Hallo liebe Fellbällchen-Freunde!
Wir sind mittlerweile so ratlos, dass wir mal hier bei anderen Katzenfreunden Rat suchen wollen, die in Sachen Zusammenführung vielleicht schon mehr Erfahrung haben als wir.
Ganz kurz die Vorgeschichte: 2007 hatten mein Freund und ich uns zwei Katzen-Geschwister-Damen zugelegt. Mary und Phoebe. Phoebe musste im März 2014 leider eingeschläfert werden, da sie den ganzen Bauchraum voller kleiner Tumore hatte, die nicht operabel waren. Das Ganze kam sehr unerwartet und Phoebe war bis auf etwa einen Monat vor der Diagnose auch fit und unauffällig.
Mary hat sich dann nachdem Phoebe weg war im Verhalten sehr geändert. Vorher war sie ruhig und lag viel alleine in ihrem Körbchen im Schlafzimmer. Kuscheln war immer nur drin wenn ihr danach war, dann kam sie auch vorbei und holte sich die Streicheleinheiten ab. Dann wurde sie plötzlich extrem anhänglich und lief uns immerzu nach und schrie und jammerte den ganzen Tag in der Wohnung herum. Wir hatten das Gefühl, dass sie trauert und einsam ist. Immerhin war sie ja nun gute 10 Stunden am Tag völlig allein in der Wohnung wo all die Jahre davor immer noch ihre Schwester war.
Am 06.04. zog dann Creasy bei uns ein. Ein Kater, Ragdoll-Mix, kastriert, extrem verschmust und anhänglich (so war Phoebe auch) und er wird im November 6 Jahre alt (Mary ist im April 7 geworden). Creasy brauchte ein neues Zuhause, weil der Vorbesitzer beruflich so viel unterwegs war, dass der Kater eigentlich immer allein in der Wohnung saß.
Wir haben uns vorher viel durch Foren gelesen zum Thema Zusammenführung. Es war für uns beide das erste Mal und wir wollten keine groben Fehler machen. Aber morgen sind es nun 2 Monate seitdem Creasy zu uns kam und die Situation ist eher schlimmer als besser geworden.
Zu Beginn war er nur im Arbeitszimmer. Als wir dann die Tür geöffnet haben und die beiden sich trafen war er völlig entspannt aber Mary total aus dem Häuschen. Die ersten Tage und Wochen knurrte sie schon wenn sie ihn von weitem sah. Kam er näher als 3 Meter an sie heran wurde gefaucht, das Fell aufgestellt, die ganze Palette. Er war davon völlig unbeeindruckt. Wieder einige Wochen danach knurrte sie nicht mehr wenn sie ihn sah und er durfte auch recht nah an ihr vorbei laufen ohne dass sie die volle Show abgerufen hat.
Nun ist aber Creasy so versessen auf den Kontakt zu Mary, dass er ihr ständig "auflauert". Wenn sie am Napf sitzt und isst kommt er angelaufen, wenn sie ins Katzenklo geht sitzt er vor der Tür (ihr Stamm WC steht im Gästeklo) und wartet dass sie raus kommt usw. Mary fühlt sich davon wohl derartig belästigt, dass sie mittlerweile nur noch unter dem Bett hockt. Wir sehen sie kaum noch und mussten nun auch schon einen Napf Wasser und ein Katzenklo in die Nähe stellen, weil sie gar nicht mehr bis ins Wohnzimmer oder Gäste-WC laufen mag. Kommt Creasy dann mal ins Schlafzimmer und will zu ihr unter das Bett gibt es Schlägereien.
Am Wochenende waren wir dann mal so gemein und haben Mary mit Leckerlis aus dem Schlafzimmer gelockt und dann die Tür zu gemacht. Damit sie zwangsweise mal wieder durch die Wohnung laufen musste. Im Arbeitszimmer lag sie dann auf dem Teppich und zwischen ihr und Creasy stand nur der Wäschekorb, durch den sich die beiden immer angeschaut haben. Kein knurren, fauchen, nichts. Aber dann ist er irgendwann aufgestanden und in den Korb gesprungen und dadurch ist Mary wieder so erschrocken, dass sie wieder wild knurrend mit aufgestelltem Fell das Weite gesucht hat.
Wir haben unterstützend auch Feliway Stecker und Zylkene Tabletten versucht, aber eine Besserung haben beide Dinge nicht gebracht.
Wir wollen Creasy nicht wieder hergeben. Allein zuhaus wirkte Mary ja auch nicht sehr glücklich...
Aber so ist das ja auch kein Zustand. Wir überlegen jetzt ob wir wieder zu 0 zurück gehen und ihn wieder ins Arbeitszimmer verfrachten um einen zweiten Anlauf bei der Zusammenführung zu versuchen.
Bringt das was? Und was könnte man dann anders machen damit es vielleicht besser klappt?
Hat irgendjemand gute Tipps für uns?
Lieben Gruß
Lupita mit Anhang