Seitdem Felix überfahren wurde, habe ich meinen Freund bearbeitet unseren Garten abzusichern. Er sagte, ...du hast Recht, ...es ist viel Arbeit, ...wie sollen wir das machen, ...geht das überhaupt?
Im INet habe ich mich seitdem sehr ausgiebig informiert und es auch immer wieder meinem Freund gezeigt und Vorschläge für eine Realisierung gamacht.
Baghira war vom Wesen her unserem Felix sehr ähnlich, aufgeweckt, freundlich und neugierig, völlig unbedarft. Bei Felix hatte ich schon die Befürchtung, dass er der erste ist der überfahren wird, obwohl wir sehr ruhig wohnen.
Da uns in der letzen Zeit der kleine Baghira immer mal wieder durch die Tür entwischt ist und er die Terasse und den Garten einfach genossen hat, er neugierig alles erkundet hat, habe ich meinem Freund gesagt: Es wird Zeit, sonst ist Baghira der nächste der überfahren wird. Ja, Schatz, das machen wir.
Vor knapp drei Wochen hat mein Freund Baghira von der Strasse aufgehoben, hat geschriehen, ist mit ihm über die Felder gelaufen, hat sich im Weinkrampf mit Baghira im Arm auf die Straße gelegt. Es hat nicht viel gefehlt und wir hätten den Notartzt gerufen. In den nächsten Tagen sagte er " Heike hat immer Recht gehabt, warum habe ich nicht schon längst gehandelt?"
Er macht sich so schreckliche Vorwürfe, dass der Garten noch nicht katzensicher war und er ist jetzt sehr darauf bedacht, dass keine Fellnase durch die Tür schlüpfen kann. Er hat zu mir gesagt. "Das machen wir nicht noch einmal durch!"
Katzennetz ist schon da, geplant ist auch, jetzt müssen wir noch einkaufen und dann geht es los. Bis spätestens Ostern möchten wir fertig sein, damit unsere Fellnasen den Garten ( ca. 700m²) genießen können. Bis dahin bleiben alle im Haus.
Es ist sehr schlimm, dass für diese Einsicht unser Baghira erst sterben musste, aber ich weiss, dass meinem Freund die Selbstvorwürfe sehr quälen.