Der eine Kaater lässt den anderen nicht in Ruhe

Diskutiere Der eine Kaater lässt den anderen nicht in Ruhe im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Sorry für den Tippfehler im Thema, das sollte einem in einem Katzenforum natürlich nicht passieren. Bin Anfänger und kann jetzt offenbar den...
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gbenton

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Sorry für den Tippfehler im Thema, das sollte einem in einem Katzenforum natürlich nicht passieren. Bin Anfänger und kann jetzt offenbar den Betreff nicht mehr ändern....

Hallo,

folgende Situation mit unseren beiden (Haus)Katern:
Harry haben wir vor 2,5 Jahren aus dem Tierheim geholt. Er ist jetzt ca. 3 Jahre und muss eine schwere Kindheit gehabt haben. Er ist sehr, sehr ängstlich und schüchtern, es hat Monate bzw. Jahre gedauert, bis wir halbwegs sein Zutrauen hatten, ihn anfassen konnten etc. Immer noch ist er schreckhaft, schüchtern und beileibe kein Schmusekater. Aber mit viel Liebe und Betreuung kommen wir eigtl. mit ihm zurecht.
Unseren Fehler haben wir wohl gemacht, als wir vor ca. einem halben Jahr den erst 6 Wochen alten Lucky hinzugeholt haben, da wir offenbar viel falschem Rat aufgesessen sind. Harry drohte, etwas depressiv zu werden und da kam von vielen Seiten (auch von dem Heim, aus dem wir dann Lucky geholt haben!) der Rat, ihm doch ein Jungtier hinzuzugesellen.

Nun, mit Lucky begann dann das Drama. Harry war interessiert an ihm, aber das verspielte und neugiereige in dem Neuen Lucky mochte er nicht. Je größer Lucky wurde, umso mehr bestand sein 'Spiel' darin, auf den 'alten' armen Harry draufzuspringen und sich an ihm, auf seinem Rücken sitzend, festzuhalten. Das gefiel dem Harry gar nicht, der partout nicht balgen und raufen wollte. Harry faucht und knurrt, packt auch behutsam die Tatze aus, aber natürlich nie genug, um dem Lucky sein Verhalten auszutreiben.
Das war quasi so, sobald wir die beiden in einen Raum gelassen haben. Seitdem sind die nur 'betreut' zusammen und meist müssen wir sie bzw. einen in ein Zimmer wegsperren, was uns immer sehr leid tut, weil es ja letztlich nicht Katers Schuld ist. Das stresst uns und die Katzen alles sehr.

Wir sind sehr verzweifelt, denn alle Erziehungsversuche (lautes, energisches 'Nein' sein gegenüber Lucky, Wasserpistole, wenn er Harry angreift, ihn für 10 min. wegsperren nach jedem Angriff) bringt einfach überhaupt nichts. Luckys Verhalten ändert sich keinen Deut. Wir hatten dann auf die Kastration gehofft, aber die ist nun auch schon 2 Monate her und es scheint sich in Lucky nichts wirklich geändert zu haben. Wir klickern mit Lucky, das macht er auch gut mit, ändert aber nichts an seinem negativen Verhalten.

Wir stehen kurz davor, Lucky wieder abzugeben, was uns sehr schmerzen würde, einerseits haben wir ihn natürlich lieb gewonnen, andererseits würden wir ihn auch niemals ins Tierheim zurückgeben wollen.

Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen? Gibt es vielleicht noch besondere Erziehungstipps?

Würden uns über jeden Rat freuen.

Danke+viele Grüße,

Gerd
 
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  • Der eine Kaater lässt den anderen nicht in Ruhe Beitrag #2
Hallo Gerd,

tja - ihr habt einen jungen Kater im Rüpelalter und einen Herren den das nicht interessiert.

Als erstes mal: wenn ihr die beiden immer auseinander sperrt, startet ihr jedes Mal die Zusammenführung neu! Kein Wunder dass das die Kater und euch stresst ;-). Entweder sind die zusammen, oder immer getrennt. Euer Harry wehrt sich ja eh - ich denke nicht das Lucky ihn 24h am Tag attackiert. Ich würde die beiden nicht mehr trennen.

Ihr könnt versuchen den jungen Kater auszupowern. Besser wäre natürlich einen zweiten jungen Kater für Lucky zu holen, mit dem er raufen und gaulen kann. Dann wäre Harry aus der Schusslinie und kann sich einbauen wenn er das möchte. Das wäre wohl die beste Lösung! Vor allem, ihr habt ja einen zweiten Kater geholt weil Harry einsam war. Dann hättet ihr ja wieder das Problem :???:.

Eine Abgabe ins Tierheim ist ja gar nicht notwendig. Wenn ihr euch tatsächlich entscheidet Lucky abzugeben, könnt ihr doch selbst ein neues Zuhause für ihn suchen. Bis ihr eine tolle Bleibe für ihn gefunden habt, kann er doch bei euch bleiben oder?

EDIT: das Verhalten von Lucky zu bestrafen ist meiner Meinung nach sinnfrei, denn es ist schlicht und einfach ein normales (Spiel)Verhalten das Kater haben. Eigentlich macht er nichts falsch.
 
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  • Der eine Kaater lässt den anderen nicht in Ruhe Beitrag #3
Lucky will nur Raufen wie es sich für ein Kitten gehört, das hat nichts mit Erziehung zu tun. Mit euren Erziehungsversuchen versucht ihr Lucky zu verbieten das zu sein was er ist, nämlich ein Katerkitten. Das sich durch die Kastration nichts geändert hat war schon klar bevor ihr Lucky zum Tierarzt gebracht habt, es ist nämlich kein Hormon gesteuertes Verhalten.
Lucky ist ganz einfach unausgelastet und die beste Lösung ist wirklich ein weiteres Katerkitten in Luckys alter.
 
  • Der eine Kaater lässt den anderen nicht in Ruhe Beitrag #4
Kann mich den anderen nur anschließen, immer wieder trennen und zusammenlassen, verschlimmert die Sache eher als dass es nützt.

Die beiden Kater müssen dass unter sich ausmachen.

Natürlich wäre es besser gewesen, einen Kater im annähernd gleichen Alter zu wählen, der eurem Kater im Wesen, Charakter und Temperament möglichst ähnlich ist, statt einem Kitten, wo man noch gar nicht absehen kann, wie der sich entwickelt.

Jetzt ist Lucky mitten im Flegelalter und muss entsprechend ausgepowert und beschäftigt werden, habt ihr dazu mehrfach am Tag Zeit?
 
  • Der eine Kaater lässt den anderen nicht in Ruhe Beitrag #5
AW: Der eine Kater lässt den anderen nicht in Ruhe

Hallo,

vielen Dank schonmal für Eure Antworten.

Also eine dritte Katze kann es leider nicht werden, wir sind ja jetzt schon überfordert und können vermutlich jetzt schon nicht den kleinen richtig 'auspowern'. Mir ist schon klar, dass der Vorschlag dahin zielt, dass das dann mit einer weiteren Katze besser wird - aber das Risiko, dass das dann auch nicht klappt, ist uns zu hoch. Wir wollen ja auch nicht weitere Katzen unglücklich machen. Zudem ist die Wohnung dann auch zu klein.

Wir werden mal versuchen, den Tipp zu beherzigen, die beiden nicht immer wieder zu trennen, auch wenn es schwer fällt. Es wirkt wirklich so, als ob Lucky dem Harry beim Balgen durchaus weh tut, so wie der quiekt und faucht. Es sieht auch fast so aus, als würde Lucky sich in Harrys Nacken verbeißen. Aber wir versuchen es.

Wenn Ihr es beide auf Luckys 'Jugend' schiebt: ist denn evtl. bald mit Besserung zu rechnen? Wenn die Kastration nichts ändert, wann kommt so ein Kater ins Alter, dass er nicht ständig raufen will?

Danke+Grüße,
Gerd
 
  • Der eine Kaater lässt den anderen nicht in Ruhe Beitrag #6
Versuchen könnt ihr es natürlich, aber ein Mensch kann einen Kitten nicht den Raufpartner ersetzen.
Vergiss vor allem sofort das es bald von alleine besser wird! Denn es wird nicht besser, es wird schlimmer, das ganze ist eine endlos Spirale. Der ältere ist überfordert und der junge nicht ausgelastet und je überforderter der ältere wird, desto unausgelasteter wird der kleine. Irgendwann wird er seine aufgestaute Energie auch nicht mehr nur am anderen Kater auslassen, sondern auch an euch, an Gästen, an den Möbeln usw.
Wenn die Kastration nichts ändert, wann kommt so ein Kater ins Alter, dass er nicht ständig raufen will?
Bei unserem Hero wurde es so mit 10 Jahren langsam besser.
 
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  • Der eine Kaater lässt den anderen nicht in Ruhe Beitrag #7
Meine Kater sind 3 und 4 Jahre alt und die balgen jeden Tag miteinander.
 
  • Der eine Kaater lässt den anderen nicht in Ruhe Beitrag #8
Naja, man kann nicht sagen ob der Kleine mal ruhiger wird. So etwas ist total unterschiedlich und typabhängig.
Unser Kater zB ist eher ruhig mit seinen 2,5 Jahren. Klar, balgen tut er auch gerne, aber bei weitem nicht so viel wie manch anderer Kater.

Wenn ihr den Kleinen weg gebt habt ihr ja trotzdem wieder das Problem das der Große deprimiert ist.

Übrigens schauen solche Raufereien oft total brutal aus, sind aber in Wirklichkeit harmlos. Der Kleine muss sicher auch erst seine Grenzen austesten und lernen seine Kraft richtig einzusetzen. Lernen tut er das vom Großen, der ihm signalisiert zB durch Fiepen oder Mauzen, das es jetzt genug ist. Ernsthafte Verletzungen sind eher die Seltenheit.

Übrigens geht unsere Lolita unserem Lover auch an die "Kehle". Zumindest versucht sie es beim Raufen :). Das ist ja grad der Spaß daran, den Gegner so zu erwischen das man die Überhand(pfote) hat ;-).
 
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