Angst"katerchen" in Familie integrieren?!

Diskutiere Angst"katerchen" in Familie integrieren?! im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo, ich hab mich vor kurzem hier angemeldet weil mir eine Zusammenführung von meinem Einzelkater Simon (3 Jahre) und Mickey (7 Jahre)...
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stolperfalle

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Hallo, ich hab mich vor kurzem hier angemeldet weil mir eine Zusammenführung von meinem Einzelkater Simon (3 Jahre) und Mickey (7 Jahre) bevor"stand". Stand in Anführungszeichen weil die ZF gelaufen ist allerdings irgendwie doch nicht.

Seit 1 1/2 Wochen ist die Tür zum Gästezimmer dauerhaft geöffnet so dass die Kater sich begegnen können.
Vorher hatte Mickey 2 1/2 Wochen Eingewöhnungszeit in unserem Gästezimmer.
Die letzte Zeit war für Mickey nicht leicht. Seine Besitzerin ist schwer und unheilbar krank geworden. Sie konnte sich nicht mehr um ihre Katzen kümmern, das Haus würde umgebaut, alles hat sich verändert.
Dann kam ich, hab den ohnehin schon schüchternen Kater zu mir verfrachtet! Nicht leicht für den kleinen Angsthasen..

Trotzdem ist Mickey bei meinem Mann und mir schnell aufgetaut. Er kommt schmusen, lässt sich streicheln, wenn einer von uns mit ihm im Gästezimmer geschlafen hat kam er nachts auch ins Bett.

Er frisst gut und sein Output ist normal. Vor unserer 4jährigen Tochter und vor Fremden versteckt er sich weiterhin. Auch unser Hund ist ihm noch nicht ganz geheuer.

Jetzt zu den beiden Katern. Ich glaube es läuft ganz gut. Wieder meiner Erwartung hat mein Simon sich ganz vorbildlich verhalten. Freundlich abwartend, total souverän und immer Mickeys Reaktion im Blick. Mickey hat anfangs viel gefaucht und geknurrt, aus Unsicherheit denke ich. Andere Katzen kannte er ja aus seinem alten Zuhause.

Das hat sich aber auch gegeben. Wie schon geschrieben, sie sind seit 1 1/2 Wochen dauerhaft zusammen
und dafür läuft es richtig gut! Simon besucht Mickey regelmäßig im Gästezimmer, die beiden liegen auch mit geringem Abstand nebeneinander, sie begrüßen sich mit Nasenküsschen und ich hab wirklich den Eindruck: man mag sich!

Das Gästezimmer ist vom Rest des Hauses durch ein Babygitter getrennt, für Katzen allerdings leicht zu überspringen. Nachts ist das Babygitter geöffnet und entweder mein Mann oder ich schlafen mit dem Hund im Wohnzimmer dass dann geschlossen bleibt.

Bobby (unser Hund) darf nur unter Aufsicht zu Mickey. Er kennt Katzen (natürlich wir haben Simon jetzt seit drei Jahren) und ist mit Katzen aufgewachsen aber Mickey hat offensichtlich Angst vor ihm und ist unsicher. Deshalb pass ich natürlich auf dass Bobby ihm den Freiraum lässt und möchte Mickey die Chance geben nachts ohne Hund das Haus zu erkunden.

Aber er nutzt es nicht! Er bewegt sich nicht aus diesem Zimmer..
Er hat gar kein Bedürfnis danach wie mir scheint und das tut mir leid!

Das Gästezimmer ist so weit weg vom Alltag irgendwie. Er ist nicht dabei..
Würde er unter der Couch oder im Wohnzimmer auf dem Schrank sitzen wäre es was anderes.
Da wäre er irgendwie doch dabei, ich weiß nicht ob die Ruhe so gut für ihn ist. Ich hab den Eindruck er braucht einen kleinen Schubs in die richtige Richtung aber dann dann denke ich wieder: er wird schon kommen wenn er denkt es ist Zeit dafür!

Ich weiß nicht ob ich ihn irgendwie unterstützen kann?

Mein Mann und ich sind beide berufstätig. Wir haben eine Tochter, den Hund, Kleintiere, Pferde, Haushalt und sind es gewöhnt dass die Tiere MIT uns leben und wir mit ihnen. Simon und Bobby dürfen überall dabei sein, kein Zimmer ist tabu. Es ist nicht so dass sie "nebenher laufen". Jeder bekommt hier Zeit die nur ihm gehört aber sie gehören voll und ganz zur Familie.

Natürlich nehmen wir uns jeden Tag mehrfach Zeit für Mickey um mit ihm im Gästezimmer zu kuscheln und zu spielen usw. aber es bleibt das dumme Gefühl dass er irgendwie auf der Strecke bleibt.

Puuuh, das ist lang geworden! Ich hoffe trotzdem jemand wühlt sich durch und hat den ein oder anderen Tipp für mich wie es jetzt weitergeht..

Lass ich ihm einfach noch Zeit? Gibt's es was wie ich ihn unterstützen kann? Er tut mir leid wenn ich sehe wie er sich freut wenn wir kommen und ihn dann doch wieder allein lassen.
Simon besucht Mickey zwar wirklich häufig aber irgendwie ist es trotzdem nicht schön!
Vielleicht sind wir auch nicht die richtige Familie für ein schüchternes Tier?
Aber vllt. übertreibe ich auch, ich weiß es grade nicht! Ich möchte nur dass er wirklich ankommt und es ihm gut geht..

Ich hoffe ihr könnt mir raten was ich tun könnte! Ich hab Mickey jetzt schon in mein Herz geschlossen und will alles richtig machen - hab aber eigentlich keine Ahnung von Katzen! Ich kenn nur Simon und der ist völlig bekloppt und überhaupt nicht repräsentativ!

Liebe Grüße, Sarah
 
  • Angst"katerchen" in Familie integrieren?! Beitrag #2
Ruhe, Zeit und Geduld - es läuft doch


Hat er die Möglichkeit, auf Catwalks in sicherer Höhe dabei zu sein?

Katzen beobachten gerne von oben.

Spielt er mit einer Federangel?
 
  • Angst"katerchen" in Familie integrieren?! Beitrag #3
Hallo,

Catwalks nicht wirklich aber alles an Schränken und Regalen ist theoretisch "oben" begehbar. Aber um da rauf zu kommen müsste er natürlich erstmal aus dem Zimmer raus und immer wieder ein paar Meter am Boden zurück legen.

Er spielt nicht mit der Federangel, er spielt überhaupt nicht so wie ich es gewöhnt bin. Im Liegen spielt er mit seiner Spielschiene.. Und das Fummelbrett findet er ganz nett.

Mit Simon spielt er ab und zu aber sobald Simon dabei aus dem Zimmer rast ist da Spiel für Mickey erledigt & Simon guckt blöd :D

Ich hab schon versucht ihn direkt vor der Tür zu füttern aber dann tritt er in Hungerstreik und Simon freut sich über die zusätzliche Portion.

Mickey ist wirklich konsequent :D und Geduld ist nicht unbedingt meine Stärke..
 
  • Angst"katerchen" in Familie integrieren?! Beitrag #4
Wie siehts denn mit Leckerchen aus? Ich hab bisher mit positiver Bestätigung und kleinen Schritten sehr schnell tolle Erfahrungen gemacht. Mein dritter Kater Milky ist wirklich nicht schüchtern und findet vom ersten Tag an alles spannend. Nur manche Dinge sind ihm nicht geheuer und er flüchtet... zum Beispiel letzte Woche Männes neue Hausschuhe. Keine Ahnung was an denen so furchteinflößend war, aber Milky war der Ansicht, er müsse mit Buckel und Schwanzbürste flüchten. Nach drei Einheiten Leckerchen von den Schuhen hatte sich das Problem erledigt. Anderes Beispiel: Milky kam nicht direkt zu mir aufs Sofa.. Keine Ahnung wieso. Er blieb immer auf Abstand. Also gabs Leckerchen für alle nur noch direkt auf dem Sofa - nach zwei Tagen war die Sache erledigt. Mittlerweile schläft er sogar darauf in meiner Nähe.

Diese Übungen mache ich immer mit allen dreien zusammen - das bestätigt ihn zusätzlich, da er sich doch sehr an ihnen orientiert. Vor allem an seinem Kumpel Snickers. Man sieht richtig, wie er sich das ganze abschaut und sehr schnell merkt, dass ihm nichts passiert ;-) Vielleicht kannst du solche kleineren Übungen mit deinen beiden machen. Also dich zum Beispiel mit den Lieblingsleckerchen an die Tür setzen und wirklich in kleineren Schritten das Gästezimmer verlassen. Wäre das ne Idee?
 
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  • Angst"katerchen" in Familie integrieren?! Beitrag #5
Hallo, ein nachträgliches Danke an OceanSoul!

Mit Leckerlies ließ er sich nach einigen Anläufen tatsächlich locken.

Mittlerweile geht es auch, Mickey verkriecht sich zwar tagsüber noch viel aber in den Abendstunden erkundet er langsam alle anderen Räume.
Er kommt zum fressen nach unten in die Küche und dreht sogar nach dem Frühstück nochmal eine Runde durchs Erdgeschoss obwohl unsere Tochter sich dann grade für den Kindergarten anzieht! Das ist ein großer Fortschritt.

Auch während der Gute Nacht Geschichte lümmelt Mickey seit zwei Tagen auf dem Teppich im Kinderzimmer, dabei war das Kinderzimmer der Raum den er am meisten gemieden hat :)

Ich kann seit kurzem auch entspannt (!) mit beiden Katzen zusammen spielen. Wobei Simon dann immer kurze Einheiten ganz für sich und ganz wild braucht weil er sich sonst sehr zurückhalten muss.

Das eher unschöne ist: seit etwa zwei Wochen höre ich Mickey abends/nachts oft unvermittelt losschreien. Ich bin nie im selben Raum wenn er das tut allerdings vermute ich Simon möchte raufen und er eben nicht. Im Moment schaukelt sich das hoch.
Ich glaube nicht dass Simon etwas anderes als spielen im Sinn hat, allerdings bevorzugt Mickey eine andere Art des Spiels.

Es verlaufen wirklich die meisten direkten Begegnungen friedlich aber ich würde gern etwas dagegen unternehmen dass Simon ihn so wild bespielt obwohl Mickey daran kein Interesse hat.

Wie ich das machen soll ist mir allerdings schleierhaft. Ich versuche Simon so gut wie möglich auszupowern aber scheinbar reicht ihm das nicht aus.

Wehrt Mickey sich gibt es die 99% Chance dass Simon sofort stoppt. Trotzdem ist Mickey dann erstmal verschreckt. Außer wenn etwas zu futtern winkt.. Dann ist Mickey plötzlich das personifizierte Selbstbewusstsein :D

Ich hoffe sie raufen sich bald zusammen.. !

Hmm ob das mit den Bildern klappt? Das sind sie die zwei Chaostiger :)

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