Grundsätzlich kann eine gezielte Einkreuzung von Fremdrassen bei Rassen mit sehr kleinem Genpool sinnvoll sein, wenn das gut durchdacht ist. Bei Hunden muss man sich dann aber immer viele Gedanken darüber machen, welche Rasse die typischen Anlagen zu bestimmten Verhaltensweisen, die teilweise über Jahrhunderte angezüchtet wurden, nicht ruiniert. Einem Schäfer nützt ein vielleicht genetisch vielfältigerer Border Collie gar nichts, wenn er nicht mehr ordentlich hüten kann. Genauso ist ein Retriever nicht brauchbar, der nicht mehr den erwünschten vorsichtigen Biss hat, um Beute unbeschadet zu apportieren.
Diese speziellen Nutz-Eigenschaften gibt es bei Katzen in dem Sinne nicht. Außerdem hat der gezielte Outcross so gar nichts mit normalen Mischlingen zu tun, bei denen in den seltensten Fällen ein Zuchtziel besteht oder die Eltern auf irgendwas untersucht sind.