Hallo Zusammen
Wir haben uns heute hier angemeldet, um nach Jahren des lesens...auf der Suche nach Ratschlägen oder der "Super-Lösung" unseres "Problems" von unserem kleinen Erfolg zu berichten.
Mein Kater heisst Kasi, ein bald 4jähriger
BKH-Kater, er hat einen Halbbruder (selber Vater) Teddy, ein 2 1/2 Jahre alter Exotic Shorthair und einen Onkel Jimmy, ein ca. 14 Jahre alter
EKH-Tiger. Teddy und Jimmy leben einige hundert Kilometer von uns weg, aber wir verbringen viele Wochenenden und Ferien miteinander.
Als Kasi fast 1 Jahr alt war, muss es einen oder mehrere Auslöser gegeben haben (diemir bis heute nicht bekannt ist), der Ihm so viel Stress zubereitet hatte, dass er sich entschloss fortan nur noch sporadisch sein KaKlo zu benutzen. Wir wohnten seinerzeit noch in einer anderen Wohnung und er hatte große Freude daran morgens, mittags, abends oder am liebsten nachts an die Wohnungstüre (aus Holz) zu pinkeln. Sofort wurde die Situation in Angriff genommen, der Tierarzt besucht, weitere KaKlos aufgestellt (3 Stück insgesamt), die besagte bevorzugte Ecke mit verschiedensten Reinigungsmitteln gereinigt und und und. Organische/Körperliche Ursachen schloss der
Tierarzt aus. Waren wir zu Besuch bei meinen Eltern (seinen Katzengefährten) wurde dort vor das KaKlo im Wintergarten das flüssige Geschäft verrichtet. Nachdem die Wohnung mit Feliway steckern ausgestattet wurde bekamen wir vom
Tierarzt "Sedofer"-Tabletten, die ihm sehr gut schmeckten aber keinerlei Wirkung bezogen auf sein kleines Problem zeigten. Auch gestreuter Pfeffer, Trockenfutter, Kaklo oder Spielzeug in der Ecke hielten Ihn nicht davon ab sich dort hinzuhocken und "laufen zu lassen". Wir lebten einfach mit dem Problem weiter.
Als wir vor ca. 1 Jahr aus der Wohnung auszogen, nachdem wir die Haustüre wechseln mussten

wurde die neue Wohnung NOCH Kasigerechter eingerichtet. Er bekam zusätzlich zum Rest der Wohnung der sowieso Ihm gehört sein eigenes Zimmer mit Spielzeug, Kletterstationen und 3 KaKlos. Im Badezimmer standen ebenfalls 2 weitere KaKlos. 5 Katzenklos mit 5 verschiedenen Einstreus auf 68 m² ... Beusch, der keine Katzen hat, hielt uns für...naja, nicht der Rede wert. Und tatsächlich, es wurde besser - Kasi benutzte alle Kaklos gleichermaßen, aber bevorzugt die Fliesen im Badezimmer - direkt vor seinem Klo. Wir besuchten nun den 3.
Tierarzt, auch weil die reguläre Impfung anstand. Zu diesem Zeitpunkt war Kasi etwas lethargisch, wollte nicht viel spielen oder schmusen, er zog sich etwas zurück, was ich auf den Umzug schob. Die Tierärztin, die etwas Forsch und Wortkarg war hatte jedoch eine gute Idee und nahm Kasi Blut ab. Es stellte sich heraus, dass der kleine sehr sehr hohe Leberwerte hatte. Er bekam eine Spritze und weitere Medikamente für eine Woche und diese ganze Woche über -die längste Zeit seit Beginn des Problems - fand ich keine Überraschungen im Badezimmer. Ich war erleichtert, froh und geplagt von Schuldgefühlen, hatte der Kater über ein Jahr auf die Böden gepinkelt weil es Ihm wegen seiner Leber nicht gut ging? Zu früh gefreut

Nach ein paar Tagen ging die Pinkelei weiter. . .
Ein erneuter Besuch bei der
Tierarzt führte zu seiner Impfung und dem Vorschlag ein weiteres homöopathisches Präparat zu probieren, was Abhilfe schaffen sollte. Nach einigen Wochen stellte sich aber immernoch kein Erfolg ein, also setzten wir es wieder ab. Wir versuchten Bachblüten, Verhaltenstherapie und und und, Kasi schien ein absolut resistenter Fall zu sein. Von einer Kollegin wusste ich, dass sie vor einigen Jahren ihrem Kater mit selben Problem eine Hormonspritze auf Rat des
Tierarzt geben ließ. Bei ihrem Kater half diese Spritze bereits nach einigen Tagen und der Kater war 2 Monate lang, bis er leider an einer Vergiftung starb, "trocken". Immer wieder ging mir diese Spritz durch den Kopf, 2 Jahre lang, aber ich wollte meinem Kater keine Hormonspritze geben lassen, aus Angst, die Hormone könnten ihn/sein Verhalten, sein Wesen verändern.
Im November musste Kasi für einige Wochen zu meinen Eltern, dort das übliche Szenario, tägliche Pfützen vor dem Klo im Wintergarten, nun auch noch zusätzlich im Badezimmer. Ich kann Kasi nirgendwo anders unterbringen, wenn ich auf Dienstreise, Urlaub, o.ä. bin. Meine Mutter ist schon etwas älter und körperlich nicht mehr ganz fit, daher ist das tägliche Pfützenwischen für sie recht anstrengend. Sie fragte nach der Hormonspritze, nachdem wir alle für uns logischen Behandlungsmöglichkeiten, pflanzlichen Präparate, Lebensraumumstellung usw. probiert hatten, stimmte ich zu. Eine Woche nach der Spritze holte ich meinen Kasi wieder zu mir uns bis dahin war keine Besserung eingetreten. 2 Wochen später immernoch nicht. Kasi verhielt sich etwas merkwürdig. Er war ein Kater, dem man immer seinen Gemütszustand im Gesicht ablesen konnte, er hatte 1.000 Mimiken. Das alles war auf einmal weg. Seine Augen waren nicht mehr glänzend, sie funkelten nichtmehr, er guckte einfach sehr stumpf und monoton. Und wieder diese Schuldgefühle
Zu Weihnachten waren wir bei der Familie und den Katzenfreunden. Auf einmal wurden Kasis Augen wieder glänzend, sein Gesicht bekam wieder Ausdruck und er schien wieder interessierter am Geschehen, doch das Problem blieb wie gehabt.
Am 28.12.2013 sind wir wieder nach Hause gefahren, ich war froh, dass ich meinen alten Kasi, mit funkelnden Augen, mit Kringelschwanz und Mimik wiederhatte. Längst hatte ich die Hoffnung, das Pinkelproblem in den Griff zu bekommen, aufgegeben. Doch es Geschah das bis dato unfassbare.
Kasi ist seit dem 28.12.2013 trocken, das sind nun ganze 2 Wochen. Eine 2wöchige Pfützenpause hat es seit 3 Jahren nicht gegeben. Das ist ein Bilderbuchfortschritt!! Ich komme weiterhin täglich nach der Arbeit nach Hause und suche das Badezimmer ab - ohne Erfolg. Er ist ein putzmunterer, normaler, verschmuster und verspielter Kater. Im Nachgang habe ich gelesen, dass es bis zu 6 Wochen dauern kann, bis die Hormonspritze wirkt, so war es wohl auch bei Kasi.
Wie lange die Spritze anhält, ob er nochmal in sein altes Verhaltensmuster zurückfällt, was die Ursache für die Pfützen war - ist mir alles unbekannt und hoffe ich noch zu Erforschen!
Allen, die mit dem selben Problem leben, möchte ich Mut machen ... nach 3 Jahren hatte ich fast jegliche Hoffnung aufgegeben. Ich möchte niemandem zur Hormonspritze raten, sicherlich schlagen viele Katzen auf Bachblüten und Homöopathie an, in unserem Fall war die Hormonspritze der letzte gehbare weg und bislang der Erfolgreichste!
Euch Allen ein Schönes Wochenende & Liebe Grüße aus dem Odenwald . . . K & K