Das Problem mit der zweiten Katze ist ja mein Mann, er wollte eigendlich nie Haustiere. Jetzt wo der kleine Racker da ist lieb er es auch mit ihm zu spielen und ihn zu streicheln, aber wenn ich eine zweite Katze erwähne sagt er klipp und klar nein eine reicht. Ich habe mich schon um geschaut und werde ihr wohl erstmal ein Geschirr besorgen und mit ihr Freigang überen wenn sie dann etwas grösser, sicherer und kasstriert ist werde ich ihm dann auch mal Freigang geben in unseren Garten laufen soviele Katzen rum mit dennen er dann spielen kann. Ich hoffe das ihm das dann auch viel Spass macht.
Das Argument mit dem gestrengen Hausherren, der den Riegel vorschiebt, ist ja nun sehr bequem.
Wenn ihr nur eine Katze wolltet, hätte es eine erwachsene ausgewiesene Einzelkatze gut getan. Die suchen zu Hauf.
Warum musste es ein einzelnes Kitten sein?
Kitten hält man nicht alleine, bei Kitten nimmt man IMMER zwei.
Die Meinung, dass Katzen Einzelgänger seien, ist lange überholt.
Findest Du es JETZT okay, ihm sein soziales grundlegendes Bedürfnis in der wichtigsten Prägephase seines Lebens zu verweigern? Was er jetzt lernt und nicht lernt, prägt ihn für sein Leben. Katzen verlernen soziales Verhalten, je älter sie werden. Ich habe gerade erst wieder von einer Einzelkatze erfahren, die sich nun, wo alle sozialen Türen verschlossen sind, das Fell ausrupft, wenn die Besitzer länger als ein paar Stunden aus dem Haus sind.
Das passiert nicht so selten.
Damit Katzen ausgeglichene Tiere sind, brauchen sie ein artgerechtes Leben. Kratzen und beißen, anspringen, fett fressen, viel zu lange apathisch schlafen, die Wohnung auseinandernehmen, am Boden kratzen, ... sind Verhaltensstörungen, die zwar viele unwissende Katzenhalter für "normal" und für einen "typisch schwierigen Charakter der Katze an sich" halten. In Wirklichkeit sind es die Folgen nicht artgerechten Lebens.
Ihr legt jetzt die Weichen für euer Kitten.
Meinst Du, euer Kater wird ein passionierter Freigänger, der seine soziale Einsamkeit mit Freigang einigermaßen kompensieren kann? Gibt das eure Wohnlage her? Habt ihr weite Felder und Wiesen um euch herum, wo euer Kater stundenlang vor einem Mauseloch lauern kann? Wie sieht es mit Umweltstress aus, Autos, Straßen, Hunden, Nachbarn, Garagen? Und Sozialstress, wenn schon so viele andere Katze dort sind? Revierfremde Katzen freunden sich nur sehr selten an. Üblicherweise prügeln sie sich und/oder gehen sich aus dem Weg.
Was, wenn euer Kater gar nicht raus will, weil er draußen nicht kennt, auf Wohnungshaltung geprägt ist und sich draußen unsicher fühlt?
Was, wenn die anderen Katzen ihn verprügeln?
Und nicht immer ist Sommer - was ist im Frühjahr, Herbst und Winter, wenn es kalt und nass ist und der Kater gar nicht raus will oder nur kurz?
Ihr habt die Entscheidung schon getroffen, als ihr euch euer erstes Kitten geholt habt. Zwei oder keins - eins alleine ist verantwortunglos den Bedürfnissen des Tieres gegenüber, für das ihr bewusst die Verantwortung übernommen habt. Macht es anständig!