• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Ist das nicht ein bisschen wenig?

Diskutiere Ist das nicht ein bisschen wenig? im Sonstige Erkrankungen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Vorsicht - wird etwas länger. :) Ich habe ein großes Mißtrauen gegenüber Tierärzten. Liegt wohl daran, dass ich nicht wirklich nachvollziehen...
  • Ist das nicht ein bisschen wenig? Beitrag #1
Moni1980

Moni1980

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Vorsicht - wird etwas länger. :)
Ich habe ein großes Mißtrauen gegenüber Tierärzten. Liegt wohl daran, dass ich nicht wirklich nachvollziehen kann, ob sie richtig und ausreichend behandeln.
Habe jetzt Erfahrungen mit den zwei Tierärzten hier in der Region und weiß nicht so recht, zu welchem ich meine Katzen zukünftig bringen soll. Oder vielleicht zu einem ganz anderen? Ich erzähle euch mal meine Erfahrungen und möchte euch bitten, mir zu sagen, wie ihr das Gehörte bewerten würdet.

Hier meine Erfahrungen mit den beiden Tierärzten:
Tierarzt 1: Zu diesem habe ich meine Wurfgeschwister Anfang des Jahres zum Kastrieren gebracht. Der Kater wurde nach der Kastration krank und ließ sich ein paar Tage nach der OP total hängen.
Kurz die Symptome: Kein Appetit, Bewegungs- und Spielunlust (saß nur abgeschlagen herum), extrem gelber Urin, eine Art Schleier vor den Augen, gelbe Verfärbungen im Rachenraum, extremer Gewichtsverlust.
Ich also zurück zum Tierarzt. Die haben ihn angesehen, den Schleier vor den Augen und die Verfärbungen im Rachen gesehen, die üblichen Fragen gestellt (Durchfall, ob er frisst, ob er geimpft und entwurmt ist etc) Fieber gemessen (40 Grad), Blut abgenommen und gesagt, er sehe gar nicht gut aus, wurde aber auch nicht konkret. Er habe halt einen Infekt, mit dem er nicht fertig würde. Man würde das Blut noch in ein anderes Labor schicken und die Ergebnisse von dort wären dann genauer. Sie behalten den Kater auf jeden Fall über Nacht da und hängen ihn an den Fiebertropf.
Da ließen sie ihn dann zwei Tage lang hängen bis die Laborergebnisse da waren. Man rief mich an und sagte mir, es sei FIP - die trockene Form. Er habe 10 % Chance, zu überleben und ich solle es versuchen. Ich ging ihn also abholen und bekam noch ein Mittel gegen die Schmerzen.
Gleichzeitig wurde ich telefonisch regelrecht penetriert, die Schwesterkatze vorbeizubringen und einen Bluttest durchführen zu lassen ob sie den Virus auch trage. Sonst solle ich impfen lassen weil die Gefahr bestünde, dass sie ebenfalls krank wird.
Nach Rücksprache mit meiner Züchterin habe ich das sein lassen. Nach allem, was ich inzwischen über FIP weiß das in meinen Augen auch richtig.
Mir geht nur nicht aus dem Kopf:
Woher wollten die wissen, dass es FIP ist? Nach allem, was ich heute weiß, kann es genauso gut eine Hepatitis gewesen sein. Oder etwas völlig anderes.
Warum haben sie ihn lediglich an den Fiebertropf gehängt und nichts weiter versucht bis die Laborergebnisse da waren? Vielleicht mal mit Antibiotika zum Beispiel. Sie sahen doch, dass das Fieber sofort wieder in die Höhe schoss, sobald sie ihn vom Tropf nahmen.
Und was zum Teufel sollte die Aktion mit der Schwesterkatze.
Mit Gewalt Geld machen? Oder wie würdet ihr das interpretieren.
In der Rechnung wurde dann auch noch eine Entwurmung abgerechnet obwohl der Kater entwurmt WAR.

Da ich nicht weiß, wo ich diesen Tierarzt hinordnen soll bin ich also jetzt, als meine verbliebene Katze krank wurde zu Tierarzt Nr. 2 in der Gegend.
Er sah sie an, stellte Fieber fest, stellte ebenfalls die üblichen Fragen und sagte dann einfach, sie habe einen Infekt. Waren schon wieder 40 Grad Fieber. Mir wurde gleich schlecht vor Sorge und ich musste an ihren Bruder denken.
Sie gaben ihr eine Spritze gegen das Fieber, eine weitere zur Anregung des Appetits und sagten, man solle morgen wieder kommen.
Nun meine Frage hier? Wenn ein Infekt mit so hohem Fieber vorliegt - ist es dann ausreichend, was der Tierarzt gemacht hat oder sollte man nicht etwas genauer hinsehen?

Ich weiß, ich weiß. Bin ein misstrauischer Mensch. Aber ich habe immer Angst, wenn es um meine Tiere geht. Dass man vielleicht nicht alles versucht hat und sie deshalb sterbenskrank werden.

Sorry fürs Zutexten. Mich würde einfach interessieren, ob hier jemand ist, der sich mit der Materie etwas auskennt und hätte gern eure Beurteilung, wie ihr die oben genannten Tierarztbesuche bewerten oder einordnen würdet bzw. was in euren Augen falsch gemacht wurde und zu welchem Tierarzt ihr zukünftig gehn oder nicht gehen würdet.
 
  • Ist das nicht ein bisschen wenig? Beitrag #2
Was ist denn aus dem Katerchen geworden?

Ich würde in so einem Fall noch zu einem Blutbefund raten.
Daraus müssen sich nicht zwingend neue Erkenntnisse ergeben, in vielen Fällen wird die Erstdiagnose (unbekannter Infekt) nur bestätigt. Manchmal aber nützt es und oft kann man andere mögliche Ursachen ausschließen.

Auch der beste Tierarzt, der alle diagnostischen Mittel ausschöpft, kann manchmal nur "Infekt" mutmaßen.

Nach deiner Schilderung würde ich zu Tierarzt 1 nicht mehr gehen.

Mit Tierarzt 2 würde ich über einen Blutbefund sprechen.

Wie geht es der Katze denn zur Zeit?
Wie alt ist sie?
Freigänger?
 
  • Ist das nicht ein bisschen wenig? Beitrag #3
Hallo,

mein Kater ist leider zwei Wochen nach der Kastration gestorben.
Meiner Katze gehts jetzt wieder besser. Aber ich hatte schon tierisch Angst, dass sie mir jetzt auch noch über den Jordan geht.
Sie ist ein Jahr alt und eine reine Wohnungskatze.
War gestern noch mal mit ihr beim Tierarzt und sie bekam noch einmal Antibiotikum. Das Fieber war schon gesunken. Habe Antibiotikum mit nach Hause mitbekommen und brauche laut Tierarzt auch nicht mehr kommen.
Ja, ich dachte auch, dass man bei so was ein Blutbild machen könnte. Danke, dass du meine Meinung bestätigst. Dann werde ich in zukünftigen Fällen auf einem Blutbild bestehen.

Zu Tierarzt Nr. 1 habe ich kein Vertrauen mehr. Meiner Meinung nach hat man sich bereits bei der Erstuntersuchung auf FIP festgelegt und meinen Kater dann noch schön über mehrere Tage am Fiebertropf behalten obwohl es nichts brachte.
 
Thema:

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