Vergesellschaftung weiter probieren?

Diskutiere Vergesellschaftung weiter probieren? im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Unsere Soraya ist sei jung an wohl schon im Züchterhaushalt das Mobbingopfer gewesen. Eine Vergesellschaftung mit einer Hauskatze ging leider so...
  • Vergesellschaftung weiter probieren? Beitrag #1
Schutzkatze

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Unsere Soraya ist sei jung an wohl schon im Züchterhaushalt das Mobbingopfer gewesen. Eine Vergesellschaftung mit einer Hauskatze ging leider so la la. die Hauskatze hat sie immer und immer wieder alle paar Tage oder gar Wochen scheinbar grundlos aus dem Nichts heraus angegriffen. Soraya lief dann immer schreien davon und wurde dem entsprechend durch die ganze Wohnung geprügelt. Anderntags lagen sie wieder relativ eng zusammen. Da Soraya Herzkrank ist, und sich niemals zur Wehr setzt, wurde uns aus tiermedizinischer Sicht geraten, nach dem Weggang der Hauskatze nicht noch einmal eine Katze dazu zu setzen. Wir haben aber beobachtet, dass Soraya sehr gesellig ist. sie hatte in der Vergangenheit immer iweder die Nähe zur anderen gesucht und als sie alleine war, wurde sie deutlich depressiv. Schlief viel, war traurig, an nichts so recht ineteressiert undlangweilte sich zu Tode. Von Tierschützern und Katzenkennern wurde daher geraten, eine soziale friedliche Katze hinzu zu setzen. Wir wurden auch fündig: es wurde ein Mobbingopfer (Perserdame, 1,5 Jahre) angeboten. Bei den Leuten im Haushalt zeigte sich das Tier sehr friedlich und ausgeglichen und ruhig. Sie hatte zwar keine Panik vor der anderen Katze, war aber eindeutig die Untergebutterte und fügte sich auch. Sie zeigte sich sehr ruhig und verschlafen und auch überhaupt nicht verspielt. Deshalb durfte sie einziehen, denn genau so jemand wurde ja gesucht: was gemütliches, was einfach nur da ist.
Die erste Woche bekam Cindy ihr eigenes Zimmer. Da beide Katzen deutlich interessiert waren, wer sich denn auf der anderen Seite der Tür aufhält, wurde eine Gittertür angefertigt. Die Tiere können nun Tag und Nacht Kontakt halten, und nicht nur, wenn man direkt daneben steht. Im Flur wurde ein Feliway eingesteckt. Cindy ist nicht bösartig, nicht so wie die verflossene Hauskatze brutal. Sie gurrt, wenn sie Soraya sieht. Aber sie glotzt sie auch an, lauert ihr aus dem Hinterhalt auf und jeagt sie durch die Wohnung. Soraya rennt schreiend weg und versteckt sich. Genau solche Szenen wollten wir ja unbedingt vermeiden, wegen ihrer Erkrankung! Cindy lauert Soraya sogar auf der Toilette auf und drängt sie in die äußerste Ecke des Badezimmers. Soraya knurrt dann und ist darauf angewiesen, dass ihr Mensch sie aus dieser Lage befreit. Cindy die Neue, hat mittlerweile Ausgang in die anderen Zimmer, wenn wir z. B. Revierwechsel betreiben. Sie hat mittlerweile alles okkupiert. Und im Flur, wo der feliway hängt, zerkratzt sie die Tapeten! In 10 Jahren Katzenhaltung ist mir noch nie einer an Tapeten oder Möbel gegangen! Hängt das vll. mit feliway zusammen? Macht es überhaupt noch weiter Sinn mit den beiden, weil Soraya nach drei vier Wochen noch immer angst vor Cindy hat? Es wird noch immer geknurrt und gefaucht, wenn sie ihr zu nahe kommt. Cindy lässt sich nciht beeindrucken und scheucht die Altkatze durch die Wohnung. Soraya wirkt deutlich gehemmt und gestresst und traut sich im eigenen Revier nicht mehr, sich frei zu entfalten und zu bewegen. Erst wenn das Gitter wieder zu ist, kommt sie aus sich heraus. Und hüpft auch schon mal gewitzt ans Gitter, um dann wieder in die andere Richtung weg zu springen, so nach dem Motto: ätschebätsch!
 
  • Vergesellschaftung weiter probieren? Beitrag #2
HI,

erstmal ganz schön langer Text :mrgreen:

Also drei-vier Wochen sind garnix bei einer Zusammenführung.

Wir haben ein kleines Mädel zu unserem Hannibal dazu geholt vor knapp zwei Monaten. Es gibt immer noch gefauche, ab und an Spielen zusammen, aber auch erst seit einer Woche ca. Zeit würde ich Ihnen auf jeden Fall geben und das Trennen finde ich nicht gut. Wir haben die kleine im Wohnzimmer aus der Box gelassen und alles andere den Zwei selbst überlassen.
 
  • Vergesellschaftung weiter probieren? Beitrag #3
Hallo Hannibal,
danke für Deine Antwort. wie man die Zusammenführung macht, schnell oder langsam, darüber gibt es ja verschiedene Empfehlungen. In der Vergangenheit, mit gesunden Katzen, habe ich auch immer sofort zusammen gesetzt. Aber Soraya ist krank, sie ist nicht belastbar, sie hat Angst, wehrt sich nicht und läuft weg. Daher habe ich mich für eine langsamere Vergesellschaftung entschieden. Durch die Gittertür können sie ja, wenn sie wollen und es aushalten können, gefahrlos Kontakt halten. Soraya braucht zwischendurch ihre Ruhe, aber Cindy ist noch weit davon entfernt, ihr Ruhe zu lassen und zu akzeptieren, wenn Soraya etwas nicht will. Mir hat sogar schon mal jemand gesagt, ich riskiere bei Soraya einen Herzinfarkt, wenn sie dauernd in die Enge getrieben wird. Das Tier stünde ständig unter Stress und habe keinerlei Möglichkeiten, dem zu entgehen. Sorayas Züchterin meint, das höre sich alles gar nicht gut an und riet, abzubrechen. Andere Bekannte rieten, es weiter zu probieren. Aber Soraya ist deutlich ihre Angst, der Stress und die Unsicherheit anzusehen :c020:
Ich persönlich stehe auch so unter Stress aus Sorge um Soraya, dabei wollte ich ihr nur Gutes tun. Gesternhabe ich im Bad gesessen und bitterlich geweint, so habe ich mir Vorwürfe gemacht. Die Revierinhaberin verliert nach und nach die Kontrolle über ihr Reich, arme Soraya.
 
  • Vergesellschaftung weiter probieren? Beitrag #4
Hallo!

Ich würde, um dem ganzen die Anspannung erst mal zu nehmen, die Gittertür weiter ständig geschlossen halten. So können sich alle Beteiligten erst einmal beruhigen.
Dann evtl. am Gitter ( in Sichtweite) füttern und die Näpfe jeden Tag ein Stückchen näher zusammen stellen.
Abwechselnd mit den Katzen beschäftigen, damit die jeweils andere einfach nur beobachten kann.
 
  • Vergesellschaftung weiter probieren? Beitrag #5
Hallo Schutzkatze,

meiner Meinung nach hast du die Art der Zusammenführung sehr gut gewählt. Alle Katzen, außer Kitten, sollte man immer langsam zusammenführen, am besten mit Gittertür. Das hast du ganz richtig gemacht. Die Mehrheit der Hauruck-Zusammenführungen geht nämlich oft greulich in die Hose, so daß die Katzen von Anfang an keine Chance haben.

In deinem speziellen Fall ist diese langsame Methode erst recht angebracht. Ich befürchte aber, daß Soraya gerade ein böses Dejavu hat. Wieder wird sie angegriffen und eingeschränkt. Vor allem das Klomobbing finde ich persönlich mehr als bedenklich. Von daher sollte sie erst mal dauerhaft ihren eigenen Schutzraum haben, mit Klo, Futter und Wasser. Nach 4 Wochen ist noch nicht alles verloren. Allerdings solltest du dich auf eine lange Gittertür-Phase einstellen. Das könnte Monate dauern. In dieser Zeit sollten die Katzen wirklich getrennt bleiben und nur durch die Gittertür Kontakt aufnehmen können.

Wenn sich partout keine Annäherung abzeichnet bzw. deine Soraya offensichtlich zeigt, daß sie Cindy nicht akzeptieren wird, brich' ab. Es ist keine Schande, wenn man zum Wohle der Tiere auf eine Zusammenführung verzichtet. Du hast dir im Vorfeld viele gute Gedanken gemacht und eine passende Partnerin gesucht. Mehr kann man nicht tun als Halter. Alles andere entscheiden die Katzen, auch wenn manchmal nicht das gewünschte Ergebnis herauskommt.

Ich würde den beiden noch ein paar Wochen geben, unter der Voraussetzung, daß Soraya nicht "leidet". Tut sie es: sofortiger Abbruch. Sie hat Hausrecht. Ich würde auch noch mal mit deinem Tierarzt sprechen, ob man zur Unterstützung z.B. Zylkene, Bachblüten, Schüssler Salze etc. einsetzen kann/soll.

Alles Gute
Jubo
 
  • Vergesellschaftung weiter probieren? Beitrag #6
Cindy ist eine junge Katze, wie alt ist eigentlich Soraya?
Ich vermute mal, Sindy ist jetzt hellauf begeistert, das sie es endlich ausleben kann, nicht mehr gemobbt zu werden. Und braucht vom Alter her auch eine Katze, die mit ihr spielt.

In ihrem früheren Zuhause konnte sie wohl nicht richtig eingeschätzt werden, eine Katze, die gemobbt wird, zieht sich zurück und zeigt nicht ihr echtes Wesen. Sie hat sich dort bestimmt nicht getraut, zu spielen und eben nicht einfach nur da zu sein.

Spielt so viel wie möglich mit ihr. Damit sie schon ein wenig ausgepowert ist und nicht alle Energie auf die andere Katze richtet.

Und Zylkene (für Soraya) könnte schon eine gute Idee sein.
 
  • Vergesellschaftung weiter probieren? Beitrag #7
Hallo Ihr drei, erst einmal vielen Dank für die Blumen und Eure Einschätzung. Ich werde das mit der Zylkene mal beim Tierarzt ansprechen, denn ohne sein ok würde ich Soraya keine Medikamente geben. Obwohl: ich verwende die Bachblütenmischung gegen Angst, die vom Fressnapf.
Ich bin innerlich immer noch hin und hergerissen. Einerseits sucht Soraya (3Jahre) immer wieder Cindys (1,5 Jahre) Nähe und geht zum Wohnzimmer, mals sehen, was die so macht. Doch wenn Cindy kommt, rennt sie weg, unter das Bett. Tagelang musste sie unter dem Bett gefüttert werden :cry: Und Cindy ist wenn sie im Wohnzimmer ist, die beste, schmusigste, friedlichste Katze, die es gibt. Genau so, wie sie bei den Leuten war, wie die sie auch kannten. Cindy ist wie ein Hund, hört aufs Wort, rennt einem immer interessiert hinterher (und versucht, das Heft an sich zu reißen). Soraya zieht sich im Zweifel zurück. Einmal als die Gittertür offen war, habe ich beobachtet, wie Soraya auf den Hinterbeinen aufrecht stehend zwei Sprünge Richtung Wohnzimmer machte, dann auf alle Viere zurück ging und noch zwei weitere Sprünge so wie ein Frettchen machte. Als Cindy, ebenfalls wie ein Frettchen kam, rannte Soraya wieder ins Schlafzimmer unter das Bett. Auf den letzten Metern rannte Cindy auch, nicht mehr wie ein Frett, sondern Langstrecke. Gestern war ich so weit, für Cindy eine Kleinanzeige aufzugeben. Heute ist so weit alles ruhig und ich schau ihr ins Gesicht und denke: Du kannst hier bleiben, wenn Du Soraya akzeptierst. Warum zerkratzt Cindy eigentlich (bislang ausschließlich) im Flur die Tapete? Kann das am feliway liegen? Und würde es sich bessern, wenn ich bis in angemessener Höhe mit Elefantenhaut streiche? Oder wird sie sich dann andere Stellen suchen? Sie macht es immer heimlich, wenn keiner schaut. Und den Flur in Alufolie einwickeln sieht sch.... aus!
 
  • Vergesellschaftung weiter probieren? Beitrag #8
Ich denke sie markiert im Flur durch das Kratzen. Versuch ihr etwas zum Kratzen hinzuhängen (Kratzmatte o.Ä.).
Und wie schon geschrieben, würde ich die Gittertüre geschlossen lassen für die nächste Zeit.
 
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