Über ein Jahr ist es nun her, seit ich meine geliebte kleine Maus mit 18,5 Jahren erlösen lassen musste. Zurück geblieben ist bis heute ein blutendes Herz wenn ich an sie denke und eine tiefe Traurigkeit. Allgemein ist die Trauer schon viel besser geworden. Ich hege und pflege ihre Urne wie einen Schatz und an Tagen an denen es mir schlecht geht und ich besondere Sehnsucht nach ihr habe, "schläft" die Urne in meinem Doppelbett. Ich auf der einen Seite die Urne auf der anderen Seite. Dabei umarme ich die Urne manchmal wie einen Teddybär. Klingt komisch, hilft mir aber.
Nun ist vor ca. 3 Wochen mein 13-jähriger Kater plötzlich verstorben. Todesursache unbekannt, er wurde einfach tot aufgefunden, nicht überfahren, da er keine Wunden aufwies.
Wieder ein weiterer Verlust der mir das Gefühl gibt, jemand würde mir das Herz aus der Brust reißen. Es tut so verdammt weh, sie alle nacheinander gehen lassen zu müssen. Wenn man sich einen kleinen Gefährten anschafft denkt man ja noch nicht 10-20 Jahre voraus und man denkt nicht daran wann und vor allem wie es mal "enden" wird...
Der letzte überlebende ist nun unser Leo, unser Sensibelchen, ein schwarzer sehr feinfühliger, lieber Kuschelkater mit Piepsstimme. Ich bete so sehr, dass er noch lange bei uns bleiben darf, und doch weiß ich, dass auch er mit seinen 13 Jahren nicht mehr der jüngste ist, und eines Tages gehen muss.
Ich hätte die Möglichkeit gehabt, mir nach Mollys Tod voriges Jahr wieder ein neues Kätzchen anzuschaffen, habe mich dann aber dagegen entschieden, weil Leo
felines Asthma hat, und es für ihn wohl nur Stress bedeuten würde, wäre wieder ein neuer Bewohner im Haus.
Vor einigen Wochen lies er uns alle zittern, denn ich entdeckte ein Geschwulst an seinem Bein. Eine Untersuchung folgte und es ist anscheinend Gott sei Dank nur ein Lipom (Fettgeschwulst).
Habe mir nun im Sommer zwei neue Weggefährten angeschafft, zwei kleine Zwergkaninchen. Aber Kaninchen sind halt nicht so wie Katzen. Die beiden sind putzig, lustig, lebensfroh und süß anzusehen, aber das Kuschelbedürfnis mit Menschen ist gleich Null. Trotzdem freu ich mich natürlich sie zu haben, aber mein tiefster Wunsch wäre natürlich wieder ein (oder am besten 2

) neue Kätzchen.
Leo genießt nun seine Herrschaft im Haus, er schläft sehr viel, kuschelt alle Familienmitglieder und fühlt sich anscheinend sehr wohl.
Ich behandle ihn momentan wie den heiligen Gral, habe Angst sobald er den Garten betritt, einfach Angst, dass er nicht mehr zurück kommt, schaue mehrmals am Tag nach ihm, ob es ihm gut geht.
Es geht ihm ja auch gut, sein letzter Asthmaanfall liegt nun schon sicher wieder 3 Monate zurück. Aber ich habe so Angst, dass ich auch ihn bald verlieren werde.
Ich hoffe und bete, dass er noch lange bei uns bleiben darf.
Die vielen Verluste sind richtige Traumata für mich. Jedes Mal ein neuer tiefer Schmerz.
Trauer ist eines der schlimmsten Gefühle die ich kenne. Es tut so scheiß weh.
Komm gut rüber ins Licht Puschel, ich hab dich so lieb, eines Tages sehen wir uns wieder hoffentlich. Das wäre mein größter Wunsch. Danke, dass ich dich kennen lernen durfte, und dass du mich 13 Jahre lang durchs Leben begleitet hast... Durch dich bin ich um einiges reicher geworden.