• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Lymphom - Wer hat Erfahrung? DRINGEND HILFE gesucht!

Diskutiere Lymphom - Wer hat Erfahrung? DRINGEND HILFE gesucht! im Erkrankungen im Kopfbereich Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo liebe Katzenfreunde, ich hatte hier schon im März einmal einen Beitrag veröffentlicht , weil Teddy anfing, Katzenstreu zu fressen und...
  • Lymphom - Wer hat Erfahrung? DRINGEND HILFE gesucht! Beitrag #1
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Teta63

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Hallo liebe Katzenfreunde,

ich hatte hier schon im März einmal einen Beitrag veröffentlicht , weil Teddy anfing, Katzenstreu zu fressen und unsauber wurde. Seither ist vieles passiert. Ich bin inzwischen mit meinen Nerven völlig am Ende.
Aber zu den Ereignissen:
Ich hatte Teddy beim Tierarzt vorgestellt. Inzwischen kam auch eine üble Verstopfung dazu, so dass auch Blister nicht mehr helfen konnten und der Tierarzt alles nur mit einem sehr schmerzhaften Einlauf beheben konnte. Teddy wurde auch komplett geröngt und es wurde Ultraschall gemacht. Es wurde aber nichts gefunden, außer dass die Blase etwas voll war. Aber er hat sie dann auf dem Heimweg auch gleich entleert und ich habe sehr darauf geachtet, wann und wie viel er Urin absetzt. Alles war in diesem Punkt wieder normal. Teddy hat ein Schmerzmittel und Antibiotikum gespritzt bekommen.
Zur Unsauberkeit konnte der Tierarzt nicht viel sagen, außer dass ich ein anderes Streu probieren soll. Auch mit dem Fressen des Streus wusste er keinen Rat. :???:
Dann stellte ich fest, dass er immer schlechter gefressen hat. Wieder zum Tierarzt, wieder Röntgen, Ultraschall - ohne Befund. Diesmal hatte eine TÄ Dienst und auch sie wusste keinen Rat bzgl. Unsauberkeit und Streu fressen. :???: Auch sie konnte nix tasten oder Auffälligkeiten feststellen. Aber auch hier wieder Schmerzmittel und Antibiotikum.
Dann ging es wieder einige Tage mit dem Fressen. Aber eben nur einige Tage. Jetzt wollte Teddy fressen, aber sobald er das Futter nur ans Mäulchen bekam, hatte er sofort extreme Würgereize. Auch bei Flüssigleit. Da die Gemeinschaftspraxis Teddy nicht wirklich weiterhelfen konnte (und zudem ausreichend teuer ist - sie rechnen mit dem 3-fach-Satz), habe ich mir eine andere TÄ gesucht. Aber auch hier das gleiche. :?::sad: Ich war ratlos. nun ja, erst mal hat er ja nun wieder gefressen - bis eben die gespritzten Arzneimittel aus dem Körper waren.
Nun bin ich auf die Idee gekommen, dass er eventuell etwas an den Zähnen haben könnte - ich hatte Angst, er könnte FORL haben. :cry: Also habe ich mir wieder eine andere TÄ gesucht mit einer Zahnarzt-Fachrichtung. Sie stellte dann fest, dass Teddy eine Halsentzündung hat! (bitte für später merken!!!)
Ich hatte sie noch angesprochen, ob er nicht etwas mit den Zähnen haben könnte, eben FORL. Aber sie meinte, er hat Zahnstein und deswegen hat er ein wenig Probleme, aber nichts Ernsters. :sad: Sie spritzte ihm auch Antibiotikum und Schmerzmittel und bestellte mich zum nachspritzten. So haben wir es auch getan. Teddy ging es wieder besser. Ich hatte die TÄ dann noch angesprochen, ob es nicht sinnvoll wäre, mal ein Blutbild zu machen, denn er wird immerhin bald 18 Jahre. Sie meinte dann, können wir mal machen, kostet 60€. Merkwürdig irgendwie.
2 Wochen später stellte Teddy das Fressen dann ganz ein, auch das Trinken. Ich habe dann im Net gegoogelt nach einem Tierarzt, weil mich die vorigen 4 nicht weiter brachten und sie vor allem Teddy nicht helfen konnten.
Nun hatten wir am Dienstag, 20.05. einen Termin dort. Das erste, was der Tierarzt bei der Allgemeinuntersuchung feststellte ist, dass Teddy zwei vereiterte Backenzähne hat!!! :!: Er schlug mir vor, diese zu entfernen und direkt eine Zahnsanierung zu machen. Allerdings unter keinen Umständen, bevor er nicht die Blutergebnisse hat, da dem Tierarzt sonst der Eingriff in Teddys Alter zu riskant gewesen wäre. So hat er direkt Blut entnommen und es ins Labor geschickt. Am nächsten Tag wollte mich die Praxis anrufen, um mir die Auswertung mitzuteilen. Ich war so froh, dass endlich die Ursache gefunden war und sehnte der OP entgegen, damit mein Kleiner endlich wieder normal fressen kann. Seine Streiche hatte ich schon total vermisst, denn er wurde natürlich auch immer ruhiger und zog sich zurück. Völlig ungewohnlich, denn Teddy ist sonst bei allem dabei.
Am Mittwoch saß ich wie auf Kohlen den ganzen Tag. Am späteren Nachmittag hielt ich es nicht mehr aus und rief selbst in der Praxis an. Die Helferin hat mich direkt an den Tierarzt weitergeleitet und dieser hatte keine schönen Nachrichten. Teddy´s Eiweißwerte waren extrem hoch, so dass es auch den Tierarzt beunruhigte. Er hat darauf das Labor angewiesen, die Eiweißwerte aufzuschlüsseln. Aber ich musste mich bis zum nächsten Tag gedulden. :roll: Ich hatte unsagbare Angst in mir. Am nächsten Tag, Donnerstag rief der Tierarzt mich dann an....er hatte sehr schlechte Nachrichten. Die Eiweißelektrophorese hat enorm erhöhte Werte bei dem Gamma-Globulin-Wert ergeben (59,3). Er sagte mir, dass das Ergebnis zu 99% monoklonal wäre und Teddy ein (oder mehrere) Lymphom(e) hat. :cry::cry::cry: Anhand des Wertes kann man das genau zuordnen.
Ich fragte ganz verzweifelt, was ich tun soll, denn ich war im Schockzustand. Der Tierarzt sagte, er würde Teddy noch nicht einschlafen lassen, er würde mir empfehlen, es erst einmal mit Tabletten zu versuchen. Er bekommt jetzt Prednisolon 5mg/täglich. Von der Suche, wo genau das Lymphom sitzt, riet er mir ab. Er sagt, das Lymphom kann in den Organen, im Gehirn, im Rückenmark usw. sein. Es macht weniger Sinn, Teddy so viel zu biopsieren, da eine Chemo für ihn wegen des hohen Alters nicht in Frage kommt. Was ich auch ablehnen würde, denn die Heilung wäre selbst mit einer Chemo sehr gering. Der Tierarzt erklärte mir, dass diese ganzen Untersuchungen Teddy nur beanspruchen würden und egal wo auch immer das Lymphom ist, er uns in jedem Fall sterben wird. Er kann auch keine Prognose abgeben, wie lange Teddy noch bei mir sein darf, es können Tage sein, aber auch Wochen oder Monate, wenn das Prednisolon anschlägt. :cry::cry::cry::cry::cry:
Ich bin so verzweifelt. Inzwischen ist es so, dass ich ihm Reconvalenz-Futter gebe. Er frisst auch wieder, seit Freitag habe ich ihn mit dem Finger "angefüttert" bis er alleine aus dem Napf geschleckert hat. Zusätzlich schleckert er diese neuen Schleck-Cremes, in allen möglichen Varianten. Seit Sonntag probiert es sich sogar wieder am Katzenfutter, wobei er da mehr die Soße schleckt. Heute hat er auch Tartar gefressen. Wahrscheinlich wegen des Prednisolons, das soll Appetit machen. Er hat sich aber ein neues Lager ausgesucht, zwischen Esstisch und Wand, was ich ihm jetzt mit warmen Kissen und Decken eingerichtet habe. Anzeichen von Schmerzen zeigt er nicht. Er begrüßt mich auch mit einem freundlichen "miau" wenn ich zur Tür herein komme (er hört nicht mehr sehr gut und reagiert meistens erst, wenn er mich sieht). Allerdings schläft er auch sehr viel, aber sehr ruhig. Ich beobachte ihn tag und nacht, schlafe kaum noch. Zum Glück bin ich selbst krank geschrieben, wegen einer HWS-OP, so dass ich mich ausreichend um ihn kümmern kann.
Hat hier jemand Erfahrungen mit dieser Erkrankung und kann mir Tipps geben? Ich bin mit allem so unsicher. Ich möchte nicht, dass er Schmerzen hat. Wie erkenne ich das? Ich möchte ihm jeden einzelnen Tag schenken, den er noch hat, jede Minute. Aber ohne ihn zu quälen. Ich beobachte sogar seine Atmung, wenn er schläft und mach mich völlig verrückt.
Kann mir jemand Tipps geben, ob vielleicht bestimmte Nahrung besonders gut ist? Oder was ich tun kann, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht?
Am Freitag haben wir wieder Termin beim Tierarzt zur Kontrolle und zur Besprechung, wie das Medikament anschlägt etc. Der Tierarzt hat mir auch seine Handy-Nummer gegeben, wenn bei Teddy plötzlich ein Notfall auftritt, dass ich ihn anrufen kann.
Ich wäre so unendlich dankbar, wenn mir jemand mit guten Ratschlägen helfen könnte. Vielleicht auch mit Erfahrungen, wie die Krankheit verläuft, auf was ich besonders achten muss etc.
Wenn wir am Freitag wieder beim Tierarzt sind, werde ich auch Tabsy direkt vorstellen. Sie ist genauso alt, wie Teddy und ihr geht es gut. Aber ich habe Angst, dass sich bei ihr auch etwas versteckt hat, noch größere Angst habe ich vor dem Ergebnis....Aber ich glaube, es gibt mir auch ein wenig Sicherheit.
Ich wäre sehr, sehr dankbar für Eure Antworten.

Herzlichen Dank, dass Ihr die Geduld hattet und meinen Beitrag bis zum Ende gelesen habt!

LG Birgit
 
  • Lymphom - Wer hat Erfahrung? DRINGEND HILFE gesucht! Beitrag #2
Liebe Birgit,

leider kann ich Dir nicht mit praktischen Ratschlägen zu Deinem Thema helfen...

Aber ich lese folgendes heraus: Du kennst Deinen Schnurremann sehr gut, Du beobachtest ihn und hilfst ihm, wo es geht. Du scheust keine Mühen und Kosten.

Ich vermute, Du wirst den Zeitpunkt merken, wo er gar nicht mehr mag. Wo er gar nicht mehr frißt, Dich nicht mehr begrüßt, ein Kraulen nicht mehr mit Schnurren quittiert. Du scheinst auch einen guten Doc an Deiner Seite zu haben.

Versuch, Dich zu entspannen, immerhin hast Du auch eine OP hinter Dir. Versuch, die Zeit mit Deinem Senior zu genießen. Ich bin in einer ähnlichen Situation, keiner weiß, was mein Kater hat (er ist 15), und er wird nur auf Verdacht mit Karsivan und hochdosiertem Cortison behandelt.

Meine TÄ meinte sinngemäß, sie wüßte, ich würde ihn genau beobachten und ihn kennen, ich würde schon merken, wenn etwas sich verändert und sie dann kontaktieren.

Ich war am Anfang total verzweifelt, aber irgendwie wächst man auch in diese ungewisse Situation rein. Ich nehme jetzt, was ich kriegen kann an Zeit, Schmuseeinheiten, Beobachtungen wie er sich putzt und sich mal in den Garten traut... ich weiß, es ist endlich. Und ich glaube fest daran, daß ich merke, wenn die Zeit gekommen ist. Das werden sie uns sagen.

Ich wünsche Dir ganz viel Gelassenheit und Durchhaltevermögen, und Deinem Katerchen natürlich alles Gute!

Claudia mit Apollo
 
  • Lymphom - Wer hat Erfahrung? DRINGEND HILFE gesucht! Beitrag #3
Liebe Claudia und Apollo,
ich danke ganz herzlich für die Antwort. Es ist etwas erleichternd, dass es Menschen gibt, die sich in solche Situationen hinein versetzen können und Mut und Kraft zusprechen können. Dafür meinen herzlichsten Dank!
Für meine beiden Fellnasen würde ich alles geben. Aber da ich seit Februar ständig bei Tierärzten war und bin, sind meine Ersparnisse auch verbraucht (was ich keineswegs bereue!). Langsam kommen auch finanzielle Sorgen dazu. :oops: Aber momentan kann ich es noch einigermaßen bewältigen. Vielleicht liest es sich sehr makaber, aber ich habe auch für Teddy und Tabsy schon vorgesorgt, wenn ganz plötzlich etwas mit ihnen passieren sollte, so dass alles geregelt ist. Denn dann werde ich nicht mit meinen Sinnen in der Lage sein, entsprechend zu handeln. Ich habe beiden versprochen, dass sie IMMER bei mir sein werden, egal was auch immer passiert! (Mehr möchte ich dazu jetzt nicht schreiben, weil es mir ein schlechtes Gewissen macht und es mir dabei nicht gut geht.)
Ich glaube, ich habe wirklich einen sehr vertrauenswürdigen Tierarzt gefunden, nach langem Suchen. Er entscheidet wirklich zum Wohle des Tieres und erklärt seine vorgeschlagenen Maßnahmen auch eingehend und verständlich. Er nimmt sich sehr viel Zeit und spricht die Dinge offen an. Medizinisch ist er auch sehr kompetent. Unsere letzte TÄ hat ja noch nicht einmal die vereiterten Backenzähne erkannt, trotz Zusatzausbildung zur Zahnärztin und hat Untersuchungen nur verkauft, was Teddy gar nichts gebracht hat.
Es ist schwierig momentan, ich traue mich kaum aus dem Haus. Und wenn, dann habe ich die ganze Zeit ein schlechtes Gewissen und große Angst, dass genau dann etwas passieren könnte und ich nicht da bin. :cry: Ich bin dann die ganze Zeit total nervös und unruhig, es ist einfach schlimm. Aber gewisse Dinge muss ich einfach erledigen. :-?
Heute z.B. frisst Teddy nicht so gut, wie gestern. Vielleicht ist es ja ausreichend für seinen Körper, aber ich weiß es nicht. Ich püriere jetzt auch normales Katzenfutter, damit er auch einmal einen anderen Geschmack hat. Denn das Reconvalenz-Futter gibt es ja nur in einer Geschmacksrichtung, wenn auch von verschiedenen Herstellern. Aber wir wollen ja auch nicht jeden Tag das gleiche und ich habe Angst, dass Teddy dann nicht mehr frisst, weil er einfach den Geschmack über hat. :?:
Wie Du Dich fühlst, nicht zu wissen, was Dein Katerchen hat, ist eine beunruhigende, schwierige Situation. Ich kann das so sehr nachfühlen. Was ist denn die Verdachtsdiagnose? Hast Du denn Probleme, ihm die Medikamente zu verabreichen? Oder bekommt er die Medikamente als Spritze?
Teddy bekommt das Prednisolon als Tablette und im Moment zerdrücke ich diese und mische es mit der Schleckercreme. Das klappt ganz gut.
Ich glaube, liebe Claudia, ich bin noch ganz am Anfang, in der sogenannten Verzweiflungsphase. Sehr gerne hätte ich etwas mehr innere Gelassenheit, schon allein, um den innerlichen Stress nicht auf Teddy zu übertragen. Aber es mag mir einfach nicht so richtig gelingen. Mein Gefühl ist einfach stärker, als mein Verstand. Ich frage mich immer wieder, warum können unsere Lieblinge nicht "einfach nur alt sein" ohne diese furchtbaren Diagnosen? :?::?::?: :cry::cry::cry: Das haben sie doch nicht verdient! :cry:
Wenn Du eine Zweitmeinung eines Tierarzt benötigst, so stelle ich Dir gern die Kontakte zu meinem Tierarzt zur Verfügung.
Ich wünsche Euch ganz viel Kraft und positive Gedanken! Alles erdenklich Liebe für Euch und eine intensive, schöne gemeinsame Zeit!
GLG Birgit mit Teddy und Tabsy
 
  • Lymphom - Wer hat Erfahrung? DRINGEND HILFE gesucht! Beitrag #4
Hallo Birgit!

Du kannst meinem Thread:



alles entnehmen. Ich hatte früher schon große Probleme mit Apollos Auge, im Zuge dessen habe ich die TÄ am Platze sowie die Tierklinik meines Vertrauens gefunden.

Mein Katerchen hat als Verdachtsdiagnose mehrere kleine Schlaganfälle. Zwei habe ich mitbekommen, wieviele es waren... hm, wir wissen es nicht. Aber ich muß mein Leben leben und bin halt halbtags außer Haus. Mit der Zeit habe ich erkannt, es geht auch ohne mich, wenn es nicht grad ganz akut ist. Das war am Anfang aber schwierig... die Medis müssen wir füttern, wir geben sie ihm mit Feuchtfutter (er frißt normalerweise Trockenfutter, aaarrrgh, es hat ihm nie geschadet und er war es gewöhnt, als er recht alt zu uns kam). Feuchtfutter also Leckerchen. Aber ehrlich, alle Medis würde ich, hätte ich die Wahl, mittlerweile spritzen. Das geht fix und Du weißt, alles kommt an.

Wichtig: Du fragst Dich, warum... "geht einfach nicht nur alt sein". Bestimmt auch: "Warum meine"... und alles um dieses Thema. Das ist der Unterschied: Die Kurzen fragen das nicht. Sie akzeptieren es einfach und leben damit, und das sollte für uns ein Lehrstück sein. Es macht das Leben soviel leichter!

Mein Katerchen lebt schon lange mit einem Äuglein, jetzt taumelt er herum und ist auf dem zweiten Auge fast blind. Er bewandert trotzdem weiter unser Haus, langsam, und er hat auch sein Verhalten etwas geändert. Aber er fragt halt nicht groß rum, sondern lebt sein Leben.

Frag nicht, nimm es, wie es kommt. Genieße, was Du mit Deinen Tieren erleben darfst.

Liebe Grüße, Claudia mit Superbettel-Polly (vom Cortison...)
 
  • Lymphom - Wer hat Erfahrung? DRINGEND HILFE gesucht! Beitrag #5
Hi

Du hast wohl auch ein kleines Sorgenfellchen. Ich kann dich sehr gut verstehen, mir liegt das wohl meiner Katzen sehr am Herzen. Nicht zu wissen was ein geliebtes Tier hat, ist eine Qual. Oftmals leidet man selber viel mehr, als das Tier. Ich muss mich immer selber bei der Nase packen und sagen es wird alles seinen richtigen Weg gehen wird. Ich weiß auch, dass es unendlich schwierig ist von der Ungewissheit Abstand zu nehmen.
Ich kenne schlaflose Nächte, wo ich jeden Atemzug meiner Katze beobachtete, aber das laugt einem nur aus und davon wird man selber krank. Ich versuche ebenfalls die Zeit mit meinen Fellnasen zu genießen.
Und nicht immer tritt der schlimmste Fall ein. Ich habe mir seit einer Woche den Kopf zerbrochen, ob meine Katzen ihre erste Narkose überleben, da wir ein sehr diffuses Atemproblem haben. Aber es gibt auch schöne Momente, ich habe meine 2 Katzen wohlbehalten zurückbekommen und werde mir heute vornehmen die Nacht sehr gut zu schlafen :)

Ich wünsche dir ganz viel Kraft, die sich positiv auf deine Mieze überträgt.

Lg
 
  • Lymphom - Wer hat Erfahrung? DRINGEND HILFE gesucht! Beitrag #6
Erst einmal einen ganz lieben Dank, für Eure Antworten, die offenen Worte und die Unterstützung, die wir dadurch erfahren dürfen. Es macht schon ein wenig stärker, wenn ich auch noch nicht die Gelassenheit habe, damit umzugehen. Leider nicht gerade gut für meinen kranken Räuber, wenn er spürt, dass ich weine. Daher versuche ich es immer zu unterdrücken, wenn ich ihn füttere oder mit ihm schmuse. Es gelingt aber nicht immer :oops::cry:.

@Claudia:

Deinen Thread habe ich aufmerksam gelesen und es huschte mir mehr als ein/zwei kalte Schauer über den Rücken. Superbettel-Polly ist schon eine kleine, starke Fellnase! Unsere kleinen Schätze sind schon bewundernswert, was sie alles ertragen und wegstecken und dennoch "ganz normal" alles hinnehmen und das Beste daraus machen. Sie sind da schon etwas anders, als wir Menschenkinder. Wir können viel von ihnen lernen ;-).
Beim Lesen hatte ich neben der Verdachtsdiagnose auch an epileptische Anfälle gedacht. Aber ich denke, auch die Veränderungen sind eher untypisch dafür. Jetzt weiß ich natürlich auch, dass Ihr ärztlicherseits in besten Händen seit.
Ich würde nochmals nachfragen, ob die Medikation nicht durch Spritzen verabreicht werden kann. Offensichtlich ist es ja doch ein Akt, Polly die Medis zu verabreichen und es bedeutet zusätzlichen Stress.
Bei Teddy ist es genau anders herum. Ich müsste mit ihm jeden Tag zum spritzen fahren. Autofahren ist für ihn ein unglaublicher Stress, da er dann die totale Panik hat. Ich habe meine Drehbewegungen schon gut geübt, so dass er das Pulver in seiner Schleckerpaste schnell aufgeschleckt hat ;-), auch wenn es ihn dann ziemlich schüttelt. Aber er ist da ein ganz braver Schatz. Es wäre auch schwierig, mit ihm jeden Tag zum Tierarzt zu fahren, denn ich darf kein Auto fahren (ich hatte 2004 einen Schlaganfall und Gehirntumor) und müsste die Strecke mit dem Taxi fahren. So blöd es klingt, aber Geld, was ich dann lieber für die Behandlung zum Wohlergehen von Teddy ausgeben möchte. (Allerdings, wenn es nicht anders möglich wäre, würde ich auch das tun.)
Ich wünsche Euch sooooooo sehr, dass es noch ganz lange so bleibt, wie es jetzt ist! Dass ihr eine wunderschöne gemeinsame Zeit habt und Polly von einem Schutzengel vor weiteren schlimmen Dingen behütet wird. Auch wenn er Euch nachts mit seinem Gesang wach macht, ich wäre so glücklich, wenn Teddy mich noch einmal nachts wecken würde, um neben mir zu schlafen. Er hat das fast 18 Jahre getan und jetzt plötzlich nur noch in seiner neuen Höhle :cry:....ich vermisse das soooooo sehr. Aber wenn es ihm so besser geht und er so mehr Ruhe und Erholung findet, dann werde ich es schweren Herzens akzeptieren. Es soll ihm einfach nur gut gehen.
Am Freitag werde ich berichten, was der Tierarzt sagt und wie es weiter geht.
Ich wünsche Euch weiterhin ganz viel Kraft und ganz viele schöne, gemeinsame Momente!


@Cookie:

Ein ganz herzliches Dankeschön für Deine mitfühlenden Worte. Ich bin auch so ein Mensch, der wohl dann mehr leidet, als unsere kleinen Lieblinge.
Leider ist ja die Gewissheit da, dass Teddy mindestens ein Lymphom hat. Die Ungewissheit ist die Zeit, die uns noch bleibt. Es kann ein Tag sein oder vielleicht einige Monate. Es ist immer möglich, dass Teddy plötzlich ein Organversagen erleidet, deshalb habe ich auch die Handy-Nummer unseres Tierarzt. Es macht mich einfach fix und fertig. Seit Februar geht es immer hin und her, seither gibt es keine einzige Nacht, in der ich mehr als 2-3 Stunden am Stück geschlafen habe. Nicht nur meine nervlichen Kräfte schwinden, auch die körperlichen. :oops:
Es freut mich so sehr, dass Dein kleines Problemkind die Narkose gut überstanden hat und Du sie wohlbehalten in Deine Arme nehmen durftest. Solche Momente machen einen einfach nur endlos glücklich und alles Schwere fällt ab. Ich wünsche Euch ganz viel Kraft, viele schöne, gemeinsame Momente und vor allem sehr, sehr viel Gesundheit - für alle!
Jetzt muss ich mich um Teddy kümmern, ich höre, er ist wach....
Am Freitag werde ich schreiben, wie es bei uns weiter geht.


GLG Birgit mit Teddy und Tabsy
 
  • Lymphom - Wer hat Erfahrung? DRINGEND HILFE gesucht! Beitrag #7
Bitte schlaf mehr als 2-3 Stunden, wenn du dich körperlich so verausgabst, dann nützt es deinem Kater ja auch nichts. Ich kenn das Gefühl, wenn die Gedanken im Kreis wandern.
Auch ich weiß nicht, wann und ob der nächste Hechelanfall kommt, einmal ist sie mir schon aus heiterm Himmel blau geworden, bis jetzt ist die Ursache ungeklärt. Seitdem ist mein fester Schlaf weg.

Aber man muss auch ein bisschen egoistisch sein. Man muss ja heute in unserer Leistungsgesellschaft, die nicht immer ein Herz bzw. Verständnis für Tiere hat, sein Geld verdienen, damit man über die Runden kommt und Tierarztkosten sind zusätzlich noch eine enorme Belastung. Eine Doppelbelastung ist auf Dauer fast unmachbar. Such dir ein bisschen Ablenkung. Ich achte seitdem besser auf mich, ich suche mir bewusst Dinge aus, dir mir Spaß machen und die mir Kraft geben.

Wenn die Tränen kommen solltest du sie eh nicht unterdrücken, es ist ein reinigendes Ventil für den Körper um seinen Stress abzubauen. Falls der Tränensee aber zu groß wird, kann ich dir homöopatische Tipps geben, wenn du magst. Die sind auch gut zum besser Durchschlafen.

Lg
 
  • Lymphom - Wer hat Erfahrung? DRINGEND HILFE gesucht! Beitrag #8
Heute war unser erneuter Termin beim Tierarzt und ich möchte kurz darüber berichten:

Nachdem Teddy überhaupt keine Lust auf Untersuchungen hatte, hat er uns heute in großes Staunen versetzt! Von den Tastergebnissen her, hat die Prednisolon-Therapie gut angeschlagen. Teddy´s Lymphdrüsen sind abgeschwollen. Der Tierarzt war total erstaunt, dass Teddy sich auch augenscheinlich gut erholt hat. (Ich sehe das ja immer sehr kritisch und empfinde das nicht so, weil er einfach nicht mehr der kleine Räuber von vorher ist.) Aber Teddy lies dann alle mit offenem Mund im Sprechzimmer stehen, als er auf die Waage musste....er hat zwar total prodestiert, aber er hat seit letzter Woche Dienstag bis heute 500g ZUGENOMMEN! :) Der Tierarzt fand das genauso unglaublich, wie ich. Aber Teddy frisst auch wie verrückt, wenn man alle Umstände berücksichtigt.
Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie stolz ich auf meinen kleinen Räuber bin!
Dennoch ist und bleibt es natürlich so, dass er sehr krank ist und es keine Heilung für ihn geben wird. Bei allem Positiven darf man das nicht vergessen.
Auf Grund des positiven Fortschrittes, versuchen wir jetzt eine Tumortherapie mit Teddy.
Man muss aber im Vorfeld sagen, dass diese Therapie KEINE Heilung verschaffen wird und auch den/die Tumore NICHT besiegen kann.
Die Therapie ist von HEEL und rein homöopathisch aufgebaut. Sie dient dazu, dass sich Teddy besser fühlt und er eine angenehmere Zeit hat und wenn wir Glück haben, könnte er eine etwas höhere Lebenserwartung damit haben. Die Zeit bewegt sich natürlich im Wochen- oder Monatsbereich.
Die Mittel stimulieren die körpereigene Bio-Regulation und stellt das biologische Gleichgewicht im Körper wieder her. Ich bin mir gerade nicht sicher (war heute so aufgeregt beim Tierarzt), aber ich meine die Produkte werden aus tierischen Giften hergestellt.
Ich habe heute 6 verschiedene Mittel bekommen, die nach Therapieplan verabreicht werden. Allerdings muss ich mich da erst einmal durcharbeiten. Die erste Behandlungsserie ist für 4 Wochen, wobei Teddy alle 3 bzw. 4 Tage (immer im Wechsel) die Mittel einnehmen muss. Ein Präparat muss er täglich nehmen.
Nach der ersten Serie ist 4 Wochen Behandlungspause. Danach beginnt die 2. Behandlungsserie in der nur 1x wöchentlich Präparate eingenommen werden müssen.
Die Mittel sind wohl geschmacksneutral, nur das eine, was jeden Tag gegeben werden muss, soll sehr bitter sein. Aber wenn Teddy es deswegen nicht nehmen sollte, besorgt unser Tierarzt dieses als Ampulle (er hatte es nur als Tropfen da).
Dazu reduzieren wir jetzt das Prednisolon, was sehr hoch eindosiert wurde (1 Tbl. 5mg/Tag). Teddy bekommt jetzt 1 Woche 3/4 Tbl./tgl., dann 1 Woche 1/2 Tbl. und danach bleibend 1/4 Tbl. Sollte sich sein Zustand unter der Runderdosierung jedoch verschlechtern, soll ich sofort wieder von vorn (also mit 1 Tbl./tgl.) beginnen.
Ich hoffe so sehr, dass Teddy darauf anspricht und er seine Tage geniessen kann.
Dennoch, man darf nicht die Augen davor verschließen, dass alles nur unterstützend wirkt und keine Heilung herbeiführt. Aber es ist doch die Hauptsache, dass sich Teddy wohl fühlt und er vielleicht doch noch einige Tage länger bei uns sein darf, ohne Schmerzen und Leiden. Es gibt keine Garantie, dass es bei Teddy wirkt, aber ich versuche es mit ihm. ;-)

Ich glaube, nach dem Gespräch mit dem Tierarzt heute und seiner Einschätzung zu Teddys Zustand, kann ich seit Februar sogar mal den Versuch starten, eine Nacht richtig zu schlafen. Es wird mir gut tun und letztendlich profitiert Teddy auch davon, wenn ich wieder neue Kraft auftanken kann.
Wir sind voller Hoffnung auf noch einige schöne, gemeinsame Wochen.

Ich werde weiter berichten, ob und wie die Therapie bei Teddy anschlägt, was wir beobachten und natürlich wie es ihm damit geht. Wir freuen uns so sehr, dass Teddy sich so schön erholt hat und hoffen, es bleibt noch eine ganze Weile so bestehen.

GLG Birgit mit Teddy und Tabsy
 
  • Lymphom - Wer hat Erfahrung? DRINGEND HILFE gesucht! Beitrag #9
Man liest hier viel von Augenveränderungen, was tun?
Hier mal die Geschicht von meinem Pepe, fing alles ganz harmlos an.

Augenveränderungen können auch ein Anzeichen von inneren Krankheiten sein.Auf jeden Fall einen Augenarzt aufsuchen. Bei meinem Kater Pepe hab ich das gerade hinter mir. Der hatte schon seid einem Jahr so eine milchige Schicht auf einem Auge, weshalb ich auch beim Tierarzt war. Da sagte man mir nur, das man das beobachten soll. Ist nicht weiter schlimm. Vor vier Wochen kam er Abends nach Hause und da war das ganze Innenauge rot, sah schrecklich aus.
Nächsten morgen sofort in die Tierklinik gefahren, wo auch gleich eine Augenspezialisten vor Ort war.
Augeninnendruck war beängstigend hoch, lag bei 40 normal ist 10-15. Und man stellte eine Entzündung im inneren des Auges fest. Die Ärztin sagt , sie habe da so einen Verdacht. Na und dann ging das los. Ursachenforschung. Blutbild, Röntgen, Ultraschall innere Organe. Dort stellte man fest, dass die Nieren vergrößert waren und wurden punktiert. Blutwerte waren in Ordnung, aber in den Nieren stellte man was fest was da nicht reingehört. Diagnose Lymphom ( Lymphdrüsen Krebs). Erschreckend. Er bekam sofort Prednisolon ( Kortison), Drucksenker fürs Auge und wir mussten und entscheiden, Chemo ja oder nein? Da die Blutwerte noch vollkommen in Ordnung sind haben wir uns dafür entschieden. Der Pepe ist 11 Jahre und total fit. Auch der Arzt stimmte uns zu.
Nach einer Woche Medikamente war das Auge wieder fast normal. Eine Woche später kam er wieder mal von seinem Ausgang nach Hause und ich sah schon von weitem, das sein Auge zu war. Beim näheren betrachten war es geschwollen und trüb milchig. Ab zum Arzt, Diagnose Hornhautverletztung, das nun auch noch, das bedeutete für ihn jetzt keinen Ausgang mehr. Die 2. Chemo hat er auch gut weggesteckt, keine Probleme, aber das Auge will nicht heilen. Wegen der Chemo hat er Wundheilungsstörungen. Nach 1 Woche Augensalbe und Tropfen entschied die Augenärztin sich für eine Nickhautschürze ( da wird das dritte Augenlied über die Hornhaut gezogen und fixiert, so eine Art Druckverband und Ruhigstellung des Auges). Nach 2 Wochen wird dann geschaut, ob sich das Auge wieder erholt hat. Wenn nicht kann es sein das er das Auge verliert.
Die dritte Chemo hat er auch gut überstanden, und er darf seid gestern wieder raus. Was auch höchste Zeit wird, es gibt nichts schlimmeres als einen Freigänger einzusperren .
Jetzt brauchte ich mal eine Mütze Schlaf. Am Mittwoch ist die nächste Chemo drann, mal sehen ob er bis dahin wieder zu Hause ist. Er hat 2 Wochen nach zu holen.

Also jede Augenveränderung einem Augenarzt vorstellen, man hätte die Erkrankung schon ein Jahr vorher feststellen können.
 
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