Hallo,
ich habe mich eben hier im Forum angemeldet, da ich mir große Sorgen um unsere Katze mache.
Unsere Katze ist 14 Jahre alt und seit einigen Wochen war es offensichtlich, dass sie Schmerzen hat und beispielsweise nur noch schwer die Treppe hinauf kam. Wir haben dann eine mobile Tierärztin gerufen, die die Vermutung angestellt hat, dass unsere Katze eventuell an Athrose leidet und hat ihr daraufhin ein Depot mit Schmerzmittel und Cortison gespritzt.
Unserer Katze ging es dann wieder viel besser, aber nach drei Wochen mussten wir die Tierärztin erneut rufen, damit sie ihr wieder Schmerzmittel gibt.
Als ich dann letztes Wochenende wieder hier nach Hause kam (ich war länger nicht da) ist mir aufgefallen, dass die Katze nicht mehr den geraden Weg läuft, sondern einen Bogen nach links schlägt und sie hat außerdem auch sehr erschöpft gewirkt. Wir haben uns dann entschlossen mit ihr zum Tierarzt zu fahren um sie röntgen und das Blut untersuchen zu lassen. Dort hat der Tierarzt festgestellt, dass meine Katze wohl nichts mehr sieht (hat keine Reflexe auf Bewegungen von ihm gezeigt) und das ihr Herz sehr schnell schlägt. Die Blutwerte hingegen waren allesamt gut und beim Röntgen wurde festgestellt, dass die letzten zwei Wirbel hinten wohl zu eng aneinander liegen, was wohl ihre Schmerzen verursacht hat. Er hat uns ein Mittel zum Absenken des Blutdrucks mitgegeben und ein Schmerzmittel.
Am nächsten Tag, als ich sie morgens reingelassen habe, ist sie zuerst gegen die Glastür gelaufen und dann nach links gegen die Wand gelaufen. Ihr Fressen hat sie auch nicht mehr gefunden und ich war völlig schockiert, weil sie wirklich überhaupt nichts mehr zu sehen schien. Die Katze ist ruhelos durchs Haus an den Wänden langgegangen und hat sich sehr häufig gedreht und hat laut miaut. Ich habe dann sofort die mobile Tierärztin gerufen, welche ziemlich ratlos schien. Sie hat ihr in die Augen geleuchtet und festgestellt, dass die Pupillen noch reagieren und meinte, dass die Ursache im Gehirn liegen müssten. Sie hat ihr etwas fürs Gehirn gespritzt und uns ein Medikament zur Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion dagelassen.
Ich habe mich dann entschlossen mit meiner Katze gemeinsam rauszugehen, damit sie sich eventuell wieder beruhigt. Sie ist eine leidenschaftliche Freigängerin und man kann sie einfach nicht einsperren vor allem nicht bei schönem Wetter. Draußen hat sie etwas gebraucht sich zu orientieren und später ist sie mir dann abgehauen. Sie schien wieder etwas zu sehen und ist geschickt durch ein Loch im Zaun hindurch gekrabbelt. Seitdem sind jetzt zwei Tage vergangen und meine Katze scheint nach wie vor wieder etwas zu sehen, wenn wohl auch nicht gut. Sie ist fast den ganzen Tag draußen unterwegs, wobei sie wohl auch viel im Gebüsch liegt und schläft. Sie wirkt aber trotzdem sehr angespannt, müde, schlapp und geht sehr langsam. Fressen tut sie leider auch nicht mehr so viel.
Ihr die verordneten Tabletten zu geben ist ein größeres Problem. Ich habe es bisher nur gestern einmal geschafft ihr die zerbröselte Tablette in Kräuterquark gemischt zu geben. Ansonsten hat sie die Tabletten immer wieder ausgespuckt oder überhaupt nicht in den Mund genommen.
Hat jemand von euch vielleicht ähnliche Erfahrungen mit seiner Katze gemacht? Oder habt ihr noch Vermutungen woran meine Katze leiden könnte oder wie wir ihr am besten helfen könnten? Kann man den totalen Aussetzer an dem einen Tag eventuell auch mit dem Stress erklären, der ihr der Tierarztbesuch gemacht hat?
Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn mir jemand von Euch antwortet..
LG
Sonja