aufnehmen würde.
Besagte Dame hatte sich bei mir gemeldet, als sie von dem
Unglück mit meinem geliebten Kater Müsli erfahren hatte und angefragt, ob ich vielleicht den Bruder ihres Katers aufnehmen könnte. Er ist 12-13 Wochen alt, war aber noch total verfloht, da sich die Tiermessis nicht artgerecht um die Katzen gekümmert haben. Ich war zuerst sehr unsicher solch eine Katze aufzunehmen, aber ich stimmte einem Besuch bei der Frau zu. Ich wollte dem Kerlchen eine Chance geben und ihn unverbindlich ansehen kommen. Das tat ich auch, zusammen mit einem Kumpel und meinem Freund. Und mir sprang überhaupt kein krankes Tier vor die Beine sondern ein putzmunterer, wenn auch von Untermietern bewohnter kleiner Knirps.
Er sauste uns um die Beine und jagte alles, was sich bewegte. Und die Augen. So kluge, durchdringende Augen hatte ich selten gesehen. Für mich war schnell klar, dass ich diesen Kater trotz seines kleinen Problems aufnehmen möchte. Müslis Verlust lastet schwer, aber ich konnte ihn nicht da lassen. Keiner wollte ihn sonst, denn sonst hatte niemand Interesse gezeigt und die derzeitige Ersatzmutter konnte ihn, wie erwähnt, nicht mehr lange behalten. Also nahmen wir den Knirps mit. Und nur einen Tag später ging es direkt zum
Tierarzt. Alles muss gemacht werden, geimpft ist er, so vermutete die Vermittlerin, auch nicht. Doch zuerst bekam ich was gegen die Flöhe mit - nun sind sie alle tot, nichts kreucht und fleucht mehr. Die Tabletten dagegen muss er aber noch eine Weile einnehmen. Danach wird entwurmt und geimpft, so meinte der
Tierarzt.
Miauen kann er (noch) nicht, er macht immer nur „fiep“. Und das sehr oft, vor allem, wenn er Hunger hat. Verschmust war er von Beginn an. Erst zögernd, dann immer mehr. Inzwischen schläft er auf meinem Rücken (was gruselig ist, den Müslis Schwester tat das auch gern und der Kleine sieht ihr sehr ähnlich) mit unter der Decke oder einfach auf dem Schoss. Er ist stubenrein und frisst wie ein winziger Scheunendrescher.
Er ist weiss/getigert und hätte an sich eine perfekte Farbverteilung - doch es befindet sich ein einzelner, weißer Fleck auf seiner rechten Schulter. Aus dem Grund habe ich ihn Frosty genannt, angelehnt an Jack Frost: Der Fleck erinnert mich immer an eine Schneeflocke. Der Kleine wärmt das trauernde Herz und gibt ihm Nähe und Geborgenheit, dabei sollte ich diejenige sein, die das dem Kätzchen geben mag.
How to be brave?
How can I love when I'm afraid to fall?
But watching you stand alone,
All of my doubt suddenly goes away somehow.