Hallo liebe Katzenfreunde,
ich hatte hier schon im März einmal einen Beitrag veröffentlicht , weil Teddy anfing, Katzenstreu zu fressen und unsauber wurde. Seither ist vieles passiert. Ich bin inzwischen mit meinen Nerven völlig am Ende.
Aber zu den Ereignissen:
Ich hatte Teddy beim Tierarzt vorgestellt. Inzwischen kam auch eine üble Verstopfung dazu, so dass auch Blister nicht mehr helfen konnten und der
Tierarzt alles nur mit einem sehr schmerzhaften Einlauf beheben konnte. Teddy wurde auch komplett geröngt und es wurde Ultraschall gemacht. Es wurde aber nichts gefunden, außer dass die Blase etwas voll war. Aber er hat sie dann auf dem Heimweg auch gleich entleert und ich habe sehr darauf geachtet, wann und wie viel er Urin absetzt. Alles war in diesem Punkt wieder normal. Teddy hat ein Schmerzmittel und Antibiotikum gespritzt bekommen.
Zur Unsauberkeit konnte der
Tierarzt nicht viel sagen, außer dass ich ein anderes Streu probieren soll. Auch mit dem Fressen des Streus wusste er keinen Rat. :???:
Dann stellte ich fest, dass er immer schlechter gefressen hat. Wieder zum
Tierarzt, wieder Röntgen, Ultraschall - ohne Befund. Diesmal hatte eine TÄ Dienst und auch sie wusste keinen Rat bzgl. Unsauberkeit und Streu fressen. :???: Auch sie konnte nix tasten oder Auffälligkeiten feststellen. Aber auch hier wieder Schmerzmittel und Antibiotikum.
Dann ging es wieder einige Tage mit dem Fressen. Aber eben nur einige Tage. Jetzt wollte Teddy fressen, aber sobald er das Futter nur ans Mäulchen bekam, hatte er sofort extreme Würgereize. Auch bei Flüssigleit. Da die Gemeinschaftspraxis Teddy nicht wirklich weiterhelfen konnte (und zudem ausreichend teuer ist - sie rechnen mit dem 3-fach-Satz), habe ich mir eine andere TÄ gesucht. Aber auch hier das gleiche. :?::sad: Ich war ratlos. nun ja, erst mal hat er ja nun wieder gefressen - bis eben die gespritzten Arzneimittel aus dem Körper waren.
Nun bin ich auf die Idee gekommen, dass er eventuell etwas an den Zähnen haben könnte - ich hatte Angst, er könnte FORL haben.

Also habe ich mir wieder eine andere TÄ gesucht mit einer Zahnarzt-Fachrichtung. Sie stellte dann fest, dass Teddy eine Halsentzündung hat! (bitte für später merken!!!)
Ich hatte sie noch angesprochen, ob er nicht etwas mit den Zähnen haben könnte, eben FORL. Aber sie meinte, er hat Zahnstein und deswegen hat er ein wenig Probleme, aber nichts Ernsters. :sad: Sie spritzte ihm auch Antibiotikum und Schmerzmittel und bestellte mich zum nachspritzten. So haben wir es auch getan. Teddy ging es wieder besser. Ich hatte die TÄ dann noch angesprochen, ob es nicht sinnvoll wäre, mal ein Blutbild zu machen, denn er wird immerhin bald 18 Jahre. Sie meinte dann, können wir mal machen, kostet 60€. Merkwürdig irgendwie.
2 Wochen später stellte Teddy das Fressen dann ganz ein, auch das Trinken. Ich habe dann im Net gegoogelt nach einem Tierarzt, weil mich die vorigen 4 nicht weiter brachten und sie vor allem Teddy nicht helfen konnten.
Nun hatten wir am Dienstag, 20.05. einen Termin dort. Das erste, was der
Tierarzt bei der Allgemeinuntersuchung feststellte ist, dass Teddy zwei vereiterte Backenzähne hat!!! :!: Er schlug mir vor, diese zu entfernen und direkt eine Zahnsanierung zu machen. Allerdings unter keinen Umständen, bevor er nicht die Blutergebnisse hat, da dem
Tierarzt sonst der Eingriff in Teddys Alter zu riskant gewesen wäre. So hat er direkt Blut entnommen und es ins Labor geschickt. Am nächsten Tag wollte mich die Praxis anrufen, um mir die Auswertung mitzuteilen. Ich war so froh, dass endlich die Ursache gefunden war und sehnte der OP entgegen, damit mein Kleiner endlich wieder normal fressen kann. Seine Streiche hatte ich schon total vermisst, denn er wurde natürlich auch immer ruhiger und zog sich zurück. Völlig ungewohnlich, denn Teddy ist sonst bei allem dabei.
Am Mittwoch saß ich wie auf Kohlen den ganzen Tag. Am späteren Nachmittag hielt ich es nicht mehr aus und rief selbst in der Praxis an. Die Helferin hat mich direkt an den
Tierarzt weitergeleitet und dieser hatte keine schönen Nachrichten. Teddy´s Eiweißwerte waren extrem hoch, so dass es auch den
Tierarzt beunruhigte. Er hat darauf das Labor angewiesen, die Eiweißwerte aufzuschlüsseln. Aber ich musste mich bis zum nächsten Tag gedulden. :roll: Ich hatte unsagbare Angst in mir. Am nächsten Tag, Donnerstag rief der
Tierarzt mich dann an....er hatte sehr schlechte Nachrichten. Die Eiweißelektrophorese hat enorm erhöhte Werte bei dem Gamma-Globulin-Wert ergeben (59,3). Er sagte mir, dass das Ergebnis zu 99% monoklonal wäre und Teddy ein (oder mehrere)
Lymphom(e) hat.



Anhand des Wertes kann man das genau zuordnen.
Ich fragte ganz verzweifelt, was ich tun soll, denn ich war im Schockzustand. Der
Tierarzt sagte, er würde Teddy noch nicht einschlafen lassen, er würde mir empfehlen, es erst einmal mit Tabletten zu versuchen. Er bekommt jetzt Prednisolon 5mg/täglich. Von der Suche, wo genau das
Lymphom sitzt, riet er mir ab. Er sagt, das
Lymphom kann in den Organen, im Gehirn, im Rückenmark usw. sein. Es macht weniger Sinn, Teddy so viel zu biopsieren, da eine Chemo für ihn wegen des hohen Alters nicht in Frage kommt. Was ich auch ablehnen würde, denn die Heilung wäre selbst mit einer Chemo sehr gering. Der
Tierarzt erklärte mir, dass diese ganzen Untersuchungen Teddy nur beanspruchen würden und egal wo auch immer das
Lymphom ist, er uns in jedem Fall sterben wird. Er kann auch keine Prognose abgeben, wie lange Teddy noch bei mir sein darf, es können Tage sein, aber auch Wochen oder Monate, wenn das Prednisolon anschlägt.





Ich bin so verzweifelt. Inzwischen ist es so, dass ich ihm Reconvalenz-Futter gebe. Er frisst auch wieder, seit Freitag habe ich ihn mit dem Finger "angefüttert" bis er alleine aus dem Napf geschleckert hat. Zusätzlich schleckert er diese neuen Schleck-Cremes, in allen möglichen Varianten. Seit Sonntag probiert es sich sogar wieder am Katzenfutter, wobei er da mehr die Soße schleckt. Heute hat er auch
Tartar gefressen. Wahrscheinlich wegen des Prednisolons, das soll Appetit machen. Er hat sich aber ein neues Lager ausgesucht, zwischen Esstisch und Wand, was ich ihm jetzt mit warmen Kissen und Decken eingerichtet habe. Anzeichen von Schmerzen zeigt er nicht. Er begrüßt mich auch mit einem freundlichen "miau" wenn ich zur Tür herein komme (er hört nicht mehr sehr gut und reagiert meistens erst, wenn er mich sieht). Allerdings schläft er auch sehr viel, aber sehr ruhig. Ich beobachte ihn tag und nacht, schlafe kaum noch. Zum Glück bin ich selbst krank geschrieben, wegen einer HWS-OP, so dass ich mich ausreichend um ihn kümmern kann.
Hat hier jemand Erfahrungen mit dieser Erkrankung und kann mir Tipps geben? Ich bin mit allem so unsicher. Ich möchte nicht, dass er Schmerzen hat. Wie erkenne ich das? Ich möchte ihm jeden einzelnen Tag schenken, den er noch hat, jede Minute. Aber ohne ihn zu quälen. Ich beobachte sogar seine Atmung, wenn er schläft und mach mich völlig verrückt.
Kann mir jemand Tipps geben, ob vielleicht bestimmte Nahrung besonders gut ist? Oder was ich tun kann, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht?
Am Freitag haben wir wieder Termin beim
Tierarzt zur Kontrolle und zur Besprechung, wie das Medikament anschlägt etc. Der
Tierarzt hat mir auch seine Handy-Nummer gegeben, wenn bei Teddy plötzlich ein Notfall auftritt, dass ich ihn anrufen kann.
Ich wäre so unendlich dankbar, wenn mir jemand mit guten Ratschlägen helfen könnte. Vielleicht auch mit Erfahrungen, wie die Krankheit verläuft, auf was ich besonders achten muss etc.
Wenn wir am Freitag wieder beim
Tierarzt sind, werde ich auch Tabsy direkt vorstellen. Sie ist genauso alt, wie Teddy und ihr geht es gut. Aber ich habe Angst, dass sich bei ihr auch etwas versteckt hat, noch größere Angst habe ich vor dem Ergebnis....Aber ich glaube, es gibt mir auch ein wenig Sicherheit.
Ich wäre sehr, sehr dankbar für Eure Antworten.
Herzlichen Dank, dass Ihr die Geduld hattet und meinen Beitrag bis zum Ende gelesen habt!
LG Birgit