Gedächtnis von Katzen

Diskutiere Gedächtnis von Katzen im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo, ich habe mich die letzte Zeit oft damit beschäftigt, was Katzen für ein Gedächtnis haben:!: Von Elefanten z.B. ist es ja bekannt, das sie...
  • Gedächtnis von Katzen Beitrag #1
K

Katzekratz

Gast
Hallo,
ich habe mich die letzte Zeit oft damit beschäftigt, was Katzen für ein Gedächtnis haben:!:
Von Elefanten z.B. ist es ja bekannt, das sie ein gutes Gedächtnis haben sollen-von Hunden und Katzen sagt man eigentlich, sie hätten kein Langzeitgedächtnis:!:

Die Erfahrung mit Jamies Baby`s veranlasste mich aber zu der Überlegung, bzw. ein Umdenken.

Ich erläutere mal kurz warum. obwohl ich ja schon gar nichts mehr schreiben mag, aber es interessiert und beschäftigt mich.

Bei Jamies ersten beiden würfen, ging sie schnell-nach 2-3 Tagen durch das Haus butschern-wenn die Lütten schrien. so nach dem Motto-ich komme wann ich will:!:

Im vorletzten Jahr, hatten wir ja den schlimmen Virus-Jamie konnte ihre Lütten, durch den Kampf um den Wurf gar nicht genießen, obwohl sie da gereift war und sich toll kümmerte, die lange Quarantäne ohne meckern ertrug, aber es war für sie natürlich sehr stressig-denn das GZ wurde zur Intensivstation:!:

Bei diesem Wurf nun, ist sie total in der Mutterrolle aufgegangen-ich ließ sie auch die ersten 4 Wochen-also bis die Lütten soweit flügge waren, ihren Wurf total genießen, was auch total gut für sie war, sie verteidigte ihren Wurf hier vor den anderen Katzen-schlich sich eine mit ins Zimmer, wurde sie rausgefaucht.
Das war ja in den ersten 2 würfen überhaupt nicht, im Gegenteil, sie war froh, wenn sie durch die Wohnung ziehen konnte und sich andere Katzen dann zu den Lütten gesellten.
Sie hat sich nun wirklich 8 Wochen toll um die Lütten gekümmert-so alt sind sie nun.
Natürlich wird es nun weniger, ist ja auch normal.

Nun kann man sagen, die Katze ist sehr gereift in ihrer Aufgabe als Mutter, oder nach dem Virus vorletztes, mit der Erinnerung, die Lütten nimmt mir keiner:?:

Weiß sie um das Drama vorletztes Jahr:?:
Ist das doch noch im Gedächtnis, ist sie doch in ihrer Mutterrolle so sehr gereift, oder bilde ich es mir ein. das da noch eine Erinnerung vllt. ist:?:

Habt ihr Erfahrungen, wo ihr meint, das Euer Tier etwas noch im Gedächtnis hat-Beispiele, Situationen:?:
Dann berichtet doch mal von Euren Erfahrungen und Meinungen;-)

LG
 
  • Gedächtnis von Katzen Beitrag #2
Auf jeden Fall haben Katzen ein sehr sehr gutes Langzeitgedächtnis. Meine beiden sollten eigentlich von Geburt an reine Wohnungskatzen bleiben. Murphy hat jedoch gleich in seinem ersten Sommer 2009 vor der Tür Terror geschoben. Irgendwann habe ich nachgegeben und bin mit ihm nur hin und wieder mal ganz kurz an der Leine in den Garten gegangen. Dann wollte mein älterer Kater Gizmo irgendwann natürlich auch mit und hat jedesmal, wenn ich mit Murphy unten war, ebenfalls gejault. Also jeden Sommer immer schön ab und an mit beiden Katern an der Leine nach unten. Manchmal tagelang nicht. Manchmal 2 Mal täglich. Bei schlechtem Wetter und im Winter war es den Katzen egal und ich hatte über Monate Ruhe, aber bei schönem Wetter wurde an der Tür gemauzt, was das Zeug hält. Dann wurde irgendwann auch gegen die Leine protestiert. Zumindest dagegen, dass Frauchen einem auf Schritt und Tritt folgt. Besonders Murphy war davon genervt und wollte seinen Freiraum.
Also ohne Leine, aber dafür mit Schnellöffnungshalsband und Adressanhänger. Nur zur Sicherheit. Aber sie ließen sich immer problemlos zurück rufen, hielten sich an meine Grenzen und sie kamen auch immer auf Kommando wieder mit rein. Selbst als mal eine fremde Katze neugierig in den Garten gekommen ist um die beiden zu beobachtet, die beiden dann auf sie zugestürmt sind um sie zu vertreiben und beide dann auch hinter ihr her gerannt sind, als die Katze weggelaufen ist. Da hat einmal rufen gereicht und die beiden haben abgebremst und sind im Garten geblieben. Alle Nachbarn ihm Wohnblock kennen meine beiden daher auch. Sie haben mich im Garten mit ihnen spielen sehen oder haben sie auch mal im Treppenhaus angetroffen. Als Murphy dann jedoch immer und immer mehr raus wollten und ab und an gemeckert hat, wenn er wieder rein musste, habe ich versucht die Ausflüge im Sommer wieder Schritt für Schritt zu reduzieren. Dann kam der Tag X. Wir waren im Garten, plötzlich gab es ganz in der Nähe einen ohrenbetäubenden Knall und kurz darauf haben Hunde wie wahnsinnig gejault, gebellt, geknurrt und es klang nach einer großen Keilerei der Hunde. Normales Hundegebell stört die beiden nicht. Wir haben hier in der Nähe öfter Hundegebell oder auch tief fliegende Hubschrauber, Autolärm.... Wir wohnen in der Nähe eines Bahnhofes und einer Jugendfreizeitstätte.... Aber da habe selbst ich kurz Angst bekommen. Gizmo ist sofort hoch in die Wohnung und Murphy war plötzlich weg. Ich hab ihn einfach aus den Augen verloren, weil ich mich durch den Krach selber so erschrocken hatte und dann nur Gizmo hab flitzen sehen... Von 15 -16 Uhr bis zum nächsten Morgen um 6.30 Uhr war der Kleine verschwunden. Ich vermute, dass er zum einen nicht nach Hause gefunden hat, zum anderen war es aber auch warm und trocken und er wollte vielleicht lieber draußen in den Gärten rumstromern. Ich habe erst nur gerufen und gesucht und habe dann, von 18-23 Uhr, Gizmo ins Wohnzimmer eingesperrt und alle Türen offen gelassen, abends um 19 Uhr hab ich sogar schon beim suchen in der Nachbarschaft 50 kleine Zettel mit Bild und kurzem Text verteilt (mein netter Nachbar saß in der Zeit auf seinem Balkon und hat aufgepasst, dass keiner bei uns ins Treppenhaus und in meine Wohnung kommt und hätte mir auch Bescheid gegeben, wenn Murphy aufgetaucht wäre) und ich habe daraufhin auch sofort 2 super nette Anrufe bekommen. Die eine Frau erzählte mir, dass sie in ihrem Garten gearbeitet hätte und Murphy zu ihr in den Garten gekommen sei, dann ist er wohl zu ihrer offenen Kellertür gegangen und hätte neugierig reingeguckt, wäre aber sofort wieder abgehauen als sie näher kam um ihn dort weg zu scheuchen und auch, weil er anscheinend erkannt hatte, dass es eben nicht unser Kellereingang war. Ich bin sofort dort hin ( 2 Straßen weiter ) und hab bis 2 Uhr morgens draußen nach ihm gerufen und gesucht, aber ihn nicht gefunden. Über Nacht musste ich natürlich meine Wohnungstür und auch unten alles zu machen. War ja schon froh, dass ich sie bis 23 Uhr offen lassen konnte, weil mein Nachbar halt aufgepasst hatte, aber er wollte natürlich irgendwann auch ins Bett. Nach einer unruhigen und kurzen Nacht (2 - 6.30 Uhr) hab ich morgens die Kellertür zum Garten aufgemacht und dann kam er schon unter der Tanne vorgestürmt und ging wie selbstverständlich nach oben um sich sein Frühstück abzuholen.:-x Von da an war es quasi vorbei mit dem Freigang. Für beide. Selten durfte Murphy noch mal kurz mitkommen, wenn ich Müll runter gebracht habe, aber das war es dann auch. 2-3 Minuten, wenn Ablenkung und Ignorieren nicht halfen.

Keiner hatte jemals Probleme damit, auch nach 5-6 Monaten, ihre Lieblingsstellen im Garten zu finden. Es gibt z.B ein Loch in einem engmaschigen Zaun, der den Nachbargarten abtrennt. Durch dieses Loch ist Murphy sehr gerne in diesen Nachbargarten gekrabbelt. Er wusste ja, dass er nicht über die Pflastersteine der Hofeinfahrt, über den Bürgersteig oder die Straßen laufen durfte und die Nachbarn hatten auch kein Problem damit. Ich durfte sogar extra mit ihm rüber gehen.(ich ganz normal über den Bürgersteig und das Tor, Murphy durch das Loch im Zaun) Wie oft ist es passiert, dass Murphy von November bis April/Mai nur in der Wohnung war, dann raus wollte, sich einmal kurz in unserem Garten umgeguckt hat und dann schnurstraks als erstes zur Tanne gelaufen ist um dort durch das Loch in den Nachbargarten zu gelangen und ich dann der Spielverderber war, wenn ich ihn zurück gerufen habe. Auch Gizmo hatte seine Ecken, die er immer zuerst kontrolliert hat, ob sie nach der langen Zeit quasi noch da sind.
 
  • Gedächtnis von Katzen Beitrag #3
Meine weiß bis heute (nach etlichen Jahren) immer noch was *ihre Leine* zu bedeuten hat.
ich bin mit ihr mal draussen im Garten gewesen (mit Leine) und das hat sie bis heut nicht vergessen. Wenn ich diese raushole, steht sie vor der Tür. Und das obwohl wir längst nicht mehr in der Wohnung wohnen (also auch die Umstände sich verändert haben).
Sie weiß auch bis heute, das sie im Treppenhaus mal schnuppern darf. Auch das ist etwas von vor vielen Jahren entstanden.

Also JA, ich finde Katzen können sich sehr wohl an gewissen Sachen erinnern.
 
  • Gedächtnis von Katzen Beitrag #4
Ich glaube das Gedächtnis von Katzen ist sehr gut.

Mogli wuchs als Kitten bei einer Familie auf, die 4 Kinder hatte (das älteste gerade mal 8 Jahre).
Jedesmal wenn er heute auf dem Balkon ist und Kinderstimmen vom Fußweg hört, maunzt er kurz und schaut den Kindern aufmerksam hinterher.
Er mag auch meinen Neffen total (4 Jahre). Mogli ist dann immer sehr aufgeschlossen und wuselt um den Kleinen rum :)

Balu schaut sich Kinder eher aus der Ferne an. Von seiner Vorgeschichte weiß ich aber leider nix genaues.
 
  • Gedächtnis von Katzen Beitrag #5
Es wird zwar immer behauptet Katzen und Hunde hätten kein Gedächtnis, aber das das nicht Stimmen kann müsste jedem sofort klar werden, wenn er nur etwas Logisch denkt (sogar den Leuten die solche Behauptungen aussprechen).
Wie sollten Katzen sauber werden wenn sie immer wieder vergessen wo das Katzenklo steht. Ohne Gedächtnis könnte man jeden und ich meine wirklich jeden Freigänger an reine Wohnungshaltung gewöhnen, er würde ja vergessen das er schon mal draußen war. Oder Klickertraining wäre auch nicht möglich. Oder bei Katzen aus schlimmer Haltung, wären die Traumata auch kein Problem, denn ohne Gedächtnis könnten sie ja keine Traumata haben.
Katzen leben zwar im jetzt, aber das heißt nicht das es keine Vergangenheit für sie gibt und das sie keine Erinnerung daran haben.
 
  • Gedächtnis von Katzen Beitrag #6
Ohne Gedächtnis kein Lernen. Ohne Lernen kein Überleben.
Selbstverständlich funktioniert das Gedächtnis nicht semantisch/begrifflich/narrativ, sondern eher situativ/aktional. Beim räumlichen Lernen werden sehr schnell und nachhaltig „cognitive maps“ – also ein differenziertes räumliches Gedächtnis – ausgebildet.
Lernen „in einem Durchgang“ funktioniert ebenfalls (und muss es auch für das Überleben; wenngleich starre und gleichzeitig nicht adaptive Verknüpfungen auch wieder in einem Lernprozess aufgelöst werden können müssen).
Beispiel für one trial Lernen: Quincy, 15 Wochen, zog bei mir ein. Sofort erkundete er den Kratzbaum, der neben dem Terrassenfenster steht. Auf der anderen Scheibenseite stand ein Gartenstuhl. Quincy hatte offenbar das Prinzip „Scheibe“ noch nicht vollständig intus. Er wollte also auf den Stuhl springen und „stürzte“ (undramatisch) ab. Seitdem „weiß“ er, was eine Scheibe bedeutet.
Die Tatsache, dass und wie Katzen Menschen konditionieren (und umgekehrt), Rituale etabliert werden etc., verweist ebenso auf ein „Gedächtnis“. Beim „Hütchenspiel“ kann man – unter der Prämisse einer guten und sauberen Versuchsanordnung – bemerkenswerte Aufmerksamkeits- und Kurzzeitgedächtnisleistungen beobachten.

Aber ganz sicher macht die Katze eines nicht: Sie sitzt nicht da und „denkt“: „Wie war das noch mal im letzten Jahr im Sommer am Tage X?“
 
  • Gedächtnis von Katzen Beitrag #7
Super Beitrag --> ♥
 
  • Gedächtnis von Katzen Beitrag #8
Also ich habe ehrlich gesagt noch nie gehört, dass Katzen kein Langzeitgedächtnis haben. :shock:
 
  • Gedächtnis von Katzen Beitrag #9
Sehe es auch so wie ZweiZwucks.

Tiere lernen aus Erfahrungen, aber das darf man nicht mit unserem Gedächtnis und Erinnerungen vergleichen, die haben eine ganz andere Form der Wahrnehmung und die speichern dass unter ganz anderen Kriterien ab.

@Katzekratz: Ist es nicht normal, dass sich Katzenmütter entwickeln und reifen, wenn sie mehrere Würfe hatte und es ist doch ganz klar, dass die beim ersten Wurf meist noch nicht so erfahren sind und sich anders verhalten als 3-4 Würfe später. Wobei es da große Unterschiede gibt, manche Katzenmütter glucken total beim ersten Wurf und werden dann mit der Zeit "lockerer" und andere sind beim ersten Wurf eher unstet und kümmern sich zu wenig. Denke aber nicht, dass das mit der Erkrankung und der Erinnerung daran zu tun hat. Es ist ihr 4.Wurf, ist doch klar, dass sie da inzwischen "gereift" ist bzw. Erfahrung gesammelt hat oder nicht?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gedächtnis von Katzen Beitrag #10
Natürlich haben Katzen ein Gedächtnis, nur wie ZweiZwucks schon schrieb,
funktioniert das anders als bei uns Menschen.
Was ihnen fehlt ist das Bewusstsein, das uns hilft unser Leben zu reflektieren,
bzw.Erinnerungen die einen Teil unseres Lebens ausmachen spielen bei Tieren keine Rolle.
Natürlich reagieren sie auf Situationen, die eine Art Erinnerungsinstinkt auslösen wie z.B
wenn sie Gefahr wittern, oder wenn sie wieder einen Wurf haben.
Dabei hilft ihnen aber in erster Linie der Instinkt, nicht das Gedächtnis.
 
  • Gedächtnis von Katzen Beitrag #11
Sehe es auch so wie ZweiZwucks.

Tiere lernen aus Erfahrungen, aber das darf man nicht mit unserem Gedächtnis und Erinnerungen vergleichen, die haben eine ganz andere Form der Wahrnehmung und die speichern dass unter ganz anderen Kriterien ab.

@Katzekratz: Ist es nicht normal, dass sich Katzenmütter entwickeln und reifen, wenn sie mehrere Würfe hatte und es ist doch ganz klar, dass die beim ersten Wurf meist noch nicht so erfahren sind und sich anders verhalten als 3-4 Würfe später. Wobei es da große Unterschiede gibt, manche Katzenmütter glucken total beim ersten Wurf und werden dann mit der Zeit "lockerer" und andere sind beim ersten Wurf eher unstet und kümmern sich zu wenig. Denke aber nicht, dass das mit der Erkrankung und der Erinnerung daran zu tun hat.

Doch, natürlich ist es normal, das eine Katze reift, das manche Katzen vllt. mit ihrem 1. Wurf überfordert sind-wie auch immer und es beim nächsten Wurf ganz anders sein kann-natürlich-keine Frage;-)
Aber Jamie war so was von total anders, zwar beim letzten Wurf auch schon, sie ist auch ne tolle Katze-es war ja nun auch ein Beispiel-hätte auch ein anderes nehmen können, andere Situation, aber dieses hatte mich nun besonders beschäftigt, und auch allgemein, ob es ein Langzeitgedächtnis gibt, wie und in welcher Form.
Das Menschen dazu neigen, in sein Tier was rein zu interpretieren, man sich vllt. auch mal was einbildet;-)
Natürlich weiß ich, das Tiere nicht wie Menschen denken, wie schon beschrieben, aber ich finde das Thema, Berichte, Situationen, Erfahrungen und Meinungen einfach auch interessant;-)
Und auch natürlich die Geschichten hier;-)
 
  • Gedächtnis von Katzen Beitrag #12
@Katzekratz:

Erfahrungen und Meinungen sind das eine. Befunde aus der Verhaltensforschung das andere. „Gedächtnis“ ist schon ein an sich ein äußerst komplexes Thema. Im Humanbereich. Gedächtnis als speichernder Behälter? Weit gefehlt. Wir erinnern schemaorientiert (Bartlett, schon in den 1930’ern und lesenswert) und narrativ (das hat wiederum Max Frisch sehr schön beschrieben). Ergo: Erinnerung ist ein konstruktiver und konstruierender Prozess, Gedächtnis ist kein „Ding“. Bei Menschen.

Im „tierischen Bereich“ ist es mir ziemlich egal, wer, wo und was behauptet. Behauptungen gibt es viele. Wer sagt, Katzen „haben“ kein Gedächtnis, der oder die soll zunächst mal explizieren, was er oder sie unter „Gedächtnis“ versteht. Da hört es dann schon meistens auf.

Nicht aber in der Verhaltensforschung, in der der Referenzmaßstab nicht der Mensch, sondern die Art in ihrem Kontext ist. Ob Krähen, Ratten, Primaten, Katzen, Hunde oder Amöben in den Fokus genommen werden, sie alle haben eine spezifische, auf ihren Lebensraum angepasste Intelligenz und Lernfähigkeit – und damit verfügen sie in unterschiedlicher Weise über spezifische Gedächtnisprozesse.

Ich mag die ganze Vermenschlichung von Katzen überhaupt nicht (hallo mein Hutzel-Purzelchen Quincel, ja genau, die Kritik richtet sich gegen mich selbst!), aber ich mag – auch – einen klaren Blick auf die „gedächntnisvolle“ Intelligenz von Katzen.

Verhaltensforschung heißt in erster Linie: aufwendige, vor allem systematische Beschreibung über die Zeit und Kontexte hinweg. Nicht: (funktionale) Interpretation, denn die kommt erst später. Und deshalb kann man über Jamie – und was auch immer ihre „Reifung“ (ist auch ein Konstrukt, das operationalisiert werden müsste) meint – momentan gar nichts sagen. Es sei denn, man könnte ihre Veränderungen (und die Veränderungen des Kontextes) genauer – sehr genau – spezifizieren.
 
  • Gedächtnis von Katzen Beitrag #13
Ich denke, das wissen hier alle selbst, das Forschung das eine ist und entgegengesetzt, es andere und eigene Meinungen gibt;-)
Hier geht es nicht um Forschungsergebnisse und soll es auch gar nicht:!:
Und der Thread dient auch nicht zu Meinungen, ob Tiere zu vermenschlicht werden, Situationen oder Erlebnisse, Verhalten von und mit Tieren menschlich zu vergleichen:!:

LG
 
  • Gedächtnis von Katzen Beitrag #14
OK, aber worum geht es dann "eigentlich"?
 
  • Gedächtnis von Katzen Beitrag #15
OK, aber worum geht es dann "eigentlich"?

Einfach um eigene Meinungen und Erlebnisse, entgegengesetzt der Forschung um das Gedächtnis-Langzeit oder nicht:?:;-)
Es werden immer Fragen offen bleiben, entgegengesetzt der Forschung, sonnst bräuchte man ja nicht forschen.

Aber Deinen Bericht finde ich sehr gut;-)

Letztendlich wissen wir alle, die Tierverstand haben, das wir vllt.:?: was hinein interpretieren, es wollen, uns einbilden, falsche Verknüpfungen haben;-)

Ach, ich wollte eben noch einen Satz schreiben-nu ist er weg-Blackout:!:

LG
 
  • Gedächtnis von Katzen Beitrag #16
Warum "der Forschung entgegengesetzt"? Die Forschung bestätigt erfahrungsbasiert ein "Langzeitgedächtnis" der Katzen und anderer Arten. Ratten beispielsweise müssen nur ein einziges Mal unverträgliche Nahrung zu sich genommen haben, um diese für immer zu meiden.
Warum sollte Forschung ein Antagonist von "persönlicher Meinung" sein?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gedächtnis von Katzen Beitrag #17
Warum "der Forschung entgegengesetzt"? Die Forschung bestätigt erfahrungsbasiert ein "Langzeitgedächtnis" der Katzen und anderer Arten. Ratten beispielsweise müssen nur ein einziges Mal unverträgliche Nahrung zu sich genommen haben, um diese für immer zu meiden.
Warum sollte Forschung ein Antagonist von "persönlicher Meinung" sein?

Okay-sorry, dann hab ich was bei Dir falsch rausgelesen-bzw. auch dann falsch interpretiert und vllt. missverständlich geantwortet.
Ich meinte mit der Forschung entgegengesetzt auch nur, weil diese ja doch oft andere Ergebnisse haben kann.
Aber es geht wie gesagt ja auch um eigene Meinungen und eben nicht um das was die Forschung dazu sagt oder sagen würde;-)

Es gibt doch aber in allen Bereichen, Beispiele, die andere oder Forscher vllt. nicht für möglich halten, das wollte ich nur zum Ausdruck bringen.

LG
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Gedächtnis von Katzen Beitrag #18
Forschung vs. eigene Meinung:
Ich erwarte eigentlich bei beidem eine ähnliche Fundierung, nämlich eine sachbasierte Argumentation bzw. eine analytische Vorgehensweise. Wenn also jemand (und ich meine mich in diesem Fall durchaus selbst damit) „meint“, eine Katze „habe“ ein Gedächtnis, dann würde ich ihn oder sie (oder eben auch mich selbst) fragen: Was verstehst Du unter oder bezeichnest Du als Gedächtnis, und welche objektivierbaren Belege hast Du für das Bezeichnete? Unzufrieden wäre ich mit einer Einzelfallgeschichte als Antwort ohne begriffliche Klarheit und ohne Abstraktionspotential.

Menschen „meinen“ viel über Katzen: dass sie „eifersüchtig“ sind, aus „Protest“ (daneben) pinkeln, ihren Menschen „lieben“, eine Mutterschaft „genießen“, an ihrer Nachkommenschaft emotional „hängen“, diese „abstillen“ wollen, über Verluste „trauern“, einen Kumpel „vermissen“, „unabhängig“ oder/und „sozial“ sind etc. pp. Alles gut und schön, aber mit ein paar stichhaltigen Argumenten und entsprechenden Operationalisierungen eben noch schöner bzw. erst dann ernsthaft erwägenswert.

Unabhängig von dieser Sachlichkeit: Ich liebe meine Kater von ganzem Herzen! In menschlichen Kategorien aber sie mich sicherlich nicht...
 
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