Ich befürchte, dass Du Dich mit Deiner Arbeit verrennst. Gut, mein Studium ist über 20 Jahre her, damals war es noch ein Diplomstudiengang. Aber ich kann mir auch heute nicht vorstellen, dass Du so ohne weiteres Interviewpartner findest. Entweder wollen sie ihr Problem nicht wahrhaben oder sie haben zu viel Angst, dass etwas herauskommt.
Wieso sollten sie zudem auch noch telefonisch jemand Fremden Auskunft geben? An Deinen Aussagen hier glaube ich auch, dass es #Dir schwerfallen wird, die notwendige Distanz in den Fragestellungen zu wahren und nicht wertend zu fragen.
So hat dann aber Dein Interview keinerlei Aussagekraft außer dem, dass es schrecklich ist, Animal Hoarder zu sein. Und dass weiß man auch so. Ich kann nicht beurteilen, wie hoch die Erwartungen an eine Bachelorarbeit sind, an eine Diplomarbeit wäre es meiner Meinung nach zu wenig.
Da wären tiefenpsychologische Interviews gefragt, keinesfalls oberflächlich telefonische.
Was ist denn die Zielsetzung in Deiner Arbeit?
Da ich das ganze schon mit meinem Dozenten besprochen habe, und der die Arbeit auch annimmt und es für eine gute Idee hält denke ich schon, dass daraus etwas entstehen kann.
Die Interviews sind qualitative Interviews im Sinne der Sozialforschung, ich studiere ja Soziale Arbeit und nicht Psychologie. Ich habe zwar bis jetzt (ich suche aber auch erst seit drei tagen) noch keinen Animal Hoarder gefunden, dafür aber etliche Angehörige oder Bekannte, die mir Interviews über bestimmte Fälle geben, außerdem eine Tierschutzmitarbeiterin, die über Fälle berichten kann und einen Psychologen.
Die Arbeit besteht nicht nur aus den Interviews, diese machen lediglich einen Teil aus.
Mein Ziel ist es ein Thema in der Sozialen Arbeit anzusprechen, welches eben dort noch "ignoriert" wird und damit vielleicht so eine Art Anstoss zu geben, dass sich weiter damit beschäftigt wird.
Da meine Arbeit nur ca. 50 Seiten umfassen wird, ist sie sicherlich nicht mit einer Doktorarbeit zu vergleichen, aber wenn ich damit erreiche, dass jemand das Thema mal ins Blickfeld bekommt, wäre das super und wenn nicht schreibe ich eine gute Arbeit, die für mich einen Sinn ergibt und lamentiere nicht zum 100 sten mal über ein "alltägliches Thema".
Im ürbrigen habe ich auch in einem Presseartikel schon gelesen, dass ein Psychologe es wünschenswert fände, wenn sich Psychologie und Soziale Arbeit mehr mit dem Thema beschäftigen würden.. insofern liege ich ja scheinbar nicht ganz falsch...
Viele Leute geben durchaus telefonische Interviews, es ist nicht die erste Arbeit, die ich verfasse...
Und was meine Distanz betrifft: Ich denke nicht, dass du das beurteilen kannst, da du mich nicht kennst. Auch wenn ich dieses Thema sehr mitreißend finde bin ich durchaus in der Lage sachlich darüber zu schreiben... Das hat etwas mit Professionalität zu tun.
Den Sinn deines Beitrags kann ich nicht ganz erkennen, ich finde ihn schon fast etwas angreifend, ich weiß nicht, ob ich das jetzt durch das Geschriebene falsch aufnehme...
Aber deine Aussage, dass mein Interview nur die Aussagekraft hat, dass Animal Hoarding schrecklich ist finde ich schon etwas seltsam. Schließlich weißt du doch gar nicht worum es in dem Interview geht und welche Fragen ich stellen werde??