Hallo Zusammen!
Ich bin ganz neu hier, das ist mein erster Thread, und das leider aus traurigem Anlass.
Meiner Ragdoll Lulu, 11J., geht es schon länger gar nicht gut. Angefangen hat alles vor 7 Wochen, ihr musste notfallmässig ein Zahn gezogen werden und eine weitere Eiterbeule im Mund wurde aufgeschnitten+ausgespühlt. Eine Woche später fand mein
Tierarzt wieder Eiter im Loch des eben gezogenen Zahns, Lu kriegte eine AB Spritze für 10 Tage (nach der OP kriegte sie Tabletten, die sie nur unter "Gewaltandwendung" "nahm"). Nach 6 Tagen wieder beim
Tierarzt, da sie fast nichts frass, ich hab sicher um die 20 Futter probiert (Fischiges nimmt sie sonst immer!). Der Doc meinte, ich solle abwarten, bis das AB durch ist, und dann nochmals 2-3 Tage schauen, wie sie so ist, ob sie sich verändert. Ja, sie hat dann schon etwas mehr gefressen und war auch wieder etwas lebendiger, aber immernoch etwas lethargisch im Vergleich zu sonst. Da ich nicht als übervorsichtig angeschaut werden wollte (Notfall
Tierarzt meinte ich hätte sie auch erst am MO bringen können "sie wär nicht dran gestorben."...ähem...A****h das). Sie hat dann auch mal wieder
Trockenfutter zu sich genommen und Katzenmama war so happy! Plötzlich letzten Donnerstag dann die totale Futterverweigerung, also Freitag wieder
Tierarzt. Die arme Lu hat in 6 Monaten 800g abgenommen (vorher 3.6, neu 2.8kg) und seit dem letzten Besuch vor 3 Wochen wieder 350g! :-(
Und WIEDER hatte Lu Entzündungen im Mund, an neuen Stellen, also wieder AB, dazu Schmermittel, Calopet und noch Aufbaunassfutter. Habe sie jetzt 4 Tage zwangsernährt (ein Hoch auf Gummihandschuhe...) und morgen haben wir den nächsten Termin.
Durch rumstöbern im Internet (immer schlecht..) hab ich die Vermutung, dass Lu
CNI hat. Und zwar schon sehr fortgeschritten. Gemerkt hab ich's wohl auch darum nicht, weil ich sie mit 9J. übernommen hab und ja nicht sagen konnte, was normal ist und was nicht. Unsre früheren Katzen haben auch immer mal wieder rumgekotzt oder nichts gegessen also schien mir das normal, ausserdem haben ALLE von Lu's Verwandten Zahnprobleme (ihrer Tochter wurden 7 Zähne in den letzten 2 Jahren gezogen, Lu 2) und bis auf ihre Tochter Ange, die auch bei mir ist, sind alle gestorben, Ursache unbekannt resp. nicht abgeklärt. Bis ich jetzt eben die Symptome von
CNI nachgeschlagen habe. Sie hat so ziemlich alle davon die man äusserlich feststellen kann. Morgen wird ein Blutbild gemacht und je nachdem nochmals Zähne operiert.
Nun zu meiner eigentlichen Frage:
Ich liebe meine Lu und Ange, sie sind meine Babys ABER: falls bei Lu
CNI in fortgeschrittenem Stadium festgestellt wird möchte ich nicht, dass sie leidet! Sie ist und bleibt ein Tier und ich bin kein Freund von allzu heftiger Vermenschlichung unserer Fellknäuel.
Ich mach mir einfach einen Kopf, wie viele
Tierarzt-Gänge sind zumutbar? Sie hasst's hin zu gehen und liebt mich immer schrecklich, wenn wir heim kommen (also echt jetzt). Habe eben wo gelesen, dass je nach Stadium monatliche Untersuchungen angebracht sind. Bin ich ein Unmensch, wenn ich das nicht zumutbar finde für die Kleine? Und das Zwangsfüttern ist auch ein riesen Stress für sie. Momentan haut sie immer ab, wenn ich den gleichen Raum betrete, aus Angst, dass es wieder losgeht mir Futter..
Ich kriege ja eh erst morgen eine Antwort, was genau los ist, aber die Frage von "wann ist genug genug" beschäftigt mich sehr.
Es ist mehr eine philosophische Frage, da hierzu jeder eine Meinung hat, und genau darum frage ich euch. Was meint ihr? Wie weit geht ihr bei euren MiauMiaus?
Ich danke euch, dass ihr euch die Zeit genommen habt, das alles durchzulesen und danke für jede geteilte Ansicht hier

Herzliche Grüsse aus der Schweiz
Jo
Ps. Frage kommt auch daher, weil meine Mam bei unsrer Norwegerin Luna viiiiiiiel zu lange gewartet hat. sie litt schlussendlich wirklich und das wohl mind. ein halbes Jahr, erst dann brachte Mam es über's Herz die kleine über die Regenbogenbrücke gehen zu lassen.