Umstellung von TroFu auf Barf

Diskutiere Umstellung von TroFu auf Barf im Rohfleischfütterung Forum im Bereich Katzenfutter; Hallo liebe Katzeneltern! Ich bin neu im Forum und brauche ein paar Tipps zum Thema Barfen. Ich habe zwei Katerchen, sie sind 6 Monate alt und...
  • Umstellung von TroFu auf Barf Beitrag #1
B

Beutlin

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Hallo liebe Katzeneltern!

Ich bin neu im Forum und brauche ein paar Tipps zum Thema Barfen. Ich habe zwei Katerchen, sie sind 6 Monate alt und fressen zur Zeit, da sie vor ca. zwei Wochen kastriert wurden, Spezialfutter von "Hills Science Plan" für junge kastrierte Katzen.

Ich möchte sie nun auf Rohfleisch, also auf "Barf" umstellen und würde gerne wissen wie man das am besten anstellt. Sicher muss man unter das Fleisch noch das alte Trockenfutter mischen am Anfang, richtig? Danke für eure Hilfe!
 
  • Umstellung von TroFu auf Barf Beitrag #2
Huhu :)

Schön das du umstellen möchtest :)

Hast du denn schonmal Rohfleisch angeboten?

Vielleicht nehmen sie das ja problemlos :)
 
  • Umstellung von TroFu auf Barf Beitrag #3
Hi Nea,

danke für die schnelle Antwort! Ich denke schon, dass sie sich über das Fleisch hermachen würden wie die Raubtiere :-D, aber kann man denn einfach so -"ohne Überbrückungphase"-, also Umstellung durch Beimischung von Trockenfutter zum Fleisch, die Nahrung so drastisch verändern?
 
  • Umstellung von TroFu auf Barf Beitrag #4
Also nehmen wir mal an du möchtest einen Rohfleischtag in der Woche machen, dann gibst du ihnen das Fleisch ja auch einfach so :)

Das sollte schon klappen :)

Oder sind sie besonders empfindlich was Durchfall angeht?
 
  • Umstellung von TroFu auf Barf Beitrag #5
Bei manchen geht das sehr gut, bei manchen muss es langsamer umstellen. Mischen mit Trockenfutter solltest du nciht. Die beiden Futterarten werden sehr unterschiedlich im Körper verarbeitet und verdaut und das kann zu Magen/Darmproblemen führen, zB Durchfall.
Hast du dich denn mit Barf schon beschäftigt? Einfach so nur rohes Fleisch geben (als alleinige Nahrung) ist nicht gut und kann auf Dauer gefährlich werden, weil die Zusätze, die der Körper braucht, fehlen (die Supplemente). Wenn du also noch nicht wirklich informiert bist, was zu tun ist, solltest du dich erst einmal gut einlesen. Hier gibt es viele Threads in der Rohfleischecke, wo man eine Menge lernen und lesen und fragen kann. Vis dahin würde ich erst einmal von Trockenfutter auf vernüntiges Nassfutter umstellen.
Aber schön, das du dir Gedanken ums Futter machst:)! *Daumen hoch*
 
  • Umstellung von TroFu auf Barf Beitrag #6
habt ihr auch erfahrung mit dem selber kochen für katzen?

Ich hatte bei den Kleinen mal, beim Katzenklo sauber machen, ein Häufchen mit etwas Blut dran gefunden. Dann sofort zum Tierarzt mitsamt Katerchen und "Häufchen im Glas"! Ergebnis laut Tierarzt: Labor ergab keinen Befund (keine Parasiten usw.), guter Allgemeinzustand, vermutlich war das verfüttern von Nassfutter verschiedener Marken schuld.

Ich las gerade im Netz, dass es auch noch die Möglichkeit gibt für Katzen selbst zu kochen, mit Huhn und Nudeln oder Dorsch und Reis. Wenn sie etwas empfindlich zu sein scheinen, wäre das vielleicht besser als Barf?
 
  • Umstellung von TroFu auf Barf Beitrag #7
Ein ganz großes Nein :)

Das meiste davon gehört nicht in die Katz ;)

Barf ist schon sehr gut, bzw. das beste was du machen kannst.
 
  • Umstellung von TroFu auf Barf Beitrag #8
@Josie

Eine vorherige Umstellung auf Nassfutter klingt vernünftig! Was für Nassfutter verfütterst Du? Und hast Du Erfahrungen mit selber kochen für Katzen? Also die Alternative, z.B. Huhn und Nudeln oder Fisch und Reis oder so?
 
  • Umstellung von TroFu auf Barf Beitrag #9
Du musst vorher nicht zwingend auf Nassfutter umstellen :)

Kannst es aber natürlich tun.

Ich barfe. Also hier gibt es komplett rohes Fleisch mit den entsprechenden Zusätzen.

Selber kochen in dem Sinne also nicht, außer Schonkost ;)

Reis ist in gewissem Maße ok, aber man kann es auch gut vermeiden.
Nudeln sind nix für Katzen.

Bei diesen Rezepten fehlt ja Eisen, Jod, bestimmte Vitamine in ausreichender Menge, Calcium, Phosphor...
Das fügst du bei der Rohfütterung hinzu.

Nassfutter kannst du zum Beispiel Catz Fine Food, Macs, Omnomnom... geben. Im Nassfutter- Bereich ist ein Thema wo mittel- bis hochwertige Sorten aufgelistet sind :)!
 
  • Umstellung von TroFu auf Barf Beitrag #10
Hallo,

man kann empfindliche Katzen "kochbarfen" - da wird das Futter genauso zubereitet wie beim richtigen Barfen, nur dass das Fleisch vorher halt noch gekocht wird (und hinterher abgekühlt, weil manche Supplemente hitzeempfindlich sind).
Bei gesunden Katzen hat das aber gegenüber rohem Futter keinerlei Vorteile. In der Natur kochen Katzen ihre Mäuse schließlich auch nicht.

Leute, die empfehlen, Katzenfutter mit Nudeln, Reis oder sonstigen Getreideprodukten / allgemein mit Kohlenhydraten in größeren Mengen zuzubereiten, haben keine Ahnung und gehören ausgelacht.
Katzen sind reine, hochspezialisierte Carnivoren, das heißt Fleisch- bzw. Beutetierfresser. Sie haben große Probleme mit der Verdauung und sinnvollen Verwertung von Kohlenhydraten, weil ihr Stoffwechsel darauf schlicht nicht ausgelegt ist - eine Maus enthält Kohlenhydrate nur in verschwindend geringen Mengen, selbst wenn man den Mageninhalt mitrechnet. Das ist ja auch einer der wichtigsten Gründe, warum man überhaupt vom Trockenfutter weg sollte.
Beim Barfen gibt man standardmäßig etwa fünfzig (in Worten: 50) Gramm Gemüse an 1 kg Fleisch, dessen Fasern dienen als Ballaststoff. Ansonsten kommen da keine pflanzlichen Zutaten dran. Beim Kochbarf wär's genauso.

Und was dieses eine Häufchen angeht - da hat der Tierarzt ja auch bloß ins Blaue hinein geraten. Klar kann es mal Flitzk@cke geben, wenn man von trockener Nahrung mal kurz eben auf Nahrung mit nem natürlichen Feuchtigkeitsgehalt umstellt, aber Blut? Sicher nicht.

Wenn ich so drüber nachdenke, könnte es schon sinnvoll sein, die Miezen zunächst mal auf ordentliches Nassfutter umzustellen oder übergangsweise Kochbarf anzubieten. Dass Katzen so unempfindlich gegenüber Salmonellen und anderem Bakteriengesocks sind, das sich gelegentlich auf rohem Fleisch ansiedelt, liegt nämlich unter anderem an ihrer sehr scharfen Magensäure (pH < 1). Und eine Ernährung mit getreidelastigem Trockenfutter wie dem Hills steht zumindest im Verdacht, den pH-Wert der Magensäure anzuheben, also sie quasi zu entschärfen ... da wüsst ich nicht, ob ich bei so jungen Miezen eine Hauruck-Umstellung riskieren wollte, nicht dass sie sich dann am Rohfleisch mit irgendwas anstecken.
 
  • Umstellung von TroFu auf Barf Beitrag #11
Liebe Nea,

die Nassfutter's, die Du genannt hast habe ich mir schon mal angeschaut, sind toll! Auch das Thema im Bereich "Nassfutter" werde ich mal durchgehen! Danke für Deine Hilfe!

Hi Nonsequitur,

danke für Deine ausführliche Antwort, die hat mir auch sehr geholfen. Du bist ja Katzenprofi! Ja, mir kam die Diagnose vom Tierarzt auch etwas komisch vor. Unsere Vermutung war auch eher, das dieser einmalige Fund im Katzenklo vielleicht einfach daher kommt, dass die Kleinen auf ihren Entdeckungstouren doch mal irgendwas gefressen haben, was sie nicht vertragen haben oder durch verschlucken ihre Darmschleimhaut leicht verletzt hat.

Bei diesen kleinen Rabauken kann man hinterher sein wie man will die finden jeden Krümel:-D; auch schließe ich nicht aus das sie aus versehen evtl. auch mal was vom Katzenstreu verschluckt haben. Rausfinden werden wir es wohl nie, die Hauptsache ist, dass es bei dem einmaligen Vorfall geblieben ist.

Wie soll die Umstellung auf Nassfutter genau erfolgen? Wenn ich nun auf Nassfutter umstelle, soll dann gleich das Trockenfutter weg gelassen werden, oder sollte es für die Übergangszeit noch zusätzlich gegeben werden? Und vor allem: Welche Mengen sollen verfüttert werden?
 
  • Umstellung von TroFu auf Barf Beitrag #12
Umstellung auf Nassfutter: Da musst du deine Katzen fragen. Manche stürzen sich sofort aufs Nassfutter und vertragen es auch gut, andere mäkeln erstmal oder kriegen bei einer Komplettumstellung Verdauungsprobleme und müssen allmählich an den höheren Feuchtigkeitsgehalt gewöhnt werden.
(Bei reiner Trockenfütterung trinken Katzen nachgewiesenermaßen so wenig, dass sie insgesamt, also aus Futter + Trinken, im Schnitt nur die Hälfte bis zwei Drittel der Wassermenge aufnehmen, die sie bei reiner Nassfütterung bekommen würden. Da muss der Körper sich schon umstellen.)

Wenn sie das Trockenfutter bisher zur freien Verfügung haben, wär der erste Schritt, sie an feste Mahlzeiten zu gewöhnen. Davon so 3-4 täglich. Im Wachstum bis zu etwa einem Jahr dürfen die Miezen so viel fressen, wie sie wollen - also gib ihnen zu jeder Mahlzeit so lange Nachschlag, bis was im Napf bleibt.
So ein halbstarker Kater kann da insgesamt schon mal auf 600-800 Gramm Nassfutter am Tag kommen. Aber keine Angst, das wird wieder weniger, und manche futtern nie so viel.
Wenn aus Sicht der Katze immer genug Futter vorhanden ist, gewöhnt sie sich am ehesten ein gesundes Sättigungsgefühl an - weil sie dann nicht quasi auf Vorrat reinschaufeln muss, was geht -, und dann kann man sie auch als Erwachsene ihre Futtermenge selbst bestimmen lassen, ohne dass sie zur wandelnden Kugel wird.
 
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