Also, ich hab Nelly vor einem halben Jahr zu mir geholt. Da war sie etwa ein Jahr alt. Vom Tierheim wurde uns gesagt, dass Nelly auch alleine gehalten werden kann (wie so oft, lag es hier auch am Kerl, "eine Katze reicht"). Für mich stand ziemlich schnell fest, dass Nelly auf jeden Fall eine Freundin bekommen soll - für den Kerl nicht. :roll: Er fing dann an die ganzen Dinge abzuspulen wie doppelte Kosten für alles, was wenn die sich nicht verstehen und überhaupt, was ist mit dem Vermieter? Ich hab mich davon aber nicht abbringen lassen und habe ihm immer wieder, gerade wenn wir mal für ne Nacht weg waren und Nelly ganz alleine war, in den Ohren gelegen, wie einsam sie nun ist und dass eine Katze mehr auch nicht wirklich viel mehr Arbeit macht, etc pp. Iwann, so nach ein paar Wochen war er dann von "es gibt nur eine Katze" zu einem "ja wir können sich Nelly ja erstmal einleben lassen und dann gucken wir nach einer Zweiten" gewechselt. Ich hab ihm dann immer wieder Katzen gezeigt, u.a. auch seine damalige Favoritin aus dem Tierheim, aus dem wir Nelly haben. Nach Silvester hatte ich ihn dann soweit, dass er ner zweiten Katze zugestimmt hat. Und nun sitzt seit 2 Wochen Hilde bei uns.
Unser Vorteil war, dass wir Hilde im gleichen Tierheim geholt haben wie damals Nelly, somit konnten uns die Pfleger direkt die passenden Kandidaten vorschlagen. Den Vorteil hast Du ja leider nicht, aber ich denke, wenn Du den Charakter Deiner Katze beschreiben kannst, wird man Dir da auch sehr gut weiterhelfen können.
Wir hatten drei Katzen in der engeren Auswahl, letztenendes haben wir uns für die Favoritin von meinem Freund entschieden. Meine erste Wahl wäre sie nicht gewesen und die ersten Tage hab ich auch immer mal wieder so meine Zweifel gehabt, weil die Beiden sich echt nicht soooo grün waren. Okay, sie haben sich nicht geprügelt, aber wenn man als "Katzenneuling" sieht und hört, wie sich zwei Katzen anbrummeln und anfauchen, dann ist man doch erstmal überfordert.
Mittlerweile würde ich die Beiden aber nicht mehr trennen wollen und merke auch, dass Nelly der "Neuling" gut tut. Hilde ist ein vorwitziges, verspieltes Ding, sie animiert Nelly seit Neustem immer zum Spielen und immer öfter hat Nelly auch Lust dazu, gestern Abend gab es die erste richtige Spielsequenz.
Ich denke, Nelly hätte auch alleine bleiben können, aber wie man ja so schön sagt - Tiere leiden oft still. Hilde wäre auf keinen Fall eine Einzelkatze. Wenn Nelly nachts draussen ist und wir sind im Schlafzimmer, dann weint Hildchen ganz erbärmlich. Und wenn Nelly dann wiederkommt, wird ganz aufgeregt gebrummelt und gemaunzt und sich gegenseitig beschnuppert.
Ich würde niemals wieder eine Katze alleine halten wollen und würde immer wieder versuchen, Katzen zu vergesellschaften. Und bei Katzen, die keinen Freigang haben, sowieso dreimal! Auch wenn es vllt nicht zum "Optimum" kommt, sprich die Katzen miteinander schmusen etc.
Ich persönlich kann Dir nur raten, triff eine kleine Vorauswahl an Katzen, zeig sie Deinem Freund immer wieder und iwann wird auch er weich, wenn er schon zu der ersten Katze ja gesagt hat. Und außerdem - wenn er eh die meiste Zeit nicht da ist, dann bekommt er ja auch garnicht soviel davon mit, ob da nun eine oder zwei Katzen rumtoben... ;-)