Kastration oder nicht??

Diskutiere Kastration oder nicht?? im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo, ich hoffe ich mach das jetzt richtig mit dem neuen Thema :) Ich wohne im 2. Stock in einer Wohnung mit Balkon und wir haben eine...
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michi93

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Hallo, ich hoffe ich mach das jetzt richtig mit dem neuen Thema :)

Ich wohne im 2. Stock in einer Wohnung mit Balkon und wir haben eine Europäisch Kurzhaar Katze namens Luna. Sie darf auch auf den Balkon, ist aber sonst eine reine Wohnungskatze und noch nicht kastriert. Mittlerweile ist sie ein Jahr alt, wir konnten sie aber wegen ihres wenigen Gewichts noch nicht kastrieren lassen bis jetzt (Tierarzt meinte immer "warten wir noch bis sie größer wird"). Naja, seit einigen Monaten wächst sie nicht mehr, und der Tierarzt hat jetzt gesagt dass sie vermutlich so bleiben wird, sie wäre allerdings groß und "dick" genug für eine Narkose bei Kastration.

Da sie, wenn mein Freund und ich den ganzen Tag arbeiten sind, den ganzen Tag alleine ist wird ihr natürlich schnell langweilig und sie will dann die ganze Nacht mit uns spielen.
Jetzt sind wir am überlegen ob eine 2. Katze das "problem" lösen könnte. Unser Wunschdenken ist, dass sie Muttergefühle bekommt und die neue kleine Katze annimmt.

Jedoch haben wir Angst, dass wenn wir sie jetzt kastrieren lassen, sie auch dann keine Muttergefühle mehr hat, oder diese nicht so ausgeprägt sind wie unkastriert.

Hatte schon mal eine kastrierte Katze und die hat kein kleines Kätzchen angenommen, obwohl sie mehr Aufmerksamkeit als die Kleine bekam. Habe jetzt Angst dass es mit Luna genauso wird....


Habt ihr da schon Erfahrungen oder Tipps wie wir sie dann richtig "erziehen können" dass die eine Neue in ihrem Revier akzeptiert??

Danke schon im Vorraus :)

PS: bin Österreicher, daher schöne Grüße aus dem wolkigen Niederösterreich :)
 
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  • Kastration oder nicht?? Beitrag #2
Hallo herzlich willkommen hier im Forum :)

Schön, dass sie Gesellschaft bekommen soll, gerade bei Wohnungskatzen sollten es immer mindestens 2 Katzen sein, Katzen sind keine Einzelgänger sie werden wenn dazu gemacht.

Kastrierte Katzen lassen sich deutlich besser vergesellschaften als potente Tiere und Muttergefühle wird sie nicht entwickeln gegenüber einem Kitten, es gibt auch keinen Welpenschutz bei Katzen.

Also lasst sie noch vor der Vergesellschaftung kastrieren. Ich würde auch kein Kitten dazusetzen, weil erstens Kitten ganz anders miteinander spielen und umgehen als erwachsene Katzen, je jünger das Kitten, desto geringer sollte der Altersunterschied sein und zum anderen hat ein Kitten auch körperlich eurer Katze nicht viel entgegenzusetzen. Was außerdem noch erschwerend dazukommt, der Neuzugang sollte möglichst gut vom Wesen, Charakter und Temperament zur vorhandenen Katze passen, dass ist aber bei einem kleinen Kitten noch gar nicht so gut zu erkennen und abzusehen.

Ich würde eine Katze im Alter von 8-14 Monaten empfehlen, eher gleichgeschlechtlich, welche eurer Katze im Wesen, Charakter und Temperament möglichst ähnlich ist und gut sozialisiert, nicht zu zickig oder dominant.

Was weißt du über die Sozialisierung deiner Katze? Wie lang war sie bei der Katzenmutter und den Geschwistern? Wie alt beim Einzug?

Je nachdem wie gut oder schlecht eine Katze sozialisiert ist, kann man auch bei recht jungen Katzen noch die Hau-Ruck-Methode machen, wenn sie länger allein gehalten wurde und/oder nicht so gut sozialisiert ist, empfiehlt sich eher eine langsame Zusammenführung.
 
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  • Kastration oder nicht?? Beitrag #3
1. Du hast wahrscheinlich keine Europäisch Kurzhaar sondern eine Europäische Hauskatze. Europäische Kurzhaar ist eine Zuchtrasse - mit Stammbaum. :)

2. Sinnvoll ist es immer, eine Katze für Eintritt der Geschlechtsreife zu kastrieren (Frühkastration). Aus medizinischer Sicht steht das außer Frage. Leider sind die deutschen Tierärzte da oft noch weit weniger informiert als in anderen Ländern.
Eine Kastration ist schon ab der 7. Woche möglich, ist leichter durchzuführen und wird von den Kleinen viel eher weggesteckt.

3. Für Katzen bedeutet der Geschlechtstrieb Stress. Er schwächt die Abwehrkräfte. Die Katze ist bei Rolligkeit im Ausnahmezustand: sie presst sich an den Boden, streckt das Hinterteil in die Höhe und ist dauernd in Bereitschaft. Darüber vergisst sie zuweilen zu fressen oder erbricht sich häufig und nimmt einiges an Gewicht ab. Sie ist ständig unruhig, wälzt sich hin und her und schreit mit röhrenden Lauten nach Katern. Wenn der Deckungsakt ausbleibt, kann es durch die hormonellen Veränderungen im Körper zu Erkrankungen wie Zysten, Gesäugetumoren oder Gebärmutterentzündung kommen.

4. Kitten haben bei Katzen keinen Welpenschutz. Die Mutter kümmert sich irgendwann nicht mehr um ihre Kitten und empfindet keine Muttergefühle mehr.
Manchmal sind kastrierte Kater liebevoller zu kleinen Kitten als die eigene Mutter.

5. Katzen sind keine Einzelgänger. Wenn ihr den ganzen Tag nicht da seid, langweilt sie sich. Und selbst wenn ihr da seid, könnt ihr nicht so mit ihr spielen wie eine andere Katze oder sie lecken und putzen, sich balgen...


Eine Kastration sollte bei eurer Katze so schnell wie möglich durchgeführt werden. Unkastriert ist das Leben für Katzen auf die Dauer viel zu stressig. Wird sie nicht gedeckt, kann es auch zu Dauerrolligkeit führen.
Und sie braucht eine Kumpeline.
Am besten solltet ihr eine Katze im gleichen Alter suchen.
 
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  • Kastration oder nicht?? Beitrag #4
Danke für eure Tipps :) hmm... also in ihrem Impfpass steht Europäisch Kurzhaar..ie war noch sehr jung als sie von Mama wegkam, cirka 9 Wochen. Bei uns warsie erst in einem Haus, jetzt mit unserem Umzug seit Februar in der Wohnung. Haben eh nächste Woche Tierarzt Termin, da werd dann gleich mal nen Termin zum Kastrieren ausmachen :)
 
  • Kastration oder nicht?? Beitrag #5
Da sie schlecht sozialisiert ist, sollte es kein Kitten sein, sondern eine wirklich gut sozialisierte Katze, bereist kastriert, im annähernd gleichen Alter, ihr im Wesen, Charakter und Temperament möglichst ähnlich.

Sie sollte vorher kastriert werden und bitte eine langsame Zusammenführung machen.
 
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