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Hat jemand Erfahrungen mit Injektionen von Thiamazol?

Diskutiere Hat jemand Erfahrungen mit Injektionen von Thiamazol? im Erkrankungen von Herz- und Atemwegen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Katze, ca. 12 Jahre, ist ein "Lumpenhund", weigert sich strikt, die Medikamente zu nehmen und wird dann jedes Mal zur reinen "Kampfkatze", obwohl...
  • Hat jemand Erfahrungen mit Injektionen von Thiamazol? Beitrag #1
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katzenkathy

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Katze, ca. 12 Jahre, ist ein "Lumpenhund", weigert sich strikt, die Medikamente zu nehmen und wird dann jedes Mal zur reinen "Kampfkatze", obwohl sonst die Liebe auf 4 - Katzenpfoten selbst.

Weil eine Schilddrüsenüberfunktion, muss eigentlich regelmäßig, 2x am Tag, der Wirstoff "Thiamazol" gegeben werden. "Felimazole" sind eigentlich ganz kleine Dragees, aber selbst als "Mogelpackung" mit leckerem Fleisch drum herum, spuckt sie diese immer wieder aus.

Katze ist so raffiniert, dass geschickt selbst die Leberwurst abschleckt und die Medis dann still und leise in einem unbeobachteten Moment "entsorgt".
Rein durch Zufall finden wir diese dann ab und zu irgend wo in der Wirtschaft wieder, mal im Bett (wo nie gefüttert wird), mal auf der Terasse, ...

Und weil die so wichtigen Pillen nicht mehr regelmäßig genommen, ist ganzer Stoffwechsel zusammen gebrochen. Deshalb musste sie ja auch schon 2x stationär in die Klinik, auf Intensivstation.

Jetzt habe ich - eigentlich rein durch Zufall - von der Möglichkeit erfahren, dass man das Medikament auch mittels sehr kleiner Insulinspritzen direkt unter die Haut spritzen kann. Dazu fand ich aus dem Jahr 1999 einen Beitrag in der Zeitschrift "Tierärztliche Praxis".

Die Methode ist aber keinem Tierarzt bekannt.

Die Injektionsampullen wurden aber dann doch von der Klinik bestellt. Und das "Favistan" ist eine echte Erleichterung. Es bedeutet deutlich weniger Stress für alle Seiten.

Seit dem Termin zur 2. Meinung, bei Herrn Dr. XXXXXXXXXXXX, bin ich aber nun völlig verunsichert. Denn Herr Dr. XXXXXXX lehnte diese Methode völlig ab und "verteufelte" sie regelrecht. Er wollte erst gar nicht wissen, woher ich davon wusste. Statt dessen machte er mir klar, dass dies völlig abwegig sei und nicht zu verantworten. Er meinte sogar, dass es sich dabei um eine Art "Chemotherapie" handeln würde, bei der die Schilddrüse komplett zerstört würde.

Deshalb hier meine Frage, ob jemand bereits mit dieser Form, also der Verabreichung mittels Injektion direkt unter die Haut, Erfahrungen gemacht hat? Und wie oft, 2x oder 1x am Tag soll man die Injektionen geben?

Außerdem frage ich an, ob jemand die Zeitschrift "Tierärztliche Praxis" kennt?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Hat jemand Erfahrungen mit Injektionen von Thiamazol? Beitrag #3
Ich würde dir den Tipp geben, ein Thema zu nutzen. Bei mittlerweile 3 Themen mit dem gleichen Inhalt kommt man nur sehr schwer mit und ich persönlich finde es sehr anstrengend, im Prinzip immer die gleiche Aussage zu lesen weil ich denke, dass im Text ja noch was Neues stehen könnte.

Zum Favistan: ich selber gebe es meiner sdü Katze nicht, da sie mit der Thiamazolsalbe sehr gut klar kommt und bis zu ihrer Unverträglichkeit Carbimazol bekam.

In anderen Foren habe ich bisher sehr gute Erfahrungen lesen können. Dort wird den Tieren ein bis zwei mal täglich Favistan gespritzt, je nach Tagesdosis.

Für den Organismus der Katze wären 3 Gaben am Tag perfekt: exakt alle 8 Stunden. Die wenigsten Halter bekommen das aber zeitlich hin. Deshalb sollte ein Zeitraum von 12 Stunden gewählt werden. Das gilt im Übrigen für jedes Schilddrüsenmedikament.

Gibt es nur eine Einheit am Tag, kann man die natürlich schlecht auf mehrere Gaben aufteilen. Da würd ich zu einer festen Uhrzeit am Abend das Mittel verabreichen (da ich ein Grobmotoriker bin und nicht weniger als 2 Einheiten aus einer Insulinspritze bekomme, gebe ich unserer sdü Katze auch ein mal am Tag die Salbe).

Wie viel Favistan gibst du denn derzeit? Der T4 ist ja in einem guten Rahmen. Da kann man schauen, ob du die Gabe aufteilen kannst oder beibehältst.
Das Prillium würd ich weiterhin geben. Außerdem zusehen, dass ich das Futter umstelle auf barf. Damit kann man nämlich richtig toll auf eine sdü eingehen.
Wichtiger ist aber erst mal, dass dein Kater wieder frisst. Da ist es egal, was. Empfehlen kann ich zum Anfüttern Reconvales. Außerdem kannst du die Ärzte mal auf Amynin ansprechen. Das ist eine Lösung die unter die Haut gegeben wird, Appetit anregt und mit Nährstoffen versorgt.

Bewährt hat sich auch Methylcobalamin. Das ist reines Vitamin B12 welches nochmal den Appetit anregt.

Zu den Zeitschriften kann ich nichts sagen.

Alles Gute!
 
  • Hat jemand Erfahrungen mit Injektionen von Thiamazol? Beitrag #4
Hallo Stulle,

danke für Deine Infos.

Ja es übersichtlich zu gestalten, wäre auch in meinem Sinn. Nur leider komme ich hier im Forum noch nicht wirklich zurecht und so bin ich halbwegs froh, wenn ich es denn irgendwie hinkriege, meine Beiträge zu platzieren. Vielleicht kannst Du mir ja mal ein paar Tricks verraten, wie ich das künftig besser hinkriege.

Bzgl. "Thiamazol" als Salbe. Das hat uns erstmals die Tierklinik Panitzsch gesagt. Vorher wussten wir gar nicht, dass es diese Möglichkeit gab. Komisch, dass das mal wieder kein praktzierender Tierarzt kennt, denn das Problem mit den Medis ist ja wohl bei den meisten Katzen so.

Aber dann wurde es problematisch. In der Tierklinik vertritt man offensichtlich völlig unterschiedliche Meinungen zur Salbe. Im Resultat kam das dann so heraus, dass die Salbe nicht wirklich hilfreich ist und nur etwa zu 60 % Hilfe bringt (was auch immer das heißen mag).
Lt. Tierklinik gibt es wohl aber nur 1 einzige Apotheke in ganz Deutschland, irgendwo in Bayern, die diese Salbe auch ganz individuell auf Herrn Berry zugeschnitten herstellt. Die Adresse geben sie allerdings nicht heraus. Auch verraten sie nicht, um welche Apotheke es sich handelt.

Die Salbe wurde für Herrn Berry bestellt. Und als dann nach fast 3 Wochen immer noch nichts da war, sagte man uns, dass die Apotheke zunächst eine Vorkasse haben wollte. Erst wenn ich die Salbe vollständig bezahlt hätte, wären sie bereit zur Herstellung.

So sind wir dann über Umwege doch zum "Favistan" gekommen und das war auch schon am nächsten Tag da.

Welche Foren gibt es noch und wo hast Du das mit den guten Erfahrungen gelesen? Ich kenne nur das hier und das von Netzkatzen (). Hier wird aber gar nichts gelesen. Denn dort steht das Problem auch schon seit Tagen drin. Bisher aber ohne jede Ressonanz.

Zur Einteilung der Gaben vom "Falistan" und zum "Prilium" verweise ich auf meine Antwort an "schockocookie" im anderen aktuellen Beitrag von mir. Hier kannst Du alles nachlesen zu den bisherigen Gaben, Problemen und zum aktuellen Stand. Damit´s nicht zu unübersichtlich wird, schreibe ich es daher nicht nochmal extra auf.

Zum Thema Futterumstellung, so habe ich hier schon etwas interessantes dazu gelesen. Und meine Mutter sprach gestern davon, dass ihr die Tierärztin in dieser Richtung schon mal was gesagt hat. Da war ich aber nicht dabei und habe es deshalb hier im Forum zum ersten Mal gehört.

Nun ist das aber ein echtes Problem bei Katzen, die sind wahnsinnig stur. Fräulein "Tüpfel - Helene", unsere andere Katze, hatte Diabetes und sollte vor Jahren auf entsprechendes Futter umgestellt werden. Das ging überhaupt nicht. Lieber wäre die Katze verhungert. Selbst in klitzekleinen Mengen unter dem bisherigen Futter hat sie das immer wieder mitbekommen und aussortiert. Es war ein absolutes Unding. Und so konnte also nur das bisherige Futter weiter gegeben werden, dann ihre Insulinspritzen. Die Katze ist am Ende nicht alt geworden und leider sehr jung schon gestorben.

Bezgl. Futterempfehlungen bin ich dankbar und offen. Nur muss ich erst mal sehen, ob man das auch in Zoohandlungen kaufen kann - zunächst als Einzeldose zum Testen. Der Tierarzt kann es sicherlich bestellen, aber hier muss jedes Mal dann eine größere Menge abgenommen werden. - Und was wenn Herr Berry das dann auch wieder ablehnt? Und davon muss ich ausgehen, denn dieser Kater kann "stur wie ein Ochse" werden.

Appetitanregung ist gut, denn der Kerl ist wirklich nur noch Haut und Knochen. Wenn ich mit ihm zur Kontrolle des T4 gehe, frage ich mal nach - 2 Anregungen habe ich ja nun: "Amynin" und "Methylcobalamin". Aber komisch finde ich schon, dass das mal wieder niemand von den Tierärzten sagt. Wieso kriege ich nur hier die wichtigen Infos, aber von den Veterinärmedizinern kommt nichts dergleichen?

Für weitere Tipps und Anregungen bin ich sehr offen, denn das Problem scheint mir noch lange nicht im Griff.

Ich bin auch am Überlegen, inwieweit ein ergänzender Besuch beim Tielheilpraktiker was bringt. Allerdings kostet das mal wieder viel Geld und das habe ich nicht. Obwohl ich hier nur Grundsicherung und Rente habe, bin ich für Herrn Berry schon ein ganzes Vermögen losgeworden. Er ist unterdessen eine "Rassekatze mit Pokalen und Preiskrönungen".

Herzliche Grüße und vielen Dank!

katzenkathy:cool:
 
  • Hat jemand Erfahrungen mit Injektionen von Thiamazol? Beitrag #5
Du musst dir nur ein Thema rauspicken und da dann immer auf Antworten klicken. Genau so, wie du es jetzt gemacht hast. Nur dann nicht immer "Neues Thema", sondern das Bestehende nutzen.

Die Salbe ist recht unbekannt, weil sie bis vor wenigen Jahren nur in der Schweiz zugelassen war (oder war es Österreich?). Mehr dazu findest du auch im Thema "Hoffnung bei Schilddrüsenüberfunktion". Dort findest du auch die Adresse und alles, was der Tierarzt in das Rezept schreiben musst.

Leider sind relativ viele Tierärzte nicht so kooperativ. Mit dem Favistan bist du aber schon gut dabei und ich würd es auch beibehalten.

Dass die Salbe nur bei 60% der Fälle helfen soll, ist mir neu. Hier wirkt sie wunderbar und auch andere Patienten meines Tierarzt's bekommen die Salbe mit sehr gutem Erfolg.

Soweit ich weiss, soll es nun eine zweite Apotheke geben, die die Salbe herstellt. Das Problem ist, dass die Apotheken sehr viel von dem Wirkstoff dem Großhandel abnehmen müssen und das Alles recht teuer ist.

Im gibt es ein Thema mit dem Namen "Schilddrüsenüberfunktion und Therapie". Dort wird viel Positives berichtet über Favistan.

Extra Futter vom Tierarzt brauchst du nicht, da ist es gesünder, weiterhin das Favistan zu geben und gutes Nassfutter. Mehr zu den Sorten findest du hier im Unterforum Futter - Nassfutter.

Wieso ein Tierarzt sowas nicht vorschlägt? Entweder weiß er es nicht oder er mag sich nicht fortbilden. Leider.

Ob ein THP dir helfen kann, weiß ich nicht. Uns hat es bisher nicht geholfen.

LG, Tine
 
Thema:

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