Katzen-Mischlinge / Hunde-Mischlinge - nicht vergleichbar ?

Diskutiere Katzen-Mischlinge / Hunde-Mischlinge - nicht vergleichbar ? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Grundsätzlich kann eine gezielte Einkreuzung von Fremdrassen bei Rassen mit sehr kleinem Genpool sinnvoll sein, wenn das gut durchdacht ist. Bei...
  • Katzen-Mischlinge / Hunde-Mischlinge - nicht vergleichbar ? Beitrag #21
Grundsätzlich kann eine gezielte Einkreuzung von Fremdrassen bei Rassen mit sehr kleinem Genpool sinnvoll sein, wenn das gut durchdacht ist. Bei Hunden muss man sich dann aber immer viele Gedanken darüber machen, welche Rasse die typischen Anlagen zu bestimmten Verhaltensweisen, die teilweise über Jahrhunderte angezüchtet wurden, nicht ruiniert. Einem Schäfer nützt ein vielleicht genetisch vielfältigerer Border Collie gar nichts, wenn er nicht mehr ordentlich hüten kann. Genauso ist ein Retriever nicht brauchbar, der nicht mehr den erwünschten vorsichtigen Biss hat, um Beute unbeschadet zu apportieren.

Diese speziellen Nutz-Eigenschaften gibt es bei Katzen in dem Sinne nicht. Außerdem hat der gezielte Outcross so gar nichts mit normalen Mischlingen zu tun, bei denen in den seltensten Fällen ein Zuchtziel besteht oder die Eltern auf irgendwas untersucht sind.
 
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  • Katzen-Mischlinge / Hunde-Mischlinge - nicht vergleichbar ? Beitrag #22
Grundsätzlich kann eine gezielte Einkreuzung von Fremdrassen bei Rassen mit sehr kleinem Genpool sinnvoll sein, wenn das gut durchdacht ist. Bei Hunden muss man sich dann aber immer viele Gedanken darüber machen, welche Rasse die typischen Anlagen zu bestimmten Verhaltensweisen, die teilweise über Jahrhunderte angezüchtet wurden, nicht ruiniert. Einem Schäfer nützt ein vielleicht genetisch vielfältigerer Border Collie gar nichts, wenn er nicht mehr ordentlich hüten kann. Genauso ist ein Retriever nicht brauchbar, der nicht mehr den erwünschten vorsichtigen Biss hat, um Beute unbeschadet zu apportieren.

Diese speziellen Nutz-Eigenschaften gibt es bei Katzen in dem Sinne nicht. Außerdem hat der gezielte Outcross so gar nichts mit normalen Mischlingen zu tun, bei denen in den seltensten Fällen ein Zuchtziel besteht oder die Eltern auf irgendwas untersucht sind.

Ja, da hast du vollkommen recht.

LG, Gold-Locke
 
  • Katzen-Mischlinge / Hunde-Mischlinge - nicht vergleichbar ? Beitrag #23
[...] Das zunehmende Auftreten von Erbkrankheiten hängt in der Rassehundezucht vielfach damit zusammen, dass die Verpaarungspartner rassebedingt leider oft auch die gleichen rezessiven Gene tragen, und somit ein verhältnismäßig hohes Risiko besteht, dass Krankheiten zum Vorschein kommen oder an die nächste Generation weitergegeben werden. [...]
Also, zum einen sind rezessive Gene ja nicht zwingend krankmachende und zum anderen kann Reinerbigkeit auch was Gutes sein - da ist die Genetik eigentlich ziemlich fair - also, was dem einen recht, muss dem anderem billig sein ;-).

[...] Was ist der Vorteil von Rassemixen? Gerade in der F1-Generation der kontrollierten Fremdrassenverpaarung kann man das Risiko von Erbkrankeiten auf ein Minimum reduzieren und profitiert wie schon gesagt vom sogenannten Heterosiseffekt, d.h. es entsteht eine Welpengeneration, die überdurchschnittlich leistungsfähig ist und über eine besondere Widerstandskraft verfügt." [...]
Wieso das denn?

Mal ein Beispiel dazu - der Labradoodle, eine Mischung aus Retriever und Pudel, gezüchtet, um das sanfte, familiäre Wesen des Retrievers und das nicht haarende Fell des Pudels zu vereinen. Toll oder? Etwas für Allergiker - sensationell. Dumm nur, dass - wenn man glaubt, dass nur das rauskommt - man den guten alten Mendel vergessen hat.

Wie also zur Hölle kommt man darauf, dass der Vorteil von Mixen sei, dass sich Krankheiten reduzieren? Wenn man Pech hat, potenzieren sie sich :shock:, weil man eben nicht weiß, wie manchen Gene, die sonst nicht zusammentreffen zusammen wirken (Stichwort 'Marker') - wer glaubt, man müsse nur zwei verscheidnee Rassen kreuzen und habe gesunde Nachkommen, hat meiner Meinung nach irgendetwas bei der Genetik nicht verstanden ...
 
  • Katzen-Mischlinge / Hunde-Mischlinge - nicht vergleichbar ? Beitrag #24
Es gibt nen effekt in der genetik der das auftreten in der f1 generation von mischlingen reduziert. Ich schreib morgen ma was dazu.

Immerhin werd ich BTA für Mikrobio und Molekularbiologie :D irgendwas muss man ja wissen.
 
  • Katzen-Mischlinge / Hunde-Mischlinge - nicht vergleichbar ? Beitrag #25
Ich denke, du meinst den bereits angesprochenen Heterosis-Effekt - das Problem ist nur, dass der eben nicht zwingend eintritt. Und was ist mit den 'Ausschuss'-Tieren, die es eben dann negativ trifft :cry:?
 
  • Katzen-Mischlinge / Hunde-Mischlinge - nicht vergleichbar ? Beitrag #26
Der Heterosis-Effekt tritt dann auf, wenn man vorher Zuchtlinien stark inzüchtet.

Inzucht ist tatsächlich ab einem gewissen Grad ein Problem. Egal, wie gut man auf gesunde Zuchttiere selektiert, treten irgendwann geringere Wurfgrößen, eine geringere Fitness und ein schlechteres Immunsystem auf. In der Natur ist die Selektion auf Fitness sehr ausgeprägt und trotzdem ist das bei Arten, die durch einen genetischen Flaschenhals gingen, ein großes Problem. Dazu ist gerade ein erschienen.

Meiner Meinung nach sollte in Bezug auf Inzucht in der Katzenzucht ein Umdenken stattfinden. Die gezielte Zucht von Katzen ist ein relativ neues Phänomen mit vielen sehr jungen Rassen. Dadurch sind die durch Inzucht und einen kleinen Genpool entstehenden Probleme bei nur wenigen Rassen ein Thema. Allerdings wird sich das ändern und es wäre sicher gut, nicht erst in eine Sackgasse zu geraten und dann etwas retten zu wollen.
 
  • Katzen-Mischlinge / Hunde-Mischlinge - nicht vergleichbar ? Beitrag #27
Der Heterosis-Effekt tritt dann auf, wenn man vorher Zuchtlinien stark inzüchtet.[...]
Eben - das ist der Punkt. Aber das wird meist überlesen und es heißt, dass Mischlinge (allgemein) immer gesünder sind, was eben NICHT der Fall ist. Sie können, klar, aber sie können genau so gut auch nicht und das ist das Wichtige, was man vor Augen haben sollte.
 
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