Nicht sterilisierte Katzen, Eizellenwucherungen?

Diskutiere Nicht sterilisierte Katzen, Eizellenwucherungen? im Zucht und Genetik Forum im Bereich Katzenzucht und Nachwuchs; Hallo und guten Morgen, Ich bin neu hier und hätte eine komplizierte Frage an alle erfahrenen Katzenfreunde. Ich werde Ende Januar, Anfang...
  • Nicht sterilisierte Katzen, Eizellenwucherungen? Beitrag #1
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Seltami

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Hallo und guten Morgen,

Ich bin neu hier und hätte eine komplizierte Frage an alle erfahrenen Katzenfreunde.

Ich werde Ende Januar, Anfang Februar meine erste Russisch Blau Katze, geb. am 19.11.13, zu mir nehmen. Es ist ein Weibchen und ich möchte vielleicht irgendwann einmal Nachwuchs züchten.

Deshalb meine Frage an Euch:
Wir hatten schon mehrere Hauskatzen und mein Tierarzt erklärte mir seinerzeit, dass man Katzen auf jeden Fall sterilieren lassen soll, sollte man sie nicht decken lassen. Er meinte, die Katze entwickle bei jeder Rolligkeit mehrere befruchtbare Eizellen, die sich zu Wucherungen entwickeln würden, sollten sie nicht befruchtet werden und daran könnte die Katze sterben, weil sie dann innerlich verblutet. Konkret würde das ja dann bedeuten, dass ich meine nicht sterilisierte Rassekatze bei jeder Rolligkeit decken lassen muss.

Jetzt habe ich aber einmal beim Rassekatzenverein NRW die Zuchtregeln durchgelesen. Da steht z.B., dass man mit Jungtieren frühestens mit 10 Monaten anfangen darf zu züchten. Außerdem steht da, dass man in 2 Jahren höchstens 3 Würfe haben sollte.

Wie geht das dann konkret sollte die Katze bereits vor 10 Monaten ihre erste Rolligkeit haben und sollte sie öfter als 3 Mal in 2 Jahren rollig werden, wenn die Gefahr besteht, dass sie an den auswuchernden Eizellen stirbt, sollte sie nicht gedeckt worden sein?

Vielleicht kann mir das hier jemand erklären? Das wäre wirklich sehr aufschlussreich. Vielleicht hat mein Tierarzt das auch nur erzählt, damit sich Hauskatzen nicht unendlich vermehren und er ein Befürworter der generellen Katzensterilisation ist.
 
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  • Nicht sterilisierte Katzen, Eizellenwucherungen? Beitrag #2
Herzlich willkommen hier im Forum! Tatsächlich ist es so, dass das spezielle Fortpflanzungsverhalten von Katzen die Zucht recht kompliziert machen können. Das, was Dein Tierarzt erzählt, ist völlig richtig. Sollte eine Katze sehr früh anfangen rollig zu werden, geben manche Züchter ihrer Katze die Pille, bis sie zum richtigen Zeitpunkt gedeckt werden soll. Das ist aber auch nicht ohne Nebenwirkungen, denn man greift in den Hormonhaushalt einer Katze ein, die gerade erwachsen wird und bei der sich das hormonelle Gleichgewicht erst noch einstellen muss. Deshalb raten manche Tierärzte auch davon ab. Es gibt auch ein Medikament, das man Katzen an Anfang der Rolligkeit spritzen lassen kann und das dazu führt, dass die sich entwickelten Eizellen reifen und es zu Eisprüngen kommt. Dadurch bilden sich keine Zysten und die nächste Rolligkeit erfolgt erst mind. 5-6 Wochen später. Zusätzlich hat man bei beiden Methoden - bei der ersten ein höheres - Risiko für Gebärmutterentzündungen.

Wenn man Glück hat, setzt aber die erste Rolligekeit nicht ganz so früh ein. Ich hab gerade ein Mädel hier, das schon über ein Jahr alt ist und noch nie rollig war. Das ist für mich und natürlich die Katze sehr angenehm, weil man dann nicht den Stress hat, eine rollige Katze zu haben, die man noch nicht decken lassen kann. Ganz günstig ist es auch, wenn Katzen viel in einem Freigehege oder einem gesicherten Garten draußen sein können, weil sie dadurch oft einen jahreszeitlich bedingten Rhythmus zeigen und oft eine Pause im Herbst machen.

Aber Du solltest Dich mit dem Thema Zucht und Fortpflanzung gut auseinandersetzen. Da gehört viel mehr dazu, als sich an die Regeln eines Vereines zu halten. Die meisten Züchter halten es auch so, dass eine Katze nicht mehr als 1 Mal pro Jahr Kitten bekommt und dann viel Zeit hat, sich von der Aufzucht der Kitten zu erholen. Die ist nämlich für die Katze wesentlich anstrengender als die Trächtigkeit.
 
  • Nicht sterilisierte Katzen, Eizellenwucherungen? Beitrag #3
Danke Borealis für deine Antwort. Ich setze mich gerade mit dem Thema Katzenzucht auseinander und weiß, dass es da noch einiges mehr zu beachten gibt. Es war erst einmal eine generelle Frage, weil mir nicht klar war, wie man das konkret handhaben kann und ich mir durch eine Sterilisation nicht von Anfang an die Möglichkeit verbauen möchte, einmal mit dem Züchten anzufangen! Auch wenn man nur einen Wurf im Jahr hätte und der Katze ein Jahr Ruhe gönnt, stellt sich doch immer wieder das Problem erneut, sollte die Katze 2 Mal im Jahr (was ja scheinbar normal ist) rollig werden. 5-6 Wochen Aufschub mit der Spritze löst das Problem leider auch nicht wirklich. Vielleicht ist das mit der Pille dann die bessere Lösung...
Aber es ist ja schon einmal ein guter Tipp. Wenn die Katze hier ist, werde ich bei der nächsten Impfung nochmal mit meinem Tierarzt darüber sprechen.

Lieben Gruß
 
  • Nicht sterilisierte Katzen, Eizellenwucherungen? Beitrag #4
Wie Borealis schreibt, ist das eins der Dinge, die Zucht nicht ganz unkompliziert macht. Und wenn du anfängst dich damit zu beschäftigen, wirst du feststellen, dass es da unendlich viele Dienge gibt, auf die es nicht die EINE Antwort gibt. Vielfach wirst du auch auf sehr unterschiedliche Meinungen zu bestimmten Themen stoßen und für einen Anfänger ist es man schwierigsten heraus zu finden, auf wen man hört - bis man seinen eigenen Weg gefunden hat.


Ich setze mich gerade mit dem Thema Katzenzucht auseinander und weiß, dass es da noch einiges mehr zu beachten gibt. [...] und ich mir durch eine Sterilisation nicht von Anfang an die Möglichkeit verbauen möchte, einmal mit dem Züchten anzufangen!

Leider muss ich sagen, dass ich finde, dass du es genau falsch herum angehst ... du hast offensichtlich bereits eine Katze gekauft ... und fängst jetzt an, dich zum Thema Zucht zu informieren. Anders herum wäre es besser gewesen. Aus deinen Posts entnehme ich jetzt mal, dass wirklich Null-Ahnung von der Materie hast (das ist jetzt kein Vorwurf - nur eine Feststellung) und auch offensichtlich keine Kontakte zu anderen Züchtern hast. Du hast also auch nicht die geringste Ahnung von Stammbäumen, Linien usw.

Die Wahrschienlichkeit, dass du dir eine gute Zuchtkatze gekauft hast, tendiert damit schon mal gegen Null ...

Ich nehme an, das fängt bereits bei Vorsorgeuntersuchungen an: ich tippe mal, dass du keine Ahnung hast, welche da z.B. notwendiger Weise gemacht werden sollte - und somit wäre es schon Glück, wenn die bei den Eltern deiner Katze gemacht worden sind.

Katzenzucht ist als Hobby schon was anders, als Topflappen häkeln - wo man sich mal ein bisschen Wolle und eine Anleitung besorgt und mal ausprobiert ...
 
  • Nicht sterilisierte Katzen, Eizellenwucherungen? Beitrag #5
Westpark-Nic,
dein Post klingt leider sehr überheblich. Warum immer so negativ?

Ich hab' mir einmal deine Homepage durchgelesen und auch Du hast damit angefangen, dir zunächst deine Traumkatze anzuschaffen. Dann hast du dir Gedanken über eine Zucht gemacht, hast dir viel Wissen angeeignet und einfach damit angefangen. Jeder fängt mit allem zuerst bei Null an.... so ist das nunmal im Leben. Was die Genetik angeht habe ich vieles schon im Biologie Leistungskurs gelernt. Nur weil du eine Lizenz zum Lehren hast, heißt das noch lange nicht, dass andere nicht das Recht haben sich Wissen anzueignen und Katzen zu züchten.

Ich hatte letzten Sommer einen Hauskatzenwurf und alles hat prima geklappt. Da unsere Hauskatzen leider alle den Drang hatten nach draußen zu gehen und wir auf dem Land wohnen, haben wir sie auch immer rausgelassen. Leider sind dadurch in den letzten 4 Jahren 4 unserer Lieblinge überfahren worden. Diese schmerzliche Tatsache hat mich nun dazu gebracht mich mit den verschiedenen Katzenrassen zu beschäftigen, weil ich jetzt eine Katze möchte, die für die Innenhaltung geeignet ist. Und so kam ich auf Russisch Blau. Ende Januar wird sie dann bei uns einziehen. Und weil die Russisch Blau wunderschöne Tiere sind möchte ich vielleicht irgendwann einmal einen reinrassigen Wurf haben. Deshalb setze ich mich mit dem Thema Zucht auseinander und finde meine Frage alles andere als unberechtigt.

Zum Topflappen häkeln brauche ich übrigens keine Anleitung, das habe ich bereits in der Grundschule gelernt :lol:
 
  • Nicht sterilisierte Katzen, Eizellenwucherungen? Beitrag #6
Ich hab' mir einmal deine Homepage durchgelesen und auch Du hast damit angefangen, dir zunächst deine Traumkatze anzuschaffen.

Nur weil ich es so gemacht habe, muss das ja nicht richtig sein - und das habe ich auch an keiner Stelle erwähnt. Ich habe für genau diesen Fehler sehr, sehr viel Lehrgeld bezahlt. Nicht nur in monetärer Form, sondern auch mit vielen Tränen für tote Babys.

Wenn du es "überheblich" findest, wenn ich anderen sagen, dass das der falsche Weg ist ... ok. Das ist dann deine Sichtweise.

Jeder fängt mit allem zuerst bei Null an.... so ist das nunmal im Leben.

Das ist sicherlich bei vielen Dingen möglich - sollte aber nicht der Fall sein, wenn man mit Lebewesen "arbeitet". Da ist Null eben zu wenig!

Was die Genetik angeht habe ich vieles schon im Biologie Leistungskurs gelernt.

Ist mir jetzt neu, dass da Fellfarben der Katzen auf dem Lehrplan stehen - aber zumindets hast du damit die Basics um dich da einzuarbeiten.

Nur weil du eine Lizenz zum Lehren hast, heißt das noch lange nicht, dass andere nicht das Recht haben sich Wissen anzueignen und Katzen zu züchten.

Und wo bitte habe ich das jetzt gesagt???

Ich hatte letzten Sommer einen Hauskatzenwurf und alles hat prima geklappt. Da unsere Hauskatzen leider alle den Drang hatten nach draußen zu gehen und wir auf dem Land wohnen, haben wir sie auch immer rausgelassen.

Erwartest du jetzt Lob dafür, dass eine unkastrierte Katze in den Freigang gelassen hast? Ich hoffe, wenn du wirklich züchtest, zeigst du mehr Verantwortung.

Leider sind dadurch in den letzten 4 Jahren 4 unserer Lieblinge überfahren worden.

Einer der Gründe, warum ich absolut gegen Freigang bin ...

weil ich jetzt eine Katze möchte, die für die Innenhaltung geeignet ist.

Ob eine Katze für eine "Innenhaltung" (was für ein Wort) - geeignet ist, hängt von ihrer Sozialisation - und nicht von ihrer Rasse ab.

Und so kam ich auf Russisch Blau.

Eine Rasse, die eher selten ist - was heißt, dass es hier eher nur eine kleine Gruppe Züchter gibt. Das es relativ schwierig ist und weite Wege bedeutet, passende Deckkater zu finden - eine Rasse die u.a. auch zum Teil hohe Inzuchtwerte hat ... insgesamt nicht das, was ich einem Anfänger empfehlen würde ...

Deshalb setze ich mich mit dem Thema Zucht auseinander und finde meine Frage alles andere als unberechtigt.

Ich habe dein Fragen auch nicht als unberechtigt bezeichnet - dir nur gesagt, dass die Sache falsch herum angehst. Und wenn du auf jede Kritik in dieser Art und Weise reagierst ... wirst du es vermutlich mit der Zucht nicht weit bringen.
 
  • Nicht sterilisierte Katzen, Eizellenwucherungen? Beitrag #7
Ich finde, dass der Post von Nic alles andere als überheblich war! Sie weiß sehr genau, wovon sie spricht und da wir hier sehr darum bemüht sind, seriöse Vereinszuchtarbeit zu fördern und Vermehren zu unterbinden, muss ich ihr leider in ALLEN Punkten Recht geben.
Wer anfangen will zu züchten, hat sich LANGE, bevor er sich Zuchttiere anschafft, mit der Materie zu beschäftigen, wer das nicht macht, kann gar nicht verantwortungsvoll und seriös züchten - das liegt klar auf der Hand, zumindest nicht mit dieser/n Katze/n.

Schau mal hier, ich habe da extra mal eine Aufstellung gemacht, was man beachten sollte (u.a. im VORfeld):



Dazu zitiere ich mich auch einmal von anderer Stelle:

Naja, ohne dir jetzt zu nahe treten zu wollen, aber du musst doch VOR den Kauf einer Zuchtkatze wissen, welches Zuchtziel du hast, dich also schon länger mit dem Thema beschäftigt haben, sonst weißt du doch gar nicht, ob die Katze zu selbigem passt :shock:.

Und ich persönlich würde von einem Züchter, der jemandem, der vielleicht irgendwan mal züchten möchte, eine Katze mit Zuchtfreigabe verkauft, Abstand nehmen. Das finde ich persönlich unverantwortlich und trägt leider nicht dazu bei, dass die Neuzüchter gut auf das vorbereitet sind, was sie tun. Und wieder haben wir schlecht vorbereitete Menschen, die meinen Katzen aufeinandersetzen zu müssen (sorry, ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber wenn man seriös und verantwortungsvoll züchten möchte, bedarf es einer längeren Vorbereitungszeit, in der du doch die Katze nicht die ganze Zeit potent halten kannst...). [...]


[...] aber wer sich heutzutage bewusst entscheidet, Katzen zu züchten, hat zum einen alle Möglichkeiten, sich im Vorfeld ausreichend zu informieren und muss doch zum anderen auch bedenken, wozu er überhaupt züchten möchte - angesichts der vielen Katzen, die es gibt, sogar sehr gut. Wer also anfangen will zu züchten, muss doch ein Zuchtziel haben (das nicht "nett kleine Kitten produzieren" sein kann) und kann erst, nachdem er das festgelegt hat, nach den entsprechenden Zuchtieren suchen. Alles andere macht doch keinen Sinn und ist sicher auch nicht im Sinne des Tierschutzes. Denn kleine niedliche Kitten in allen möglichen Farben und Formen gibt es schon genug, die muss man nicht zusätzlich züchten. Heutzutage hat man die Wahl - und sollte sie nutzen, denn alles andere ist wenig verantwortungsvoll und nur, weil es einige (ich hoffe nicht 'viele') so machen, ist das weder gut noch eine sinnvolle Herangehensweise an seriöse Zuchtarbeit.
Genau deshalb soll er ja im Vorfeld eine gute, fundierte Vorbereitung betreiben, bevor er überhaupt Zuchtkatzen kauft - denn wenn man lernen will und sich engagiert, interessiert und aufnahmebereit zeigt, findet man meist Menschen, die einem weiterhelfen. Und dann hat man auch als Zuchtanfänger durchaus die Möglichkeit, sich ein erstes sinnvolles Zuchtziel zu suchen, weil man eben schon im Austausch mit anderen Erfahrungswerte gesammelt hat und weiß, in welche Richtung es gehen könnte.
Das dauert eben ein bisschen länger und ist in unserer heutigen "Ich-will-das-haben-aber-sofort"-Gesellschaft sicher einigen zu beschwerlich, aber nur so kann auf lange Zeit gewährleistet bleiben, dass Zucht verantwortungsvoll betrieben wird - was wiederum im Sinne des Tierschutzes ist, denn die Tiere, die aus sochlen Catterys stammen, landen meist weder beim Vermehrer noch in einem Tierheim.
 
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