Vorsicht - wird etwas länger.

Ich habe ein großes Mißtrauen gegenüber Tierärzten. Liegt wohl daran, dass ich nicht wirklich nachvollziehen kann, ob sie richtig und ausreichend behandeln.
Habe jetzt Erfahrungen mit den zwei Tierärzten hier in der Region und weiß nicht so recht, zu welchem ich meine Katzen zukünftig bringen soll. Oder vielleicht zu einem ganz anderen? Ich erzähle euch mal meine Erfahrungen und möchte euch bitten, mir zu sagen, wie ihr das Gehörte bewerten würdet.
Hier meine Erfahrungen mit den beiden Tierärzten:
Tierarzt 1: Zu diesem habe ich meine Wurfgeschwister Anfang des Jahres zum Kastrieren gebracht. Der Kater wurde nach der Kastration krank und ließ sich ein paar Tage nach der OP total hängen.
Kurz die Symptome: Kein Appetit, Bewegungs- und Spielunlust (saß nur abgeschlagen herum), extrem gelber Urin, eine Art Schleier vor den Augen, gelbe Verfärbungen im Rachenraum, extremer Gewichtsverlust.
Ich also zurück zum
Tierarzt. Die haben ihn angesehen, den Schleier vor den Augen und die Verfärbungen im Rachen gesehen, die üblichen Fragen gestellt (Durchfall, ob er frisst, ob er geimpft und entwurmt ist etc) Fieber gemessen (40 Grad), Blut abgenommen und gesagt, er sehe gar nicht gut aus, wurde aber auch nicht konkret. Er habe halt einen Infekt, mit dem er nicht fertig würde. Man würde das Blut noch in ein anderes Labor schicken und die Ergebnisse von dort wären dann genauer. Sie behalten den Kater auf jeden Fall über Nacht da und hängen ihn an den Fiebertropf.
Da ließen sie ihn dann zwei Tage lang hängen bis die Laborergebnisse da waren. Man rief mich an und sagte mir, es sei
FIP - die trockene Form. Er habe 10 % Chance, zu überleben und ich solle es versuchen. Ich ging ihn also abholen und bekam noch ein Mittel gegen die Schmerzen.
Gleichzeitig wurde ich telefonisch regelrecht penetriert, die Schwesterkatze vorbeizubringen und einen Bluttest durchführen zu lassen ob sie den Virus auch trage. Sonst solle ich impfen lassen weil die Gefahr bestünde, dass sie ebenfalls krank wird.
Nach Rücksprache mit meiner Züchterin habe ich das sein lassen. Nach allem, was ich inzwischen über
FIP weiß das in meinen Augen auch richtig.
Mir geht nur nicht aus dem Kopf:
Woher wollten die wissen, dass es
FIP ist? Nach allem, was ich heute weiß, kann es genauso gut eine
Hepatitis gewesen sein. Oder etwas völlig anderes.
Warum haben sie ihn lediglich an den Fiebertropf gehängt und nichts weiter versucht bis die Laborergebnisse da waren? Vielleicht mal mit Antibiotika zum Beispiel. Sie sahen doch, dass das Fieber sofort wieder in die Höhe schoss, sobald sie ihn vom Tropf nahmen.
Und was zum Teufel sollte die Aktion mit der Schwesterkatze.
Mit Gewalt Geld machen? Oder wie würdet ihr das interpretieren.
In der Rechnung wurde dann auch noch eine Entwurmung abgerechnet obwohl der Kater entwurmt WAR.
Da ich nicht weiß, wo ich diesen Tierarzt hinordnen soll bin ich also jetzt, als meine verbliebene Katze krank wurde zu Tierarzt Nr. 2 in der Gegend.
Er sah sie an, stellte Fieber fest, stellte ebenfalls die üblichen Fragen und sagte dann einfach, sie habe einen Infekt. Waren schon wieder 40 Grad Fieber. Mir wurde gleich schlecht vor Sorge und ich musste an ihren Bruder denken.
Sie gaben ihr eine Spritze gegen das Fieber, eine weitere zur Anregung des Appetits und sagten, man solle morgen wieder kommen.
Nun meine Frage hier? Wenn ein Infekt mit so hohem Fieber vorliegt - ist es dann ausreichend, was der
Tierarzt gemacht hat oder sollte man nicht etwas genauer hinsehen?
Ich weiß, ich weiß. Bin ein misstrauischer Mensch. Aber ich habe immer Angst, wenn es um meine Tiere geht. Dass man vielleicht nicht alles versucht hat und sie deshalb sterbenskrank werden.
Sorry fürs Zutexten. Mich würde einfach interessieren, ob hier jemand ist, der sich mit der Materie etwas auskennt und hätte gern eure Beurteilung, wie ihr die oben genannten Tierarztbesuche bewerten oder einordnen würdet bzw. was in euren Augen falsch gemacht wurde und zu welchem Tierarzt ihr zukünftig gehn oder nicht gehen würdet.