Hallo!
Vielen Dank für eure aufmunternden Worte. Vergessen werde ich sie nie, aber permanent dauernd daran zu denken, hilft ihr ja auch nicht mehr. Besonders zu Beginn tat es sehr weh, denn eine Katze hat auch Gefühle und eine Seele und eben ein vollwertiges Familienmitglied, das auch gerne bei uns war. So kann es gehen, ich dachte mir sie sei in zehn Jahren noch bei uns. Zu Beginn war es ganz unwirklich, weil sie einen kerngesunden Eindruck machte und es so plötzlich kam.
Ein paar Fragen hätte ich dann noch, es hilft bei der Trauerbewältigung.
Leider wäre im Nachhinein eine Obduktion wirklich besser gewesen, aber so wie ihr es schreibt, vermute ich dennoch eher einen Unfall, wenn es gar nicht unwahrscheinlich ist, dass man äußerlich nichts sieht. Sie hatte zwar Tage davor mal eine Schnecke im Mund, die wir entfernten, ev. sind die vergiftet, aber wahrscheinlicher bleibt das andere. Aber man darf sich nicht zu sehr den Kopf darüber zerbrechen, sondern die Katze mit positiven Erinnerungen in Verbindung bringen und auch mit Obduktion wäre der Schmerz ähnlich groß gewesen. Hätte man dann erfahren können, wie die Chance einer Rettung gewesen wäre, wenn man sie früher entdeckt worden wäre oder geht das schon zu sehr ins Detail?
Ich war auch eher gegen diese Verwertungen, aber ich saß am kürzeren Hebel. Zudem hatte es ja nicht mehr viel mit dem quicklebendigen Bären gemein. Ich verbinde diese Möglichkeit nur irgendwie mit einem Abfalleimer, aber der Vergleich ist natürlich auch übertrieben.
Die Katze schnappte schon auch einmal einen Vogel, der aus dem Nest gefallen ist und wenn einer aus der Familie gestorben wäre, würde ihr das zwar sicher zu Beginn auffallen, aber das Leben ginge ja auch für die Katze weiter. Man sucht eben Dinge, damit man nicht zu sehr trauert bzw. versucht objektiver zu sein. Auf jeden Fall bleibt sie unvergessen. Ich werde dann noch im entsprechenden Unterforum einen kurzen Nachruf verfassen und versuche verschiedene Dinge in Zukunft noch besser zu machen: kein Trockenfutter, als Kleines nicht zum Balkon zu lassen, Obduktion usw.
Komisch nur, dass verschiedene Ereignisse zusammentrafen: eine Woche Stadtbesichtigung als sie kam und eine als sie ging und jene, die ich oben schon erwähnt habe. Ich ordne es jetzt einfach unter Zufall ein.
Was ich mich auch frage, ob die Katze eine Ahnung gehabt hatte, was an jenem Tage passierte, weil sie am Vortag noch 2-3h bei mir im Bett war, obwohl dies sonst nicht so oft der Fall war? Ob sie sich verabschieden wollte? Nein, sie wollte sicher noch länger bleiben. Ihr ging ja nichts ab.
Warum ist es eig. so, dass Katzen, die angefahren wurden, sich wo verstecken, selbst wenn der Weg zur Haustüre gleich lang oder gar kürzer wäre? Machen sie das um niemanden zu belasten oder weil sie in der schwersten Stunde ihre Ruhe wollen? Schade, dass man sich nicht in sie hineinversetzen kann.
Hat jemand Erfahrungen mit Ortungssystemen ohne Halsband? Halsbänder könnten die Katzen - wie gesagt - strangulieren, weswegen sie nicht in Frage kommen.
Kennt ihr empfehlenswerte Kamerasysteme, die die letzten 2-3 Tage aufzeichnen können? Ich weiß, ich darf max. das eigene Grundstück bewachen.
Bei uns wird enorm viel Fahrerflucht begangen. Legal ist es nicht, klingt blöd, es ist aber Sachbeschädigung und wenn das Tier verletzt ist, dann wäre das Tierquälerei. Solltet ihr mit dieser Art von Technik Erfahrung haben, könnt ihr es gerne sagen, da in näherer Umgebung einige Vierbeiner unterwegs sind.
Wie viel zeitlichen Abstand haltet ihr für gewöhnlich bis ihr einem anderen Vierbeiner ein schönes Plätzchen ermöglicht? Einerseits sollte es nicht zu früh sein, vielleicht aus Respekt vor dem vorausgegangenen Tiger, andererseits kann sie auch ablenken und in Erinnerung bleiben alle.
Seht ihr das eig. so, dass selbst Freigänger im Haus zu zweit sein sollen oder gilt das nur für Wohnungskatzen? Man liest ja viel: Katzen mindestens zu zweit, nur Wohnungskatzen zu zweit, Wohnungskatzen sind unglücklicher als Freigänger, usw. Es hängt natürlich vom Charakter ab.
Vielen Dank nochmals. Zu Beginn war es sehr schwer, jetzt denkt man noch ständig dran, aber man begreift, dass

sie auch nicht wieder lebendig macht.
Im Prinzip ist es ein persönliches Nichtklarkommen. Ihr leidet logischerweise bei euch unbekannten Tieren nicht, so wie es mir bei anderen geht. Es fehlt der Bezug, aber das Abschied nehmen an sich ist, ob eigenes oder fremdes Tier ja gleich. Ich sehe das als persönliche Schutzfunktion, ebenso wie dass der Schmerz am Anfang der größte ist. Ansonsten müsste man ja ständig traurig sein. Somit bleibt die Erinnerung und die Tatsache, dass der Weg einem selbst früher oder später ebenso bevorsteht.