Hallo,
ich habe einen Kater - Puma, 1 1/2 Jahre alt, seit letztem Jahr Oktober lebt er bei uns, Rasse: Britisch Kurzhaar - und eine Katze - Malina, 1 Jahr alt, seit Januar letzten Jahres lebt sie bei uns, Rasse: Heilige Birma - beide reine Wohnungskatzen (schon immer gewesen).
Zunächst hatte ich Puma... er hat sich gelangweilt, spielte mit keinem Spielzeug, welches man ihm gab, hat an den Wänden gekratzt und stuuuuundenlang grundlos gemiaut. Daraufhin hatte ich hier im Forum um Rat gefragt und kurze Zeit später haben wir Malina dazugeholt. Malina sollte eine sehr verspielte Katze sein (was sie auch tatsächlich war), um meinem faulen Puma ein bisschen durch die Gegend zu scheuchen. Hat in der Tat super funktioniert; sie tobten gerne hin und wieder, allerdings lebten sie von Anfang an sehr distanziert voneinander. Mittlerweile denke ich auch, dass die beiden sich einfach nur tolerieren und das hinnehmen, dass sie miteinander leben müssen. Denn so richtig gekuschelt haben die nur in der Anfangszeit (und das auch nur 1x alle zwei Wochen) und selbst das endete im Kampf.
Puma hatte nicht mehr an der Wand gekratzt und hörte auf ständig zu miauen.
Nachts wurden wir partout geweckt - mittlerweile werden wir zwischen 5 und 6 Uhr geweckt, weil die Katzen anfangen zu toben und dann werden beide aus dem Schlafzimmer rausgeschmissen und die Tür wird zugemacht. Dann können mein Partner und ich in Ruhe weiterschlafen.
Was mich nun an Puma "stört" bzw. mich in den Wahnsinn treibt: seit ca. 2-3 Monaten springt er in unserer Abwesenheit auf die Küchentheke. Sobald wir ihn erwischen, merkt er das, springt hinunter und weiß, dass es gleich Ärger gibt (ich "drücke ihn zu Boden - Tipp meiner Tierärztin, wirkt wohl demütigend - und puste ihn kräftig an). Er mag das nicht, aber das scheint ihn nicht weiter zu interessieren, denn das "auf die Küchenthekespringen" hört nicht auf. Vor einem Monat reichte es mir und wir haben unsere Küchentür aus dem Keller geholt und sie wieder eingehangen (unsere Küche war wohlbemerkt vorher ohne Tür, da sie ziemlich klein ist). Seitdem ist Puma noch schlimmer geworden. Sobald die Tür auf ist und wir aus der Küche raus sind, hören wir, wie er sofort raufspringt! Wir sind da mittlerweile echt am verzweifeln...
Das nächste Problem ist, dass er neuerdings (seit ca. 2 Monaten) wieder an den Wänden kratzt und letztens hat er sich sogar an eine unserer Gardinen rangehangen! Kabel fängt er auch an zu zerbeißen, allerdings nur am Morgen um 5-6 Uhr, damit wir auf ihn aufmerksam werden (das merken wir anhand der Geräusche, die er mit unseren Handys+Ladekabel verursacht, indem er das Handy hin- und herschiebt und am Kabel leicht nagt).
Mein allerschlimmstes Problem ist, dass er Malina mittlerweile immer wieder angreift und sie nur noch am Flüchten ist...mal davon abgesehen, dass sie das Kämpfen nie sonderlich mochte und seit Anfang an immer sofort gefaucht hat, sobald er in Kampfspielemodus war. Puma drängt sie richtig in die Ecke und sie hat keine Chance zu fliehen, außer ich lenke einen von beiden mit irgendwas ab. Sie gibt mir auch manchmal das Gefühl, dass sie Angst vor Puma hat. Denn wenn er ihr dann anfängt hinterherzurennen, dann rennt sie immer entweder in unsere Nähe oder gleich auf unseren Schoß und macht sich ganz klein. Ich habe auch 1-2x schon beobachtet, dass Puma sie in Toilettennähe angreift. Ich habe Angst, dass Malina bald nicht mehr ins Klo puscht, sondern irgendwo anders hin
Bitte, bitte helft mir! Ansonsten sehe ich mich gezwungen, Puma wegzugeben. Ich bin mit den Nerven am Ende...ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Und über einen Zweitkater habe ich auch schon nachgedacht, aber 1. wird dann die Wohnung langsam zu klein, 2. kann ich mir das irgendwann finanziell auch nicht mehr leisten und 3. möchte ich keine 3 Katzen haben.
Meine Tierärztin weiß leider auch nicht mehr weiter. Das Feliwayspray interessiert Puma leider nicht. Das Einzige, was mir meine Tierärztin empfohlen hat, ist eine Frau Doktor aufzusuchen, die sich mit Tierkommunikation beschäftigt. Hatte einen Termin, es kamen finanzielle Probleme dazwischen und daraufhin habe ich den Termin absagen müssen.
Mein Partner möchte nicht, dass wir "nur" eine Katze weggeben, da er befürchtet, dass dann die alleingebliebene Katze sich einsam fühlen wird (wobei ich mir ernsthaft vorstellen kann, dass Malina durchaus alleine leben kann, da sie ein absoluter Einzelgänger ist und jeglichen Kontakt zu Puma meidet und seeeehr menschenbezogen ist).
Noch eine Info: Mein Partner und ich sind sehr viel arbeiten - von ca. 6.30 bis 17/18 Uhr sind wir beide immer außer Haus (wenn nicht länger, weil nach der Arbeit noch Erledigungen anstehen).
Ich bedanke mich vorab für Eure Ratschläge.
