Eine eindeutige Antwort darauf kann ich nicht geben, das ist eine sehr zwiespältige Entscheidung. Ich habe von Mai 2011 bis 2012 versucht, privat den Strassenkatzen in meiner Umgebung zu helfen. Habe aber auch da die Kastrationen schon teilweise über einen Tierschutzverein laufen zu lassen, in dem ich nur zahlendes Mitglied bin. Es gab den Kastrationszuschuss vom Land NRW und es wäre ja blöd gewesen, den nicht in Anspruch zu nehmen. Alleine oder auch mit Spenden hätte ich die Kastrationen an meiner Futterstelle nicht stemmen können, ich musste aber auch viele Kröten schlucken, d.h. Entscheidungen hinnehmen, die ich so nie getroffen hätte.
Andererseits kann man nur als Verein den Kastrationszuschuss und andere größere Spenden, z.B. von Stiftungen, bekommen. Man hat auch Vorteile, wenn man uneinsichtigen Leuten gegenüber steht. Mit einem Verein im Hintergrund kann man mehr erreichen wie als einzelne Privatperson.
Die Arbeit vor Ort ist oft frustrierend, weil immer mehrere Personen mitmischen und jeder meint, seine Meinung wäre die einzig Richtige. Auch spielt die finanzielle Frage eine Rolle, wenn das Vereinskonto leer ist, helfen auch keine Idealvorstellungen wie Tierschutz sein sollte, mehr. Man muss oft schon sehr zurückstecken.
Meine ganz ehrliche Meinung, wenn ich Menschen hätte, die meine Arbeit zuverlässig unterstützen würden, wäre ich in keinem Verein.