Zusammenführung nach Verlust des Partners

Diskutiere Zusammenführung nach Verlust des Partners im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo Zusammen, am 19. April 2014 musste unser BKH-Kater "Filou", mit erst 3 Jahren über die Regenbogenbrücke gehen. (Herzinsuffizienz/Wasser in...
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Buddy65

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Hallo Zusammen,

am 19. April 2014 musste unser BKH-Kater "Filou", mit erst 3 Jahren über die Regenbogenbrücke gehen. (Herzinsuffizienz/Wasser in der Lunge). Es trauern nicht nur wir, sondern auch sein zurückgebliebener Katerkumpel (auch BKH) "Teddy). Die Beiden waren ein Herz und eine Seele. Als Teddy 8 Monate alt war, hatten wir verstanden dass er einen Kumpel zum Toben braucht und dann Filou zu uns geholt.

Teddy hat mittlerweile 400 Gramm abgenommen, er frisst, aber wenig (es kommt uns vor, als würde er einfach nicht gerne alleine fressen). Bachblüten, Felliway, Vitamin-Aufbau-Paste, viel Zeit, schmusen und spielen - das alles nutzt nicht viel, er braucht einen Kumpel.

Wir haben uns erkundigt, da ich einen gleichaltrigen (auch kastrierten) BKH Kater adoptieren wollte. Der Tierarzt hat uns eher zu einem Kitten geraten, seine Aussage "Ein Kitten erzieht er sich, ein äteres Tier, hat schon einen ausgeprägten Charakter und das könnte wieder mehr Stress für Teddy bedeuten.
Info: Teddy wird im August 4 Jahre alt, spielt und benimmt sich aber immer noch wie ein Jungkater.

Nun wird am 06.Juni "Murphy" BKH-Kater, dann 12 Wochen alt bei uns einziehen.

Ich mache mir große Sorgen um die Zusammenführung und möchte für beide Tiere unnötigen Stress vermeiden, daher wäre ich über Tipps von Eurer Seite sehr dankbar.
 

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  • Zusammenführung nach Verlust des Partners Beitrag #2
Hi,
sowohl gleichaltrig, wie auch 4 Jahre und 12 Wochen kann gut oder schlecht gehen.
Bei dem Kleinen weißt du halt nicht, wie der sich vom Charakter her entwickeln wird oder ob er hyperaktiv ist und Teddy sich nur noch gestresst fühlt.
Gleicher Charakter, gleiches Geschlecht, gleiches Alter ist i.d.R. die beste Wahl.

Bei deiner Wahl und da Teddy anscheinend sehr sozial ist, würde ich mir keine große Gedanken um die Zusammenführung machen.
Kitten in einem separaten Raum ankommen lassen, warten bis die evtl. Panik vorbei ist und dann alle Türen freigeben.
Vorher für Rückzugsmöglichkeiten für den Kleinen sorgen, in die Teddy nicht reinpasst. Wenn die Beiden anfangen zu toben, ist der Kleine körperlich halt noch ein Fliegengewicht und muss Fluchtplätze zur Verfügung haben.

Wenn du nicht sicher sein kannst, dass der neuen Winzling komplett gesund ist (Grundimmunisiert und entwurmt) dann bitte auch eine Quarantänezeit in Betracht ziehen.
 
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  • Zusammenführung nach Verlust des Partners Beitrag #3
Danke für die schnelle Antwort.

Der Kleine bekommt alle Entwurmungen und Imfpungen sowie ein Gesundheitszeugnis. Er ist mit Katzenmama, seinen fünf Geschwistern, dem Katzenpapa und vier weiteren Katzentanten, in einem liebevollen Umfeld, mit Kindern und Hunden aufgewachsen. Daher gehe ich auch von einer guten Sozialisierung aus. Rückzugsmöglichkeiten gibt es zu genüge (Mein Mann behauptet ja, dass wir kein Wohnzimmer, sondern nur Katzenzimmer haben - Wohnung 85qm, alle Türen offen - Balkon 10 qm, vernetzt. ;-) )

Unser Teddy hat sich damals bei Filou als "Amme" entwickelt. Er trägt heute sein Kuschelspielzeug im Maul, putzt und bemuttert es. Er ist sehr verspielt, aber nicht dominat und hatte damals auch dem Kleinen immer den Vorang überlassen.

Meine Frage ist nur: Soll ich sie gleich zusammen lassen oder, wie schon einige Male im Forum erwähnt wurde, ein Katzenzimmer (mit Gittertür) einrichten?
 
  • Zusammenführung nach Verlust des Partners Beitrag #4
Bei so kleinen Würmern finde ich eine langsame Zusammenführung mit Gittertür unnötig, das ist für mich immer dann die beste Wahl, wenn beide Katzen aggressiv werden könnten und sich das dann zu ernsten Auseinandersetzungen hochschaukeln könnte.
Von dem sozialen Kleinen wird keine Aggression ausgehen und dein Großer scheint ja ein lieber Papakater zu sein.
 
  • Zusammenführung nach Verlust des Partners Beitrag #5
Als BLH Quincy (mit 15 Wochen) zu BLH Lucky (mit 4 Jahren) zog, war ich gut vorbereitet – mit Gittertür und dadurch abgetrenntem Schlafzimmer von der restlichen Wohnung, die ansonsten sehr offen geschnitten ist. Drei Stunden vor der Ankunft von Quincy hatte sich nun aber Lucky just durch die noch offene Gittertür und nachfolgende offene Zimmertür ins Schlafzimmer zurückgezogen, um in der Liegemulde vom im Prinzip für Quincy (bzw. mit ihm dann drei Katzis) neu angeschafften Kratzbaum tief und fest zu schlafen. Da meine BKH Daisy drei Tage zuvor unerwartet verstorben war, habe ich es nicht übers Herz gebracht, Lucky aus seiner Liegemulde herauszulotsen, aber wenigstens die Gittertür geschlossen.

Also kam Quincy im Rest der Wohnung an – mutig und neugierig –, und Lucky schlief einfach weiter. Tja, da habe ich die Gittertür dann aufgemacht. Als Lucky dann irgendwann ins Wohnzimmer bzw. den Rest der Wohnung töffelte, war er etwas irritiert und ist gleich wieder ins Schlafzimmer getrottet. Rasch zurück in seine „Mulde“. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich einfach zwei Kater, die sich friedlich miteinander vertraut gemacht haben.

Beide leben seit September 2013 bei mir zusammen, und es hat nie, aber wirklich nie ein Fauchen oder Knurren beiderseits gegeben.

Worauf ich das zurückführe:

- beide Kater hatten eine sehr gute Frühsozialisation
- beide Kater lebten nie ohne kätzische Gesellschaft
- Quincy kam erst mit 15 Wochen und hatte gerade in den letzten Wochen davon VIEL über kätzische Interaktion gelernt
- Lucky ist ein eher ruhiger Vertreter, und so gut es altersbedingt überhaupt ging, habe ich schon auf Quincy’s kompatiblen „Charakter“ geschaut.
- Ich war einigermaßen „ruhig“ bei der Zusammenführung, die Züchter waren zudem ca. 2-3 Stunden dabei. Außerdem hatte ich meine Gittertür als Sicherheit und Beruhigung in der Hinterhand, das würde ich heute genauso wieder machen. Quasi als sofort aktivierbaren Plan B.

Herausheben möchte ich noch einmal, dass Quincy 15 Wochen alt war. In meinen Augen – und ich habe den kleinen Mann zuvor ja öfter mal besucht – macht das einen großen Unterschied zu 12 Wochen. Der „Kleine“ (eine körperlich große Plüschkugel) hatte bereits in der Katzengruppe gut „gelernt“, dass nicht alle ihm mit „Quincy, wie süß bist du denn?“ begegnen, wie man krallenlos einem Zoff aus dem Weg geht, wie man Grenzen „aushandelt“ etc. Wenig später hat er meinem Lucky (6,5 Kilo) „gezeigt“, wie Kater „lieb“ raufen (von Daisy gab es bei diesbezüglichen Intentionen immer eins auf die Zwölf).

Bei der Zusammenführung von einem Kitten mit einer erwachsenen Katze würde ich ergo – aus meiner Erfahrung heraus – für ein vergleichsweise späteres (als 12 Wochen) Abgabealter des Kitten plädieren, den nicht unerheblichen Mehraufwand (Futterkosten, denn sie fressen wie die Scheunendrescher) kann man ja ggf. finanziell beim Züchter begleichen.
 
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