Es tut mir sehr leid, dass es deiner Katze nicht gut geht. Wie kommt der Arzt denn drauf, dass es FIP ist? FIP kann man aufgrund einer Blutbestimmung gar nicht feststellen, deswegen frage ich, nach welchen Kriterien dein Arzt diese Diagnose gestellt hat.
So ganz stimmt dass nicht, auch im Blutbild gibt es Indikatoren die für
Fip sprechen.
Fip ist sehr schwer zu diagnostizieren und zu 100 % nur am toten Tier durch Obduktion nachweisbar, aber es gibt einige Tests die man machen kann, wo dann auf
Fip schließen lassen, u.a. auch ein Blutbild.
Diese Untersuchungen sollten bei einem
Fip-Verdacht unbedingt gemacht werden und nur wenn alle Ergebnisse auf
Fip deuten, würde ich auch von
Fip ausgehen:
- großes Blutbild mit Elektrophorese, da gibt es für
Fip typische Verschiebungen im Eiweißbereich, ganz besonders wichtig die genaue Ermittlung des A/G-Quotienten
- Ultraschalluntersuchung ob ein Erguss vorliegt, wenn ja, sollte dieser punktiert werden für die Rivaltaprobe und natürlich sollte das Punktat auch in einem Labor untersucht worden
- Coronatiter ermitteln, am besten mehrmals um zu sehen, wie der Verlauf ist
Fip kann oft auch untypisch verlaufen, für
Fip relativ typisch sind Fieberschübe, keine Reaktion auf Antibiotika, meist aber vorrübergehende Besserung durch Cortisongaben, auf fiebersenkende Mittel sprechen die meisten Katzen schon an. Bei der nassen
Fip wird meistens leider auf Mittel zur Entwässerung nicht angesprochen.
Fip selbst ist nicht ansteckend, nur der Coronatiter ist übertragbar, den können aber deine Katzen schon vorher gehabt haben, es könnte auch sein, dass dein blinder Stevie sich bei deinen Katzen mit dem Coronavirus infiziert hat, er muss ihn nicht schon vorher gehabt haben. Wie Kunterbunt schon geschrieben hat, es kommt nur in wenigen Fällen zur
Mutation.
Bei mir ist auch schon ein Kater an
Fip gestorben, seine Schwester war bis zum Schluss mit ihm zusammen, die beiden klebten förmlich aneinander, trotzdem hat sie sich nicht angesteckt, dass ist inzwischen 3 1/2 Jahre her.